Frage von USAxUSAxUSA, 83

Wäre Deutschlands Industrie eigentlich wirklich daran gelegen, wenn die USA ihre Waffengesetze verschärfen oder ist das alles nur scheinheilig?

Ich denke mal, dass auch deutsche Waffenhersteller einen großen Markt in den USA haben.... die Politiker sagen zwar alle immer, dass sich in den USA was ändern muss, aber meinen die das im Hinblick auf unsere Wirtschaft eigentlich ernsthaft so?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tellensohn, 24

Salue

Die ganze Waffengesetzgebung ist scheinheilig. Das Problem sind ja nicht die legalen Waffen, sondern die Illegalen. Verbrecher kümmern sich wenig um die Gesetzgebung, es nützt dieser "Branche", wenn nur sie selber Schusswaffen haben.

Strenge Schusswaffengesetze sorgen daher für ein "Waffen-Monopol" für Verbrecher. Die ganze Bürokratie könnte man daher einsparen und die Polizei hätte mehr Kapazitäten frei, um den Illegalen Waffenhandel Herr zu werden.

Keinem Menschen käme es in den Sinn, Küchenmesser, Äxte oder übermotorisierte Autos und Motorräder zu verbieten, weil sie eventuell andere Personen gefährden könnten. Man versucht in diesen Fällen, den Missbrauch zu verhindern.

Was ich verstehen kann ist die Aussage eines deutschen Kollegen, der einmal zu mir sagte "bei uns würde schon zu viel herum geballert". Okay, aber diese Geschichte ist schon länger her und wir sollten sie langsam in die Geschichtsbücher verbannen.

Es grüsst Dich aus dem "Wilden Westen" der Eidgenossenschaft.

Tellensohn  

Kommentar von earnest ,

Das ist die typische Argumentation der Waffenlobby in den USA.

Strenge Schusswaffengesetze sorgen zum Beispiel dafür, dass nicht jeder Daddy zwei Flinten und eine Pumpgun im Keller herumliegen hat, aus denen sich dann Sohnemann das Richtige für seinen Amoklauf an der "local high school" heraussuchen kann.

Kommentar von willom ,


Das ist die typische Argumentation der Waffenlobby in den USA.


Gibts eigentlich irgendeinen Beitrag von dir zu diesem Themenkreis, in dem nicht die gefährliche " US-Waffenlobby " erwähnt wird....?

Scheint für dich ja offenbar schon sowas wie ein Fetisch oder eine Zwangsstörung zu sein......

Allerdings sollte dir bei deiner offensichtlich intensiven Beschäftigung mit dem Thema irgendwann schon mal aufgefallen sein, daß in den USA eher selten ein " Sohnemann der das Richtige für seinen Amoklauf an der "local high school" heraussuchen kann....." das Problem ist, aber dafür umso öfter vorbestrafte Gangmitglieder und sonstige Kriminelle, denen der legale Erwerb von Waffen sogar in den USA verboten ist, die sich aber um derlei gesetzliches einen feuchten Dreck scheren.


Antwort
von 1988Ritter, 41

Zwischen 2001 und 2012 bewilligte die deutsche Bundesregierung laut der
CAAT-Datenbank Rüstungsexporte im Höhe von fast sieben Milliarden Euro
in die Vereinigten Staaten von Amerika. Von allen europäischen Ländern
lieferte Deutschland folglich die meisten Waffen an die USA. Darunter
befanden sich Kleinwaffenlieferungen im Wert von über einer Milliarde
Euro. Damit sind die USA das Hauptempfängerland von deutschen
Kleinwaffen überhaupt. Außerdem wurden unter anderem auch Fahrzeuge und
Panzer, Fluggeräte und Munition, chemische Stoffe und elektrische Geräte
exportiert.

http://www.aufschrei-waffenhandel.de/USA.584.0.html

Antwort
von howelljenkins, 55

ich bin zwar kein experte, aber ich glaube nicht, dass das gros der waffenexporte aus deutschland aus zivil genutzten handfeuerwaffen besteht. 

die ruestungsindustrie ist viel mehr abhaengig von grosseinkaeufern von waffen fuer militaerische zwecke.

insofern bedeutet eine verschaerfung der waffengesetze in den usa vermutlich keinen grosser einschnitt in die deutsche industrie.

Antwort
von willom, 37

Warum sollte denn " Deutschlands Industrie " daran  gelegen sein....?

Es gibt gerade noch mal eine sehr kleine Handvoll von Firmen nennenswerter Größe, die sich noch mit der Herstellung von Handfeuerwaffen beschäftigen.

Die beiden größten ( Heckler+Koch und SIG-Sauer ) haben zusammen gerade mal etwas mehr als tausend Mitarbeiter und beschäftigen sich vorwiegend mit dem Behördenmarkt, allerdings ist der Privatmarkt in den USA natürlich auch noch eine Größe die weh tut, wenn sie wegbricht.

Und das erst Recht bei vergleichsweise kleinen Firmen.

Kommentar von Tuehpi ,

Du hast Walther / Umarex vergessen

Antwort
von earnest, 9

Mercedes und BMW wäre das wohl egal; Heckler & Koch fänden das wohl wenig lustig.

Aber sie haben ja mächtige Verbündete in den USA: die NRA und die Republikaner. 

Gruß, earnest

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