Frage von caribu91, 11

Vorteil von monochromatischem Sehen im Vergleich zu achromatischen?

Farben kann man ja erst sehen, wenn man min. 2 verschiedene Zapfentypen hat. Wenn man also nur Stäbchen und einen Typ von Zapfen hat, dann kann man ja keine Farben sehen. Aber warum hat man dann überhaupt einen Zapfen. Man könnte ja auch bereits mit den Stäbchen hell-dunkel wahrnehmen. Wenn ich also z.B. nur einen blauen Zapfen besitze, dann kann ich nur blau wahrnehmen und hell-dunkel mithilfe der Stäbchen. Hab ich jetzt keine Zapfen, dann sehe ich schwarz-weiß. Sehe die Welt anstatt in hellblau oder dunkelblau in schwarz und weiß. Worin liegt jetzt der Vorteil einen Zapfen zu haben anstatt gar keinen?

Antwort
von WiihatMii, 11

Soweit ich informiert bin, arbeiten Zapfen sehr viel präziser und können bei starkem Licht Details sehr viel schärfer und besser wahrnehmen, als Stäbchen.

Stäbchen kommen dann zum Einsatz, wenn den Zapfen die Lichtmenge nicht mehr ausreicht. Sie sind sozusagen dein eingebautes Nachtsichtgerät. Da es nur einen Typ von Zapfen gibt, ist es im Dunkeln auch sehr schwer, Farben zu erkennen.

Menschen, die aufgrund einer Krankheit (Achromatopsie) keine Zapfen haben, sehen daher nur Schwarz-Weiß und insgesamt sehr unscharf. Ich habe dir zwei Beispielbilder aus Wikipedia in den Anhang gehängt.

Irgendwie ist die Vorstellung doch interessant, dass wir im Dunkeln mit komplett anderen Nervenzellen unsere Umgebung sehen. Das ist, als hätten wir zwei verschiedene Augen im Auge, die in unterschiedlichen Situationen zum Einsatz kommen.

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