Vorteile von freier Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft?

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4 Antworten

Na ja, warum rumtheoretisieren. Es gibt doch eine praktische Erfahrung. Die Wettbewerbswirtschaft (freie Marktwirtschaft klingt mir zu ideologisch, weil nicht der Realität entsprechend) entwickelt sich seit über 250 Jahren. Die Planwirtschaft hat nach 50 Jahren die Segel gestrichen. Was gibt es da noch zu diskutieren. Schaut man sich die Wettbewerbswirtschaft auf mehrheitlich privater Basis an, dann hat sie in den 250 Jahren einen unheimlichen Wandel durchgemacht, weil Wirtschaft immer Wandel ist und die zentrale Planung außer Fehleinschätzungen dem Wandel immer hinterherhinkt. Es gab ja auf Konzernebene auch immer wieder (mit modernsten Methoden) Versuche der Zentralisierung. Alle gescheitert und jetzt wieder diversifiziert.

Ich kenne die Diskussion in der Schuhbranche über die Abverkaufszahlen als Vorgaben für den Einkauf. Da ist Braun gut abgeflossen - letzte Saison - Statistik hinkt immer hinterher - und wehe, wer dann zuviel Braun gekauft hat und kein Blau oder Rot, der hat dann in der Saison nicht mehr genügend Blau oder Rot nachbestellen können oder so spät, dass andere ihm längst Nasenlängen voraus waren. Clevere Händler haben die Stoff- und Klamottenmessen besucht, um zu schauen, was da kommt, haben mit Händlerkollegen gesprochen, was so die ersten Signale sind. Denn mal eben für eine Million Schuhe einkaufen und vorfinanzieren ist kein Pappenstil, wenn man total daneben liegt. Ich habe erlebt, dass meine Freundin in der DDR (Berlin-Besuch) an heißem Sommertag vergeblich nach Haarspangen gesucht hat. Das ist zu detailliert für einen globalen Plan.

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Egal ob man das ganze auf einzelne Vor- und Nachteile herunterbricht, der große Nachteil ist der Mensch in beiden Systemen.

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Reden wir einmal über Wirtschaft, in ihrer Ausprägung Kneipe.

In der DDR bist mit 10 Ostmark in die Kneipe und hattest bereits bei Fünf Ostmark einen veritbalen Vollrausch.
Ein Bier kostete 42 Pfennig.

Für 10 € (schmale 20 DM) kriegst keine Maß auf dem Oktoberfest, das gehst so durstig nach Hause wie Du gekommen bist.

Die 10 Ostmark konnte an unschwer besser planen, als mit den 10€ an der Marktwirtschaft des Oktoberfestes teilzunehmen.

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Kommentar von berkersheim
08.06.2016, 11:13

Nur dass es keine Ost-Kneipe mehr gibt. Das Oktoberfest aber immer noch. Und sobald die Ex-DDRler konnten, sind sie wie die Wilden zum Oktoberfest nach München.

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Ganz einfach. Freie Marktwirtschaft hab es so gesehen schon immer und ist immer noch da.

Planwirtschaft gibt es nicht mehr.

Reicht das denn nicht ?  

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