vidsys am 03.04.2008 um 1:52 Uhr
Meine Tochter ist 5 und schreibt schon alleine das ABC und rechnet schon ganz gut.Sie laesst uns keine Ruhe und will das alles lernen. Sollen wir ihr helfen oder besser nicht? Sie kommt erst im September in die Schule. Ist es fuer sie eher ein Vorteil oder ein Nachteil wenn sie dies schon kann ?

ich kenne das von meinen beiden Kindern.
Ich bekenne, ich habe sie unterstützt. Beide lesen noch heute mit Ausdauer viele Bücher. Beide sind in der Schule gut (gewesen). Sohnemann hat das Abi mit 1,7 geschafft, Tochter steht in der 12. jetzt bei 2,3.
Ganz verkehrt kann das nicht sein...
Nachteile sind mir jedenfalls nicht bekannt

Kinderfragen wollen beantwortet werden! Und Fragen nach dem Geheimnissen der Schrift lieber früher als später!
Noch habt IHR die Möglichkeit, ihr das Ganze mit Spaß zu vermitteln, bevor der Ernst der Schule anfängt.
Mein Rat: Bringt ihr soviel bei wie möglich und wenn sie in der Schule unterfordert ist, dann lasst einen (realen) IQ-Test machen und fördert sie ihren Neigungen entsprechend!
Genies soll man nicht aufhalten.
Es ist super, schließlich zeigt es das du eine schlaue Tochter hast, die gefördert werden will. Achte aber bitte darauf, dass sie sich später in der Schule nicht langweillt und deshalb "abrutscht".

Also ich würde das in jeden Fall unterstützen und darauf achten, dass sie gefördert wird.

Natürlich denkt man zuerst, das ist ja super! Ich sehe das aber schon etwas differenzierter! Natürlich ist es nicht schlecht, wenn das Kind sich durch ein bereits vorhandenes Grundwissen dann in der Schule leichter tut! Wenn es aber zuviel weiß, besteht leicht die Gefahr, dass es in der Schule unaufmerksam wird, evtl. andere stört und vollkommen unterfordert ist! Da es aber sicher noch nicht alles kann, wird es auch Bereiche geben, in denen Aufmerksamkeit sehr notwendig wäre! Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das Kind in der Lage ist, zum jeweils richtigen Zeitpunkt den Schalter umzulegen. Wenn der "Schlendrian" erst mal drin ist, bekommt man ihn nur schwer wieder raus. Meine Prognose - wenn ihr nicht höllisch aufpasst ist spätestens in der zweiten Klasse einer weiterführenden Schule die erste Ehrenrunde fällig!

Ein Problem, dass sich mir bei meinem Sohn auch gerade stelle.
Sobald ein Kind eine Frage formulieren kann, ist es auch reif für die entsprechend kindgerechte Antwort. Generell bin ich dafür, Wissensdurst nicht zu unterbinden, sehe aber auch die schon erwähnte Gefahr, dass sich die Kinder dann in der Schule langweilen, nicht mehr aufpassen und den Anschluss verlieren.
Aus einem vormals wissbegierigem Kind kann dann schnell ein Träumer und schlechter Schüler werden.
Ich persönlich halte es so, dass ich seine Fragen nach Buchstaben, Wörtern und Zahlen beantworte; ihm aber auch sage, dass ich der Schule nicht vorgreifen und abwarten möchte, in welcher Form die Lehrer den Kindern das Schreiben und Rechnen beibringen.
SOLANGE DIE MOTIVATION VOM KIND AUSGEHT ist es wohl in Ordnung! Viele Eltern drücken ihren Kindern etwas auf's Auge wo sie noch gar kein Interesse für haben!! Das kann sich ins Negative wandeln: Wenn das Kind aus natürlichem Interesse andere Schwerpunkte hat und es zu einem Thema gedrängt wird wo es noch nicht bereit zu ist dann kommen schnell Frustrationen auf die sich dann eben für den Rest des Lebens negativ auswirken KÖNNEN!!!!