Sind Wildtiere wählerisch?

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8 Antworten

Brot ist um einiges Nahrhafter und besser als Körnerfutter für sie.( aus ihrer Sicht). Brot ist eigentlich auch nicht so gut für sie.  sie werden wahrscheinlich immer noch so häufig gefüttert daß sie keinen wirklichen Hunger haben und darum wählerisch sind. auch wir Menschen werden wählerisch wenn wir genug haben. zb wird eine Gurke entsort weil sie krumm ist oder ein Apfel wegen eines winzigen Punktes. Wurst obwohl sie noch gut ist weil das MHD einen Tag abgelaufen ist. und bei Bären gibt es das auch.  Haben sie genügend Lachse zu Verfügung fressen sie oft nur Laich Gehirn und Haut und lassen des Rest liegen weil ihnen das nicht so schmeckt. 

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Enten sind keine Hühner und somit auch keine Körnerfresser. Die wußten damit nix anzufangen. Ihr Schnabel ist für ganz andere Nahrung ausgelegt.

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Es kommt immer auf das Tier an. Es kommt darauf an was es für eine Art ist und was es gewohnt ist bzw. es zusätzlich evt. auch noch verwöhnt sein sollte oder nicht. Manche Tiere sind nicht wählerisch und fressen fast alles, Ratten z.B. deshalb können sie auch fast überall leben wo sie genug zu fressen finden. Andere Tiere dagegen sind von Natur aus echte Nahrungsspezialisten der Lungenenzian-Bläuling z.B., dieser Falter und auch dessen Raupe leben nur an Lungenenzian und von sonst nichts. Deshalb kann der Falter auch nur dort leben wo die Pflanze vorkommt. Da aber auch die Pflanze schon ein echter Spezialist ist wenn es um den Lebensraum geht ist der Falter noch seltener. Darum sind manche Arten auch so schwer zu erhalten, weil sie nur in ganz bestimmten Gebieten und von ganz bestimmten Pflanzen leben und sonst nirgendwo auf der Welt. Du kannst ein Tier aber auch verwöhnen was das Fressen und den Lebensraum angeht. Man hat z.B. in Zoos beobachtet das irgendwelche Affen zuerst rohe Kartoffeln gefressen haben. Dann hat man sie irgendwann mit gekochten Kartoffeln gefüttert und schon bald rührten sie die rohen nicht mehr an sondern fraßen nur noch die gekochten, sie hatten gelernt das gekochte besser schmecken als rohe. Dann hat man die gekochten Kartoffeln vorher geschält und schon bald verhielt es sich so wie beim ersten Mal, die Tiere fraßen jetzt nur noch die Kartoffeln die gekocht und geschält waren. Sie hatten gelernt das das besser schmeckt. Dann hat man die Kartoffeln vorher nicht in normalen Wasser sondern in Salzwasser gekocht  und schon bald verhielt es sich wie beim ersten und beim zweiten Mal. Die Tiere fraßen jetzt nur noch Kartoffeln die vorher in Salzwasser gekocht worden waren, sie hatten gelernt das das besser schmeckt, sie waren jetzt kurz und bündig verwöhnt. Ein Tier das in freier Wildbahn lebt hat eine menge Fähigkeiten, diese wird es in Gefangenschaft mit der  Zeit zum Teil verlieren weil es sie nicht mehr braucht. Ein Löwe der in Gefangenschaft groß geworden ist wird sterben wenn er als erwachsenes Tier ausgesetzt wird, er wird verhungern weil er nie gelernt hat sich seine Beute/sein Fressen selbst zu fangen. Eine Krickente die von einer Stockente in Gefangenschaft ausgebrütet und großgezogen wurde und dann später ausgesetzt wird wird nicht in der Lage sein sich zu paaren weil sie ihre eigentlichen Artgenossen nie als diese kennengelernt hat sondern in ihrer Jugend auf die Stockente geprägt wurde weil sie diese als Mutter hatte. Das ist eines der häufigsten Probleme wenn seltene Tiere nachgezüchtet und später ausgewildert werden!

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Es ist wie bei den Menschen, wenn genügend Nahrung da ist, nimmt man zuerst das feiner und bessere und wenn der Hunger gestillt ist, lässt man den Rest liegen. In der Natur findet hauptsächlich die Selektion im Winter statt, die starken werden überleben und geben ihre Gene an die nächste Generation im kommenden Jahr weiter, die Schwachen werden die Verlierer sein und den Winter nicht überstehen. Das ist zwar hart, das ist aber das Gesetz der Natur.

Die Natur regelt auch Überbestände der einzelnen Arten, wenn das Nahrungsangebot sinkt, regulieren sich dadurch auch die Bestände. In diesem Jahr kann man es genau feststellen, es gibt einen unglaublich hohen Bestand an Feldmäusen, der ware Sommer war für diese Art ideal, der Nachwuchs kam dadurch ohne Schwierigkeiten durch. Wenn die Mausröhren durch grosse Regenmengen voll laufen, hat der Mäusenachwuchs keine Chance um zu Überleben. Wenn im nächsten Jahr im Frühjahr eine regenstarke Periode kommt, reguliert sich das schnell wieder nach unten, schlimm ist es, wenn der Mensch regulierend einwirken will, er schafft es einfach nicht, man sieht es beim Wildschweinebestand.   

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Sie können es sich leisten, wählerisch zu sein, wenn sie eh schon überfüttert sind. Und leider fliegen sie auf das pappige Brot eher als auf weit wertvollere Körnerkost. 

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Kommentar von Dragontastic
16.11.2015, 18:09

Wie können sie überfüttert sein, wenn sie so gut wie nie gefüttert werden? Ich bin wie gesagt wirklich oft dort und in der Regel lassen die Menschen sie in Ruhe ^^

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Das Verhalten der Wasservögel scheint anzudeuten, dass sie zumindest bei der letzten Beobachtung satt waren, bei der ersten hungrig!

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Hier bei uns in Deutschland und besonders gerade jetzt in diesem milden Herbst wird wohl kaum ein Nahrungsmangel herrschen.

Also können die Tiere es sich durchaus aussuchen. Hier gibt es wirklich reichlich Futter für die Vögel.

Die einzige Zeit wo sie nicht ganz so viel finden ist wenn es wirklich sehr kalt wird - längere Zeit unter 10 C minus und alles zugefroren ist, da werden sich die Tiere dann auch über die Körner freuen.

Allerdings sind Körner kein geeignetes Futter für Enten, die fressen viel eher Wasserpflanzen und Insekten.

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Kommentar von Dragontastic
16.11.2015, 18:12

Du meinst also, hier in Deutschland hungern/verhungern Tiere nur in sehr kalten Zeiten?

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Enten sind auch eher keine Körnerfresser. Da müssten sie schon seeehr hungrig sein. Aber ansonsten fressen Enten eigentlich unterschieds- und kritiklos so ziemlich alles, was ihnen vor die Schnäbel kommt. Und da der Herbst bislang sehr mild ist, müssen sie sich derzeit nicht mit den harten und schwer verdaulichen Körnern abplagen.

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