Frage von Sisi187, 91

Während des Praktikums infiziert und Fahrlässigkeit des Krankenhauses?

Hallo, Ist hier vielleicht jemand der sich mit dem Gesetz auskennt oder im Krankenhaus arbeitet? :D

Folgende Situation: Im Januar 2016 habe ich ein Praktikum im OP gemacht und war 19 jahre alt. Das Praktikum ging 2 Wochen und ich wurde zu Beginn NICHT über Dinge informiert wie Unfallverhütung, Arbeitsunfälle etc. Ich hatte auch nicht viel Ahnung davon in welchen Situationen ich mich in Gefahr bringen könnte zb wenn ich mit Blut eines Patienten in Berührung komme...

Genau das ist mir dann passiert: im OP wurde der Brustkorb aufgemacht, mir wurde dann gesagt ich soll etwas Abstand halten da es spritzen könnte. Ich habe trotzdem einen Tropfen Blut abbekommen was ich der Anästhesie gesagt habe, worauf ich aber keine Antwort bekam. Ich habe mir grob die Hände desinfiziert mir aber nichts weiter bei gedacht und daher den Vorfall nicht gemeldet.

Da ich jetzt selber eine Ausbildung im OP angefangen habe weiß ich dass ich mich hätte infizieren können. Kann ich das Krankenhaus verklagen? Schließlich hätte ich mich ja anstecken können aber aufgrund nicht gegebener Aufklärung ließ ich mich weder untersuchen noch meldete ich das Ereignis.

Wäre das Krankenhaus nicht verpflichtet gewesen mich vom Anfang an darüber aufzuklären was in solchen Situationen zu tun ist? Ist das nicht fahrlässig? Wären sie nicht mitschuld falls ich mich infiziert hätte? Ich bin wirklich entsetzt dass ich einfach nicht aufgeklärt wurde...

Würde mich sehr über Antworten freuen. Danke im voraus :)

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Antwort
von dadamat, 4

Erst wenn ein wirklicher Schaden entstanden ist (du hast dich mit einer Krankheit zB Hepatitis oder HIV angesteckt) hättest du Anspruch auf Schadenersatz. 

Antwort
von putzfee1, 26

Du hast dich aber nicht infiziert, oder? Dann fehlt dir jegliche Grundlage dafür, das Krankenhaus zu verklagen.

Antwort
von mexp123, 40

Da kriegt man ja die Krise, bei so Leuten die alle anklagen wollen.

Man hat dir doch gesagt dass du aufpassen sollst wegen blutspritzern. Und nur weil du einen Spritzer Blut abbekommst bekommst du nicht sofort eine Krankheit, vor allem wenn du danach alles reinigst.
Das solltest gerade du eigentlich wissen.
Außerdem wird für jemanden, der am Ende seiner schullaufbahn steht, auch ein bisschen gesunder Menschenverstand vorausgesetzt, wenn er ein Praktikum macht.

Kommentar von superK ,

ein spritzer/tropfen reicht vollkommen um sich zu injizieren muss nur in die schleimhaut gelangen und schon heißt es gegebenfalls hallo im aids Club...... also mal nicht so überschwerlich....

Kommentar von mexp123 ,

Ja klar aber im op hat man eigentlich einen mundschutz an. Oder gibt s sonst noch irgendwo offene Schleimhäute?

Kommentar von mexp123 ,

Und ich glaube wenn man einen aids Patienten operiert dann ist man nochmal auf einem ganz anderen Niveau vorsichtig.

Kommentar von user8787 ,

Ja, niemals kommen Praktikanten in einen OP. 

Kommentar von mexp123 ,

Stimmt auch nicht. Aber wenn man weiß, dass ein Patient eine stark ansteckende Krankheit hat, dann kann ich mir nicht vorstellen dass man das Risiko absichtlich eingeht

Antwort
von superK, 31

Natürlich hast du recht ABER bei personen die krankeiten haben (meine freundin ist OTA daher das wissen) und man davon weiß ist die OP nocheinmal ganz anderster..... sprich noch mehr Schutz für alle und man hätte einen wie dich nie in so eine OP mitgenommen...
Man kann aus ner Mücke auch n Elefanten machen....
Nichts für ungut....

Kommentar von superK ,

OTA= Operations Technische Assistentin

Antwort
von linksgewinde, 46

Natürlich hast du in allen Punkten recht. Aber nun nützt es dir nichts mehr.

Du kannst aber daraus lernen und es später besser machen.

Antwort
von konzato1, 47

Wegen Menschen wie dir habe ich Angst um meine Rente!

Antwort
von exxonvaldez, 43

Dir ist jetzt genau WELCHER Schaden entstanden?

Kommentar von Sisi187 ,

Mir geht es ums Prinzip ich hatte Glück aber es hätte auch anders kommen können...

Kommentar von exxonvaldez ,

Du solltest die Sache bei der GUV melden.

Kommentar von user8787 ,

Also Praktikant im OP und das bei einer Thorax Eröffnung. Ohne vorherigen Gesundheits - Check...mir stellen sich die Nackenhaare auf. Selbst die Reinigungskräfte müssen zum Gesundheitsamt. 

Sry, ich habe Zweifel an der Story und ja, ich kenne die strengen klinischen Regeln bezüglich OP-Bereich. 

Die zuständige Versicherung des Hausen würde beim lesen deines Beitrages Kreise laufen.....

Antwort
von InkontinenzTV, 47

Das Krankenhaus hätte dich zwar ionformieren müssen aber da du den Vorfall eigentlich gar nicht beweisen kannst und es ja auch keine Folgen gab hast du im Prinzip keine Chance und deswegen zu klagen ist eh peinlich

Kommentar von Sisi187 ,

Aber theoretisch haben die nicht richtig gehandelt und hätte recht oder? 

Kommentar von InkontinenzTV ,

Ja aber du kannst es halt nicht beweisen

Kommentar von superK ,

praktisch wird dann dir und dem Patienten Blut entnommen (also gleich nach dem vorfall) um festzustellen ob krankeiten vorliegen bei beiden.... fals der Patient was hat wird dir nochmalig blut entnommen nach ner woche ob du es dann auch hast.....

Kommentar von user8787 ,

Im meinen Augen ist hier der Praktikant das pot. Risiko im OP. 

Angeblich ohne Aufklärung und korrekte Anweisung der Hygienevorschriften gehe ich davon aus das es hier an Desinfektion und passender Schutzkleidung mangelte. Keiner kommt ohne Genehmigung / Aufklärung durch die Schleuse , hier gibt es klare Vorschriften und eine begrenzte Anzahl zugangsberechtigter Personen. Keiner verlässt ohne Genehmigung die Schleuse, kommt es zu einem Zwischenfall wird das dokumentiert. 

Das macht ja Hollywood besser. 

Sry, aber die Story ist absurd.... 


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