Frage von HorstKalauer, 61

Vorsteuer in EÜR als Ausgaben ansetzen?

Hallo liebe Community,

im Rahmen der Einkommensteuererklärung 2014 wurde im Zusammenhang mit meiner kleinen selbständigen Nebentätigkeit eine Vorsteuer festgesetzt.

Ich verdiene wirklich nicht viel mit meinem angemeldeten Gewerbe, es ist nur so nebenbei, aber das Finanzamt bestand darauf, dass die Vorsteuer zu zahlen wäre.

Meine Frage ist nun, wie diese Vorsteuer in der Einkommensteuererklärung 2015 berücksichtigt wird?

Bisher hatte ich immer einfach in einem separaten Schreiben Einnahmen und Ausgaben meines Gewerbes gegenübergestellt und den Gewinn aus der Differenz ermittelt.

Nun habe ich ja aber schon eine Vorsteuer bezahlt. Kann ich die auch als Ausgaben mit berücksichtigen oder wo genau muss ich die angeben?

Vielen Dank im Voraus!

MfG Horst

Antwort
von PatrickLassan, 43

Das ist keine Vorsteuer, das sind Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer. Diese Vorauszahlungen musst du nicht gesondert angeben, sie werden von der für das Jahr festgesetzten Einkommensteuer abgezogen.

Kommentar von HorstKalauer ,

Die zu zahlenden Vorauszahlungen sind auf dem Einkommensteuerbescheid angegeben. Also muss ich nichts weiter machen? Ich mache die Einkommensteuererklärung mit einer Software (WISO), da kommt irgendwas raus, was ich zurückbekomme. Die Software weiß aber nichts von der gezahlten Vorsteuer. Das wird dann wohl automatisch vom Finanzamt verrechnet?

Kommentar von PatrickLassan ,

Das Finanzamt rechnet die für ein Jahr geleisteten Vorauszahlungen auf die festgesetzte Einkommensteuer für das Jahr an.

Eigentlich müsste es auch eine Möglichkeit geben, diese Vorauszahlungen bei der von dir verwendeten Software einzugeben. Schließlich ist auch die Lohnsteuer nichts weiter als eine Art Vorauszahlung auf die Einkommensteuer.

Kommentar von HorstKalauer ,

Dann muss ich da noch mal nachschauen, wo ich die in der Software angeben kann. Danke dir.

Antwort
von Griesuh, 24

Diese Frage beantwortet dir, wenn die Art der Vorsteuer genauer benannt wurde, ein Steuerberater.

Unter Vorsteuer versteht man im gewerblichen Bereich, dass der gewerbetreibende z. B. monatlich oder einmal im Quartal die einbehaltene MwST an das Finanzamt ab zuführen hat.

Nutzt du jedoch die reglung nach § 19 UstG, so kbrauchst du keine MwST an das FA abzuführen, darfst aber auf deinen rechnungen auch keine MwST gesondert ausweisen.

Geht es um Einkommenssteuer, so wäre das die Einkommenssteuervorauszahlung.

Diese würde das FA automatisch mit deiner EkST Schuld gegenrechnen.

Als "Gewerbetreibender" sollte man das schon trennen können.

Kommentar von PatrickLassan ,

Es geht mit ziemlicher Sicherheit um die Einkommensteuervorauszahlung. Zitat:

im Rahmen der Einkommensteuererklärung 2014 wurde im Zusammenhang mit meiner kleinen selbständigen Nebentätigkeit eine Vorsteuer festgesetzt.

Antwort
von HMilch1988, 14

Hallo,

reden wir hier von der ,,Einkommensteuer-Vorauszahlung (halt mit Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer)", oder von der ,,Vorsteuer aus Lieferungen und Leistungen (im Rahmen der selbstständigen Tätigkeit)" ?

Kommentar von PatrickLassan ,

Zitat aus der Frage:

im Rahmen der Einkommensteuererklärung 2014 wurde im Zusammenhang mit meiner kleinen selbständigen Nebentätigkeit eine Vorsteuer festgesetzt.

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