In Schulen werden schon ab der 1. Klasse im Sportunterricht die Mannschaften durch das Wählen gebildet. Ich persönlich bin aber gegen diese Art, da die Schüler die als letztes gewählt werden oft in eine Außenseiterrolle gedrängt werden und sich schlecht fühlen. Was sagt ihr dazu?

Das war schon bei uns so und hat diejenigen, die immer zum Schluss gewählt wurden dazu angespornt, sich zu verbessern um NICHT mehr als letzte gewählt zu werden. Ich war auch so ein "Kandidat" - und mir und meinen Schulkameraden hat das nicht geschadet - im Gegenteil, es hat uns weitergebracht.
Ich finde, daß das die Kids ruhig so unter sich ausmachen sollen! Man kann ihnen ja schließlich nicht jede Entscheidung abnehmen! Dieses ewige verweichlichen der Kinder geht mir eh auf den Geist! Kinder sind ungerecht und gemein. Na und...! Wir haben es auch überlebt!
Du hast wohl selbst keine Kinder?
Doch ich hab zwei Kinder! Und denen gehts hervorragend! Man muss seine Kinder halt selbstbewusst erziehen, dann klappt das schon. und manche Niederlagen muss man auch wegstecken lernen!
WeissVogel am 22. April 2008 20:52 DH für sunnie. Ich habe das Gefühl, dass Kinder/Schüler immer weniger belastbar sind, wenn man Ihnen alles immer "beschönigt", dann fallen sie erst recht "auf die Nase", wenn sie im Berufsleben von der harten, Konkurrenzkampf geprägten Wirklichkeit eingeholt werden.
Es wäre schön, wenn das Leben immer "gerecht" wäre - aber je früher ein Mensch merkt, das das Leben das NICHT ist, umso besser kann sich seine Psyche darauf einstellen.
HugoHabicht am 22. April 2008 21:20 Ein DH für sunnie UND für WeissVogel.

Das war schon vor hundert Jahren so! Und alle haben das bisher überlebt! Das erinnert mich irgendwie an einen Elternabend in der dritten Klasse, wo eine Mutter allen Ernstes die Frage stellte, ob es nicht zu hart wäre zu sagen, die Kinder sollen einen Aufsatz schreiben! Man soll doch sagen, sie sollen eine Geschichte erzählen! Da frage ich mich manchmal, wo wir leben! Das Leben ist das Härteste! Was sollen denn da für Weichlinge großgezogen werden?
Stellt der Lehrer die Teams zusammen, geht dann jedesmal die Diskusion mit den Kindern und sicher auch mit diesen Eltern los, warum ihr Kind immer mit dem und jenem zusammen im Team sein muss!
Freut euch mit euren Kindern auf später! Wenn die mal im Berufsleben stehen, dann gehen ihnen die Augen erst so richtig auf!
Richtig!
HugoHabicht am 22. April 2008 21:23 Genau - bis Kinder aus der Schule kommen wird versucht, Ihre Welt "gerecht" zu gestalten - aber sobald sie ins Berufsleben "entlassen" werden, müssen sie sich mit den "Ungerechtigkeiten" wie Konkurrenzkampf, Machtspielchen, Mobbing u.Ä. auseinandersetzen - und da sagt dann keiner mehr: "Deine Leistungen sind nicht gerade ausreichend - aber du kannst ruhig unser Team ausbremsen, wir müssen ja nicht effektiv arbeiten. Und mehr Geld bekommst Du auch noch dafür."
Es will meistens keiner wählen aber ich habe damit kein großes Problem .Dumm ist es nur wenn der Lehrer uns sortiert da hat er dann nähmlich schuld wer mit wem ist. meine Meinung

... weil man dadurch ungefähr gleichstarke aber immer wieder gemischt Gruppen bekommt!! Und die Schüler die als Letze gewählt werden, kommen nicht in eine Ausenseiterrolle, sondern sie sind es shcon lange, und werden desshalb als letzeR gewählt. Mir gings ja selbst so...

War bei uns früher immer der Fall! Egal ob in der Schule oder auf dem Bolzplatz.
Wir haben aber auf diese Weise auch viel gelernt.
Entscheidungen treffen und Konflikte austragen.
Ja! Auch Konflikte austragen und Kompromisse eingehen.
Was waren das oft für Diskussionen wenn der 'Wähler' den einen nehmen wollte aber die schon in seine Mannschaft gewählten anderer Meinung waren. Da wurde geredet und diskutiert und man hat sich doch immer geeinigt.
Niiina am 22. April 2008 21:27 kann ja sein, aber bei uns im unterricht wählen die Wähler immer nur ihre Freunde. Die Leute mit wenigen Freunden bleiben über.
HugoHabicht am 22. April 2008 21:30 Irgendwann merken die auch, dass Freundschaft eine Seite ist, Leistung die andere. Was nutzt es, einen guten Freund in der Fussballmannschaft zu haben, der aber das Tor nicht trifft und im Tor stehend jeden Ball reinlässt. Auch das ist ein Lernprozess, so wir Rolf u. Högemann in seinem Kommentar auch angibt.
Wenne am 22. April 2008 21:49 Werden da immer die selben zu 'Wählern' bestimmt?
Bei uns waren das immer andere und so kam jeder mal zum Zug.

Ich denke es gibt hier kein für und wieder. Vieles kann der Lehrer beeinflussen. Ansonsten hat jeder seine Stärken und Schwächen die mal mehr und mal weniger zur Geltung kommen sollten.

Am besten finde ich es die Methoden der Teamfindung abzuwechseln (und so kenne ich es auch aus meiner Zeit). Mal wählen die Schüler selbst, mal spielt Groß gegen Klein oder "blaue Turnhosen gegen den Rest" oder auch mal Mädchen gegen Buben. So hatten wir oft viel Spaß.
Swisslady am 22. April 2008 22:11 DH!
Fand ich schon als Kind doof!

Ich finde Dein Argument dagegen zutreffend.

Ich finds gemein. Wenn der Trainer/Lehrer die Mannschaft zusammenstellt, gibts keine Probleme.

Ich lasse die Kinder antreten. Jeder zweite tritt einen Schritt vor und schon habe ich die Mannschaften.
Weil ich immer der letzte war, der wo gewählt wurde. Habe wohl auch einen Phsychischen Knacks ab bekommen. Ich bin schon immer der aussenseiter und alleingänger! Als Vorschlag hätte ich, so überzugs Trikots,2 verschiedene Farben, z.b. Grün und Rot. Dann zieht jedes kind so ein Leibchen aus nen Karton oder so! Dann sind die Mannschaften aufgeteilt und keiner fühlt sich mehr überflüssig!
das gab es schon mal dann haben alle freunde sich die selben farben genommen das bringt auch nichts

Das ist deprimierend für Kinder, die als letztes gewählt werden.

katastrophale Methode

Vorallem die Schüler die etwas dicker sind oder eine andere Einschränkung haben, werden die letzten sein die gewählt werden, wenn sie überhaupt jemand im Team haben will. Das kommt daher das man dann die Chancen zum Gewinn sehr schlecht sieht, dann wählt man eher die besten und Freunde aus. Finde es sehr ernidrigend.

und ganz deiner Meinung.

Also: als ich damals in der Schule war habe ich den Sport gehasst wie die Pesst. Ich hatte damals auch schon Übergewicht und dann diese Qualen noch ich will ich will ich will dich nicht und am Ende war ich immer der A.... Ich bin der Meinung das Kinder einfach zu gemein sind und die Qualitäten von den Nein dich will nicht haben Schülern ganzschön unterschätzen

alles gesagt...
Leute !!! Was soll das Gejammer? Allen kann man es eh nicht recht machen. Rolf hat ja fast alle guten Gründe für das Wählen aufgezählt. Vielleicht währe ja noch zu sagen, das der Lehrer oder Trainer eine Pädagogikausbildung haben sollte wo dieses Thema sicherlich von mehreren Seiten beleuchtet wurde. Und er ist es auch, der sich als Erster das Gezeter anhören muss. Also überlasst ihm die Entscheidung wie er die Mannschaften zusammenstellt. Ob wir nun das Wählen gut finden oder nicht, es gibt keine bessere Alternative. Kinder sind in diesem Punkt auch nicht grausam. Sie sind ehrlich und die Wahrheit ist oft Grausam.

Dsa müssen die Kinder durch. Das macht sie stärker. Lies mal hier die Generationengeschichte. http://www.hartter.de/index.php?id=31

Ich muß Rolf in vollem Umfang recht geben, durch das Wählen wird für denjenigen, der zu wählen hat, das Bewußtsein sein, gewinnen zu müssen, stärker sein, als seine Freundschaft zu irgendwelchen Mitschülern. Für die Schüler, die nicht gewählt werden, wird es ein Ansporn sein, Alles zu tun, um beim nächsten Mal gewählt zu werden !
Das wurde von uns früher akzeptiert und ertragen und muß auch heute möglich sein.
Mir ist aus Erfahrung nicht bekannt und es gibt meines Wissens auch keine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Vermutung, dass durch Wählen in Sportmannschaften in der Grundschule oder in weiterführenden Schulen manche Kinder bleibende psychische Schäden erleiden; in Schulen kann das Problem "Letzter sein" pädagogisch aufbereitet werden. Dazu kommen die zahlreichen sportlichen Freizeitveranstaltungen, an denen die kids teilnehmen, die besser sind als andauerndes Sitzen vor dem Computer, wodurch psychische und physische Schäden nachweisbar eher entstehen.

ich denke es ist einfach für die letztes ein unglaublich beschämendes, erniedrigendes und einfach nur scheiß Gefühl, vor der ganzen Klasse zu stehen. Alle wissen "DER DA hat keine Freunde, DEN DA will keiner in seiner Mannschaft haben!!". Kinder wählen nun mal nicht nach Sportlichkeit und den "gewinnbringenden" Leuten, sondern nach Freunden.
Ich kam zum Glück nie in diese Situation, kann mich aber gut in die Kinder hineinversetzen. Deshalb hab auch ich das immer gehasst, weil ich echt mit den "Letzten" gefühlt hab :-(

Ich bleib im Sportunterricht beim wählen immer stehen. Nicht weil ich nicht sportlich bin oder unbeliebt, sondern weil ich nicht in einer bestimmten Clique drin bin und jeder Wähler nur seine Freunde wählt. Wenn man wie ich nur 2 Freundinnen hat, bleibt man jedes Mal stehen. Wir 3 sind immer die letzten die gewählt werden. Das ist ein bescheuertes Gefühl und die Lehrer sollten lieber abzählen oder so.
Also ich finde es jetzt nicht besonders gut, aber besser als dagegen. Mit den Freunden spielt man ja auch so auf der Wiese Ballspiele. Und der Außenseiter ist da nicht unbedingt der Außenseiter, sondern ein Freund, der halt dies nicht so beherrscht, dafür etwas anderes besser kann und schließlich trotzdem mitspielt.

Ich war immer eine der letzten. Ätzend.
Mir ist gerade noch etwas eingefallen: Das "Wählen" ist ja auch noch ein Lernprozess für denjenigen, der auswählen muss - denn auch das musss ja gelernt werden: Beim Auswählen muss darauf geachtet werden, welcher der Auszuwählenden die Fähigkeiten hat, die ich benötige, um die Aufgabe zu schaffen, die mir gestellt wird. D.h. ich muss die Teilnehmenden gut kennen, Ihre Fähigkeiten und ihr Können einschätzen. Wenn ich dann auch leute nur nach Sympathie wähle, dann merke ich irgendwann, dass ich falsch gewählt habe, weil derjenige nicht dazu beitragen kann, das gesteckte Ziel zu erreichen.
Wird demnach die Mannschaft vom Lehrer/Trainer zusammegestellt, dann kann ein einzelner junger Mensch NICHT lernen, wie man sowas macht, weil ihm diese Aufgabe, wie vieles andere auch, abgenommen wurde.
Aber das Problem ist, dass nicht die unSPORTLICHEN sondern die unBELIEBTEN nicht gewählt werden. Sonst wäre es wirklich ein guter Ansporn zum verbessern ;)
Ich bin sicher, dass diejenigen, die wählen irgendwann auch gelernt haben, die Leistungen zu akzeptieren und nicht die Beliebtheit als Massstab zu nehmen.
das sehe ich genauso. Aber selbst in meinem 9. Jahrgang funktioniert das noch nicht.
O_O - aber dann (bei Abitur) sind ja noch 3-4 Jahre Chancen dazu gegeben - hoffen wir das Beste.