Frage von nesquo, 950

Vorteile von Verdi?

Was sind die Vorteile wenn man bei Verdi Mitglied ist? Was sind eure Erfahrungen mit Verdi?

Antwort
von BarbaraAndree, 853

In unserem Pesonalrat war die Verdi-Gruppe immer stark verstreten und ich habe in den vielen Jahre meiner Mitgliedschaft immer erlebt, dass sich die Vertreter von Verdi sehr um ihre Mitglieder gekümmert haben, sei es durch Beratung,  auch bei bevorstehenden Kündigungen. Der Prozess vor einem Arbeitsgericht wurde auch von Verdi durch ihre Rechtsvertreter finanziert.

Antwort
von kaufi, 839

Der einzige Vorteil ist, das man während einem Streik seinen Lohn bzw einen Teil davon bekommt.

Wie bei vielen Gewerkschaften wird sich da nicht richtig für den kleinen Arbeiter eingesetzt. Da wird Kaffeekränzchen mit dem Gegner gemacht , der kleine Mann wird geblendet und dann präsentiert man ganz stolz seine 2% Lohnerhöhung........ich selbst würde nur in eine Gewerkschaft gehn wenn Streik zu erwarten ist und dann austreten.


Kommentar von michaschultze ,

Eine Gewerkschaft ist ja auch kein Dienstleistungsunternehmen sondern ein Zusammenschluss von "kleinen Arbeitern". Wenn der "kleine Arbeiter" aber im Streikfall nur die Kohle abfassen will, die seine Kolleg/innen, die in der Gewerkschaft sind, vorher eingezahlt haben, ist es nicht verwunderlich, wenn nicht viel läuft.

Und ohne die Gewerkschaft und ihre Kaffekränzchen mit den Arbeitgebern, würdest du noch nicht mal die 2% bekommen oder denkst du, dass du so unverzichbar bist, dass dir dein Arbeitgeber jedes Jahr freiwillig ein paar Prozente drauflegt?

Antwort
von Barcafan84, 741

Ich würde davon abraten.

Es hört sich zwar gut an, wenn Verd.i für höhere Gehälter kämpft, man sollte dennoch wissen, dass die Arbeitgeberverbände bei den Tarifverhandlungen, nicht direkt bei den ersten Forderungen von Verd.i nachgibt und dann die Tarife bzw. Gehälter erhöht.

Die wären dann schön blöd, denn der Arbeitgeber zahlt ja an Streiktagen nicht, also zahlt nicht den Streikenden, was bedeutet dass die Arbeitgeberverbände und Arbeitgeber an den Streikenden mitverdient.

Man bekommt zwar Streikgeld, aber auch nicht den ganzen Betrag den der Arbeitgeber normalerweise zahlt. Also ist das neben dem nur "1% vom Bruttogehalt" schon etwas mehr als nur 1 %. Wobei Arbeitnehmer von Ihrem Netto-Gehalt ausgehen sollten. Wovon dann wieder die Gewerkschaften profitieren.

Dazu kommt noch, dass mir in meinem Unternehmen das Auftreten mancher Betriebsratmitglieder und Gewerkschaftler mehr als sehr unsympathisch erscheint. Anfangs sch...-freundlich, hinterher wenn sie merken, dass man nicht "mitmacht" ,sie Einen wie Dreck behandeln. (Thema Mobbing) Also auch nochmal sehr fragwürdig.

Ich würde es lassen und mir eine Rechtschutzversicherung aussuchen.

 

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