Vorstellungstermin neuer GF beim Kauf der Firma - Was kann man fragen?

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1 Antwort

Vorgefertigte Fragen sind unbeholfen. Würde ich so nicht machen.

Sicher wird jemand etwas sagen, dass mit Eurer Zukunft - als Unternehmen und als Personen - zu tun hat. Das ist so ein Fall, wo man das gesagt kurz zusammenfasst und noch mal die Aussage konkretisiert: Sie haben angekündigt, dass es keine Entlassungen geben wird. Habe ich Sie da richtig verstanden?

Ansonsten finde ich 'Klärung offener Fragen' sehr Prozess geführt. Also auf das eigentliche Gesprächsthema bezogen.

Zu den von Dir entworfenen Fragen: Das ist eine Zwischenfrage. Mit welchem System arbeiten Sie denn gerade?

Die Frage der Form der Eingliederung ist natürlich vollkommen berechtigt. Sollte nur durch andere TOPs geklärt werden. Denn das hat ja eine zentrale Bedeutung für beide Seiten.

Wie sehen die Arbeitszeiten aus? Da würde ich die Krise kriegen, wenn so ein Thema kommt. Wenn ich für solche Dinge Verständnis habe, dann sage ich das selber an. Tue ich es nicht, weil noch Unklarheiten vorhanden sind, dann wäre für mich der/die FragestellerIn bereits als kleinkariert im Katalog.

Dabei sind das auch so Dinge, die sich fast von selber aufklären.

Ihr seid Sachbearbeiter. Sagt natürlich alles und nichts. Aber unter dem Punkt der Tagesordnung kann man dann schon auch mal an inhaltliches denken. Beispielsweise eine schon mal ins Gespräch gebrachte Verbesserung... Also Kundenbetreuung, Bestellannahme oder Verkauf. Sind drei Bezeichnungen. Halten viele für die gleiche Abteilung.

Sind aber ganz andere Tätigkeiten. Der Verkäufer soll aktiv auf den Kunden ein- und zugehen. Wir haben, brauchst Du? Interessiert Dich lieber Kunde... Sag mal fehlt Dir nicht? Planst Du nicht...

Die Bestellannahme wartet auf den Kunden und nimmt die Zahlen auf. Im eigentlichen Wortsinn würde die nicht mal fragen, ob was fehlt. Aber das ist natürlich eine Feinheit, die die Bestellannahme nicht zum Verkauf macht.

Bei dem Wort Kundenbetreuung ist das dir Frage: Wie durchgängig wäre man z.B. in dem Bereich Ansprechperson für die Kunden?

Da kann man auch wirklich fragen: Gibt es Tendenzen hier die Organisation in Zukunft zu verändern?

Wenn Ihr Euer Interesse im Gespräch zeigen wollt: Lasst Formulierungen weg, die man zwangsläufig schnell erledigt. Welches ERP-System? Da kommt eine kurze Liste von Programm-Tools und Versionen. 'Wir nutzen ganz gerne .... für unsere Arbeit. Ist das bei Ihnen hier auch so beliebt?' Oder 'es wurde vorhin klar gestellt, dass Sie hier mit diesem oder jenem Programmteil arbeiten. Der wird bei uns ja nicht oder nur oberflächlich benutzt. Wie hoch schätzen Sie da die Chance, dass wir uns selber einarbeiten? Oder wird es extra Schulungen geben müssen?'

Redet Eurem Gegenüber lieber nach dem Mund. Kosten runter und Umsatz hoch, das ist die Gesprächsrichtung. Alles andere macht unsympathisch. Jedenfalls Euch. Es sei denn Ihr wärt der Betriebsrat. Dann interessiert aber auch nicht, dass Ihr Sachbearbeitungsfunktionen erfüllt.

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