Frage von Mellimausiii, 71

Wadenkrampf kommt immer wieder. Was kann ich dagegen tun?

Seit zwei Tagen habe ich immer wieder Wadenkrämpfe im linken Bein. Besonders dann wenn ich gerade gegangen bin und stehen bleibe. Zwischen den Krämpfen tut die Wade weiter hin weh, allerdings gibt es auch Momente in denen es kaum bzw gar nicht weh tut. Die Wade ist nicht wesentlich härter als die andere, aber die Stelle tut beim anfassen weh. Kann mir jemand sagen was das sein könnte? Was kann man dagegen tun kann? Danke schon mal im Voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Flintsch, 44

Deine Muskeln sind übersäuert, weswegen du die Krämpfe bekommst. Die Häufigkeit der Krämpfe bei dir lässt auf einen Magnesiummangel schließen. Geh zu einem Drogeriemarkt (Rossmann, Müller) und hol dir Magnesiumtabletten.

Antwort
von newcomer, 47

https://de.wikipedia.org/wiki/Krampf

Ursachen

Krämpfe haben unterschiedliche Ursachen wie Mineralstoffmangel (Elektrolytstörung, z. B. Magnesiummangel oder Hypocalcämie), beispielsweise in Folge eines übermäßigen Alkoholkonsums, Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes mellitus), mangelnde Durchblutung, medikamentöse Nebenwirkungen, Schilddrüsenunterfunktion, Nervenschäden,
Überbeanspruchung der Muskulatur oder orthopädische Ursachen (z. B.
Fußfehlstellung). Auch während der Schwangerschaft, ist die Anfälligkeit
für das Auftreten von Muskelkrämpfen erhöht.[2] Häufig tritt ein Muskelkrampf ohne erkennbare Ursache auf.[3][4]

Eine physiologisch normale Magnesiumkonzentration im Körper begünstigt den Kalium-Rücktransport in die Zelle, was für die Beendigung des Aktionspotentials und die Beendigung des Einstroms von Calcium-Ionen aus dem sarkoplasmatischen Retikulum (sER) wichtig ist. Magnesium ist ein physiologischer Calcium-Kanal-Blocker,
der die Freisetzung von Calcium ins Innere der Muskelzelle vermindert.
Fehlt Magnesium, kann dies demzufolge zu einer andauernden,
schmerzhaften Muskelkontraktion führen. Insgesamt hat Magnesium eine hemmende Wirkung auf das neuromuskuläre System. Es reduziert die elektrische Erregbarkeit des Neurons und verringert die Nervenleitgeschwindigkeit.
Dementsprechend senkt eine niedrige Magnesiumkonzentration die Schwelle
der Nervenerregung und erhöht die Nervenleitgeschwindigkeit.

Als meist gutartige und vielen Menschen bekannte Erscheinung können
Muskelkrämpfe nach Überanstrengung einzelner Muskelgruppen und bei Elektrolytstörungen auftreten. Häufig sind nächtliche Wadenkrämpfe, auch Krampussyndrom (veraltet) genannt, früher auch sogenannte Schreibkrämpfe der Handmuskulatur. Sie können oft durch Entspannungsübungen gelindert oder die Zufuhr von Magnesium verhindert werden. Dabei kann Magnesium in einer Citrat-Verbindung vom Körper besser aufgenommen werden.

Teilweise ist auch ein Mangel von Natriumchlorid die Ursache von Krämpfen. Natriumchlorid
wird bei sportlicher Aktivität durch den Schweiß vermehrt abgesondert.
Ein Ausgleich ist unbedingt notwendig, weil ein Elektrolytmangel
gegenüber dem extrazellulären Raum die Funktion der Nervenzellen stark
beeinträchtigen kann.

Ebenso kann auch ein Mangel an Kalium (beispielsweise durch übermäßiges Ausschwitzen) zum Entstehen von Krämpfen mit beitragen. Als wichtiger Elektrolyt ist es für die Steuerung der Muskeltätigkeit von Bedeutung (Kaliummangel, siehe Hypokaliämie).

Es wird alternativ die Hypothese
eines neuromuskulären Ursprungs zur Entstehung von Muskelkrämpfen von
zahlreichen Medizinern vertreten. Sporadisch auftretende nächtliche
Muskelkrämpfe beispielsweise werden anscheinend von Motoneuronen
ausgelöst.[5] In gewissen Fällen könnte zudem der Aspekt der Ermüdung
(lokal oder zentral) eine ganz entscheidende Rolle spielen. Sowohl die
genauen Ursachen des Muskelkrampfes wie auch die der dabei entstehenden
Schmerzen sind nicht vollkommen erforscht.

Nach einer Untersuchung von 2004[6]
könnte die Ursache des Muskelkrampfes bei Sportlern nicht wie in der
Literatur vermutet an einem Mangel an Elektrolyten liegen, sondern auf
dem Boden einer neuronalen Dysfunktion in den Zielmuskel-Muskelspindeln und den Golgi-Sehnenorganen entstehen.

Antwort
von Mikromenzer, 38

Magnesiumtabletten nehmen.

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