Wäre das Diebstahll?

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4 Antworten

Nein. Ein Verstoß gegen § 242 StGB liegt nicht vor. Begründung:

Der Wortlaut des § 242 StGB lautet folgendermaßen:

Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht
wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe
bestraft.

Der A müsste dem B den Roboter weggenommen haben, in der Absicht, ihn sich oder einem Dritten rechtswidrig anzueignen. Ich verzichte an der Stelle mal auf die Definitionen von fremd, beweglich und Sache. Da der A den Roboter dem B verkauft hat ist A laut § 433 Abs. 1 BGB dazu verpflichtet,  dem B Besitz und EIgentum an der Sache zu verschaffen, was auch geschehen sein dürfte.

Hier ist der Roboter jedoch aus freien Stücken zu A zurückgekehrt. (ich verzichte an der Stelle auch auf Definitionen von wegnehmen und aneignen) Das bedeutet, dass A den Roboter dem B nicht weggenommen hat, um ihn sich anzueignen, das vor allem auch nicht rechtswidrig.

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Kommentar von BineBrainBug
20.07.2016, 21:41

Außerdem existiert hier kein Vorsatz.

Was ich hier als Problematisch erachte ist: Hätte der A dem B den Roboter überhaupt verkaufen dürfen? Immerhin besitzt er eine KI und ist somit in der Lage eigene Entscheidungen zu treffen. Ist er damit nicht als Lebewesen zu erachten, dass gesetzlich evtl sogar höher gestellt wäre als ein Tier? (bitte nicht falsch verstehen, ich meine nur, dass ein Tier in Deutschland eine Sache ist)

Aber das driftet wohl zusehr ab :D

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Person A hat es ja nicht gestohlen, deswegen Nein. Aber Person B kann Roboter wieder mitnehmen und beim nächsten mal festbinden, damit es nicht wieder abhaut, weil Roboter Eigentum von Person B ist.

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Nein, sollte nichts anderes sein als bei einem Hund oder einer Katze. Der Roboter hat genauso wenig das Recht sich auszusuchen wo er sich aufhalten will (rechtlich gesehen). Der Roboter gehört Person B, auch wenn er ständig wieder zu Person A läuft. Diebstahl wirds erst, wenn Person A den Roboter nicht mehr rausgibt.

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Nein, es sei denn Person A hat den Roboter absichtlich auf dieses Verhalten programmiert, oder hätte im Vorfeld gewusst, dass der Roboter genau das tun würde.

Außerdem müsste Person A Person B davon in Kenntnis setzen, was der Roboter gemacht hat.

Wenn Person A anständig ist, dann gibt sie Person B auch das Geld zurück und behält den Roboter.

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