Frage von deathbyhacks, 134

Wäre Deutschland mit oder ohne die EU wirtschaftlich stärker?

Also jetzige Situation vs wie es wäre wenn es nie eine EU oder ähnliches gegeben hätte

Antwort
von Interesierter, 50

Deutschland als Exportnation ist mit der EU und mit dem EURO sicher besser dran, als ohne EU und mit einer eigenen Währung.

Leider gibt es auch heute noch viele Ewiggestrige, die meinen, Deutschland stünde in der heutigen Zeit der Globalisierung alleine besser da. 

Es mag früher manches besser gewesen sein. Vieles war auch schlechter. Nur Eines ist sicher: Die Globalisierung hätte sich nicht aufhalten lassen, auch wenn Deutschland nicht in der EU wäre.

Antwort
von EugenSchwarz, 60

Tatsächlich könnte es in Deutschland besser sein, das würde allerdings darauf ankommen wieviel Lohn bzw. Soziales aber auch Infrastruktur in sozialen Kämpfen dem Kapital bzw. den Regierungen abgerungen werden könnte. Die EU könnte dann nicht dazwischen Funken mit ihren Richtlinien. Der Staat hätte das jedenfalls nicht als Ausrede um sich aus der Verantwortung zu ziehen, so wie es heute leidvolle Praxis ist.

Die Gewinne aus Exporten werden weder mit noch ohne EU an die Menschen weitergereicht. Mehr Exporte bedeutet nicht gleich mehr in der Brieftasche für alle. Das meinen, glaube ich, die meisten mit Lebensqualität.

Die EU ist deutlich besser von Lobbyisten für ihre Zwecke zu nutzen als von Sozialverbänden bzw. Massenorganisationen. Wir haben eine EU der Industrie und der Banken. Der EU- Markt erschließt sich dem Konsumenten in seiner Komplexität nicht, die nationalen Märkte zwar auch nicht, aber die Chance ist wahrscheinlich höher das die Bevölkerung mal was blickt. Eine Währung braucht einheitliche Wirtschafts- und Sozialstandards um als Wohlstandsinstrument funktionieren zu können. was auch noch nicht heißt das Regierungen das dann auch machen. Man schaue sich in der Welt um.

Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, das weltweit agierende Monopole Menschen in Armut stürzen, Umwelt zerstören und an Kriegen, Waffen und Drogen verdienen. Diese Großkonzerne bekommen eine Husten und stellen sich neu auf und der Dollar rollt weiter. Da ist es nicht so entscheidend ob es eine EU gibt oder nicht.

Nicht zuletzt gibt es da noch eine Behauptung von Che Guevara und von der ist Menschheit heute richtig weit weg. 'Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker'. Das heißt wirkliche und ehrliche Entwicklungshilfe in Form von WIssens- und Gütertransfair, ohne die Rotstifte der Buchhalter ob das was einbringt. Ja es bringt was ein. Die Menschen hätten ein zu Hause das sie aufbauen. Ich glaube nämlich das Flucht kein Instinkt ist den man in die Wiege gelegt bekommt.

Für gebildete, bodenständigen Menschen braucht man auch keine wahnsinnigen Beseitigungsideen wie restriktive Geburtenkontrollen und die Bewaffnung aller Kriegsparteien in Dezimierungskriegen. Weil man gar nicht erst die Fantasie entwickeln muss, man bekäme nicht alle satt auf dem Fleischbällchen. Man kann auch weiter hartnäckig bestreiten, dass das was nicht ausgesprochen wird, heute nicht schon stattfindet.

Kommentar von Crack ,

Die Gewinne aus Exporten werden weder mit noch ohne EU an die Menschen weitergereicht.

Die Gewinne aus Exporten stellen für einige Unternehmen den größten oder zumindest einen entscheidenden Anteil ihrer Einnahmen dar - und daraus werden letztlich auch die Löhne gezahlt.

Kommentar von EugenSchwarz ,

Oh danke stimmt, ich hätte noch darauf eingehen können das die Motivation der Unternehmen im Kapitalismus nicht das verteilen der Gewinne ist, sondern die Gewinnmaximierung an sich. aber selbstverständlich mehr Exporte mehr Arbeitsplätze bedeuten können, was dann für Exporterleichterungen, also für die EU spricht, insbesondere solange sich selbige EU nicht in die sozialen Kämpfe einmischt. Was sie jedoch tut und zwar im Auftrag der Lobbys wiederum selbiger Unternehmen. Ich wollte allerdings den Keks nicht nochmal aufgrund der Intensivierung durchs Land rollen.

Antwort
von Othetaler, 77

Deutschland würde es ohne die EU sicher deutlich schlechter gehen.

Allerdings schade die deutsche Wirtschaftspolitik der letzten Jahren deutlich mehr den anderen EU-Ländern. Aber langfristig wird auch uns die Hinwendung zu einem Billiglohnland noch schwer auf die Füße fallen.

Antwort
von Ursusmaritimus, 85

Dann wäre D wirtschaftlich erheblich schwächer als Heute.

Gerade für uns als Exportnation ist der Wegfall von protektionistischen Hürden im Außenhandel ein enormer Vorteil.

Kommentar von Klappstuhl001 ,

das bezweifle ich. ich halte mir nur vor augen, welche eu staaten im moment mit durchgeschleppt werden und wer einen großteil der kosten aufgedrückt bekommt.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Du bist ja auch der Meinung was für ein kleines Volk (Schweiz) funktioniert muss auch für eine 80 Millionen Gemeinschaft funktionieren.......

Wobei die Schweiz auch noch mit der EU assoziiert ist und von vielen Vorteilen der EU im Außenhandel profitiert.

Man sollte bei der EU nicht nur die Zahlungen sondern auch die Rückflüsse betrachten. Auch ist es zwar zu korrigieren was im Moment falsch läuft, aber deswegen muss man nicht die gesamte EU in frage stellen.

Wenn deine Frau nicht mit in das Ballett möchte lässt du dich dann scheiden oder gehst du alleine?

Antwort
von hutten52, 62

Die Frage ist, welche EU. Bis 1990 gab es eine gut funktionierende Wirtschaftsgemeinschaft souveräner Staaten mit eigenen Währungen. Alle profitierten. 

Seither begann die Zentralisierung von Macht in Brüssel, der lebensunfähige Euro wurde eingeführt und die souveränen Nationalstaaten geschwächt zugunsten undemokratischer, finanzmarktfreundlicher Funktionäre in Brüssel. Diese Art von EU schwächt alle Beteiligten.

Antwort
von Tastenheld, 48

Die Unionsbürgerschaft gibt jedem einzelnen Deutschen enorme Vorteile. Zum Beispiel die rechtliche Absicherung bei Unfällen oder Krankheit beim Aufenthalt in einem anderen Unionsstaat. Die Freizügigkeit der Arbeit und Beschäftigungsverhältnisse für Unionsbürger innerhalb der EU.

Das sind enorme Vorzüge, die wir nur der EU verdanken.

Auch die Vorzüge des freien Warenverkehrs innerhalb der Union sind für Deutschland von immenser Bedeutung. So ist zum Beispiel möglich, dass Industrie Vorprodukt in Ungarn oder Tschechien hergestellt werden, und ohne Zollformalitäten in Deutschland verbaut werden können.

 Gerichtsverfahren können innerhalb der EU an einem Standort geführt werden, und müssen nicht in jedem Land neu verhandelt werden.

Ich denke dass die Bundesrepublik in der Form wie wir sie kennen ohne die EU nicht möglich wäre.

Soviel Jobs, wie sie ohne die EU verloren gingen würden nicht durch die Aufstockung der Zollbehörden entstehen.

 

Antwort
von Fuchssprung, 48

Wir sind eine Exportnation und die meisten unserer Exporte gehen in die EU. Ohne die EU wären wir deutlich schlechter dran.

Kommentar von Fuchssprung ,

Wir die Deutschen sind die EU! Wir sagen allen Anderen in Europa wo es lang geht. Was hätten wir denn noch zu sagen, wenn wir austreten würden?

Antwort
von klugshicer, 47

Als die EU noch eine EWG war, hatte Deutschland durch die Mitgliedschaft nur Vorteile - aber in der jetzigen Form bringt sie uns nur Nachteile.

Kommentar von Crack ,

aber in der jetzigen Form bringt sie uns nur Nachteile.

Die da wären?

Aber bitte keine einseitige Betrachtungsweise wie:
"Deutschland muss für die EU zahlen" o.ä. ohne auch die immensen Vorteile mit einzubeziehen.

Kommentar von klugshicer ,

Es ist nicht nur dass Deutschland einer der größten Nettozahler ist, auf Grund dessen dass die heutige EU um einiges größer ist als die ehemalige EWG, hat Deutschland seinen Einfluss in Bezug auf die Gestaltung der EU verloren.

Heute bestimmen nicht mehr die starken Länder wie Frankreich und Deutschland wo es lang geht, sondern die kleinen und schwachen Länder.

Kommentar von atzef ,

Weder früher oder heute "bestimmen" einzelne Länder oder eine gruppe von Ländernn, wo es langgeht. Immer schon galt in den europäiischen Strukturen das Konsensgebot. Dabei ist die Position von Deutschland natürlich immer schon sehr bedeutend gewesen, weil wir schlicht das bedeutendste EU-Land sind. Das waren wir aber auch früher schon.

Kommentar von Crack ,

Es ist nicht nur dass Deutschland einer der größten Nettozahler ist

Richtig.
Deutschland ist aber auch ein, wenn nicht sogar der größte Profiteur der EU.
Somit kann man auch von dem Plus was dadurch erwirtschaftet wird etwas abgeben und steht am Ende immer noch besser da als ohne EU.

Antwort
von tachyonbaby, 63

Die EU ist noch nie eine Gemeinschaft der Völker gewesen, ja noch nicht einmal eine wirkliche Wirtschaftsgemeinschaft. Sie ist allenfalls eine Plünderungs- und Verwaltungsgesellschaft der Global-Player, die die alten Kriegsziele der Alliierten umsetzen und vor allem Deutschland zum Zahlmeister für alles und jeden machen.

Ohne EU könnte Deutschland sich noch aus eigener Kraft ernähren. Unser alter Bauernstand wurde systematisch zerstört, genauso wie unser mittelständisches Handwerk.

Früher hatte jeder selbständige Handwerksmeister sein Auskommen, konnte seine Familie ernähren, sein Häuschen bauen und 3 Wochen in den Urlaub fahren. Seit der Euro-Einführung wurde es von Jahr zu Jahr schwieriger. Heute krebsen die meisten nach Abzug aller Kammerbeiträge, Steuern, Sozialabgaben und Versicherungen auf Hartz IV-Niveau rum.

Der Niedriglohnsektor wurde etabliert und durch die massenhafte Einfuhr von Billiglöhnern wird das mit Sicherheit nicht besser. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander und das ist eine gezielte und ganz bewußt gesteuerte Entwicklung.

Den einzigen, denen es gut geht sind die Exporteure, bis die ihre Produktionsstätten hier auch noch abziehen...

Für die Bevölkerung ist die EU ein untragbares Kreuz und ich hoffe inständig, daß der Volksentscheid in Britannien der Dominostein war, der dieses ganz verbrecherische System namens EU zum Einsturz bringt...

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Hast du belastbare Zahlen für die Selbstversorgung der Deutschen mit Nahrungsmitteln? Wo liegen in D die Anbaugebiete für Bananen, Orangen und Reis?

Auf die anderen Kolportierungen auf Stammtischniveau möchte ich erst überhaupt nicht eingehen....

Kommentar von Tastenheld ,

Früher hatte jeder selbständige Handwerksmeister sein Auskommen, konnte seine Familie ernähren, sein Häuschen bauen und 3 Wochen in den Urlaub fahren. Seit der Euro-Einführung wurde es von Jahr zu Jahr schwieriger. Heute krebsen die meisten nach Abzug aller Kammerbeiträge, Steuern, Sozialabgaben und Versicherungen auf Hartz IV-Niveau rum.

Früher musste die Frau des Handwerksmeisters kochen, putzen und waschen, für umme. Heute geht die Frau arbeiten und bestellt das Essen per App. Ich glaube hier haben sich die Zeiten geändert, daran hat aber die EU keine Schuld.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Bei so viel Schwachsinn wundern mich viele Wahlergebnisse nicht mehr...

Kommentar von Crack ,

Sie ist allenfalls eine Plünderungs- und Verwaltungsgesellschaft der Global-Player, die die alten Kriegsziele der Alliierten umsetzen und vor allem Deutschland zum Zahlmeister für alles und jeden machen.

Welche Zahlungen leistet denn Deutschland noch an "die Alliierten" oder deren Nachfolger?

Ohne EU könnte Deutschland sich noch aus eigener Kraft ernähren. Unser alter Bauernstand wurde systematisch zerstört, genauso wie unser mittelständisches Handwerk.

Und Du meinst das eine Exportnation, die sich ja zu nicht unerheblichen Teilen durch Einnahmen aus dem Ausland finanziert, ihren hohen Standard erhalten kann wenn sie nur noch auf den Binnenmarkt setzt, also kein Geld mehr von Außen dazu kommt?
Wo ist Deine Logik?

Antwort
von atzef, 13

Absurde Frage. Unsere wirtschaftliche Stärke basiert auf Export. Jeder 2. Arbeitsplatz hängt an ihm. Unsere Exporte gehen vor allem i die EUStaaten und profitieren dabei vom gemeinsamen Markt.

"Nationale Autarkie" (besser: nationaler Autismus) als wirtschaftspolitisches Credo zeichnet Neonazis aus, die weder vom Tuten, noch Blasen, geschweige den von Wirtschaft Ahnung haben. :-)

Antwort
von SimonEugenJosef, 14

Ich denke mit der Eu da wir sehr viel exportieren und innerhalb der Eu keine Zölle etc. zahlen müssen, kommt unserer Industrie zugute

Antwort
von Klappstuhl001, 68

ich denke mal ohne eu stände deutschland besser da. in der schweiz funktioniert es ja auch nicht schlecht.

Kommentar von Tastenheld ,

Klar, die Schweiz hat aber auch Kooperationsabkommen mit der EU. So ganz Solo ist sie auch nicht. 

Kommentar von Tastenheld ,

ich denke mal ohne eu stünde deutschland besser da. in der schweiz funktioniert es ja auch nicht schlecht.

Kommentar von Fuchssprung ,

Die Schweiz ist faktisch Mitglied der EU. Sie hat nur in Brüssel nichts zu sagen. Sie bezahlt in die die Töpfe der EU und genießt fast alle Vorteile. 

Kommentar von Lennister ,

Die Schweiz ist- genau wie Norwegen, Island etc.- faktisch ein EU-Mitglied ohne Stimmrecht. Nur deshalb läuft es da gut.

Kommentar von Susanne88 ,

Die Schweiz hat bis vor kurzem viel Geld alleine mit ihrem Bankgeheimnis gemacht, was von allen möglichen Steuerhinterziehern und Diktatoren dieser Welt genutzt wurde. Ausserdem hat die Schweiz nie wie etwa DL ein wirtschaftlich völlig heruntergekommenes Gebiet mit 16 Mio. Bürgern wie die DDR aufpäppeln müssen...

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