Im Frühjahr habe ich mir ein neues Trekkingrad gekauft. Mittlerweile habe ich schon den dritten Sattel aufgeschraubt, aber auch der drückt. Wie finde ich den richtigen?

Im guten Fachhandel kann man die Sättel ausprobieren.
SQ-Lab hat das sogenannte Stufensattelkonzept entwickelt, wo die Sattelnase etwas abgesenkt ist. Das drückt dann nicht mehr in den Weichteilen. Vorraussetzung für die richtige Sattelbreite ist die Vermessung der Sitzknochen, da ja jeder Mensch unterschiedlich gebaut ist. Das kjannst Du gut auf www.sq-lab.com nachlesen. Dort findest Du auch eine Reihe Händler in deiner Nähe.

kannst ruhig einen harten Sattel nehmen, aber dann dazu eine sehr gute Fahrradhose (ca. 50 Euro), dann geht es meistens gut.

Was bisher nicht erwähnt wurde und m.E. sehr wichtig ist: Die Beckenknochen messen (lassen) um die richtig passende Sattelgröße zu finden. Ein gut sortierter Fachhandel hat meist die Möglichkeiten dazu und das dauert dann nur Sekunden. Gel- Sättel sind nicht das Gelbe vom Ei, besonders für längere Strecken definitv zu weich. Auch muss ein Sattel nicht unbedingt vorne schmal und weich sein. Die Wahl des richtigen Sattels hängt stark von der Fahrposition ab (sportlicher Rennradlenker, aufrechte Cityradhaltung oder sportlich-komfortable Tourenposition). Mit ~100€ und einer guten Beratung kommt man zu einem Sattel, der einem viele Jahre Freude bereitet. Empfehlenswert sind derzeit die Sattelserien von "SQ Lab" mit - je nach Körpergewicht - wechselbaren Gummidämpfern oder die etwas pflegebedürftigeren Sattelserien vom Klassiker Brooks. Solltest Du aber am Tag nur mal eben 5km zur Arbeit und zum Bäcker pendeln, spielt die Wahl eines perfekten Sattels weniger eine Rolle, aber wenn Du öfter mal mehr Kilometer im Sattel hockst, solltest Du kein Geld und keine Mühe sparen. Am besten ist immer, Du hast einen Fachhändler deines Vertrauens gefunden.
Wenn Du einen weichen Sattel nimmst, dann sitzt Du den nach kurzer Zeit "durch", d.h. Du sitzt auf dem Gestell, zumindest teilweise. Deswegen werden im Radsport, wo stundenlange Etappen gefahren werden, keine weichen Sättel verwendet. Der Tip mit dem harten Sattel und einer speziellen Fahrradhose, bitte nicht vom Discounter, ist gut. Darüber hinaus würde ich einen schmaleren Sattel empfehlen wg. der engeren Beinführung bei einem normalerweise sportlichen Treckinrad. Bist Du weiblich? Da gibt es spezielle Sättel. Ansonsten spielt natürlich das Bike grundsätzlich eine entscheidende Rolle ob man sich wohlfühlt. Die Rahmengrösse muss passen, die Sattelhöhe und Neigung muss eingestellt werden. Nimm Dir auf den nächsten Fahrten etwas Werkzeug mit damit Du unterwegs was ändern kannst. Bei der Sattelhöhe können schon 5mm eine entscheidende Rolle spielen ob man sich auf dem Bike wohlfühlt oder nicht...
Auch beim perfekt passenden Sattel muss man sich ein kleines bisschen eingewoehnen. Mir passt mein Sattel sehr gut, aber wenn ich nach einer laengeren Trainingspause im Winter wieder auf das Rad steige, zwickt es anfangs ein wenig. Nach ein, zwei Wochen ist das aber wieder weg.
Wer nur einmal in der Woche radelt, wird auf langen Strecken hingegen immer Sitzprobleme haben.

Auf die richtige Form kommt es an. Er muß vorne schmal und weich sein und hinten breit genug, daß die Gesäßknochen voll auf dem hinteren Teil des Sattels sitzen. Bherka