Frage von nike1983, 16

Vorstellungsgespräch nach ver. bed. Kündigung?

Hallo zusammen,

nach der ersten Bewerbung prompt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Stelle auf max. 75% Prozent ausgelegt, ich habe in meiner Mail nett nach 100 % gefragt, auch das machbar, kommt auf das Vorstellungsgespräch an. Die suchen wohl dringend, man hat mich wissen lassen, dass die Einstellung zeitnah erfolgen kann. Bin erst seit März 2016 arbeitslos und habe noch kein Zeugnis vom vorherigen AG - was auch besser so ist. Habe aber im Mailtext erwähnt, dass Ich es noch nicht habe aber nachreichen kann / werde.

Mein vorheriger AG wollte mir diverse Diebstähle in die Schuhe schieben, die ich nicht begangen habe, meine Anwältin konnte das auch abblocken. An einem geringwertigen Diebstahl / Unteschlagung bin ich aber dennoch beteiligt - 20€ - deswegen die Kündigung - dumm ich weiß.

Mit einer Einladung zum Gespräch hat man schon mal einen Fuß in der Tür und der Arbeitsplatz ist sogar bei mir um die Ecke.

Wie würdet ihr mir dem Kündigungsgrund im Gespräch umgehen, wenn ihr drauf angesprochen werdet? Natürlich sollte man ehrlich sein aber ich habe 20€ eingesteckt kommt auch nicht gut. Wenn die Leute dort passen würde ich den Job schon gerne bekommen aber dieser Makel macht mir Sorgen. Es kommt bestimmt nicht wieder vor, meinen Job habe ich drauf und es muss doch eine Lösung geben.

Könnt ihr mir behilflich sein ? LG

Antwort
von Hamsterking, 7

Es ist heutzutage möglich sich sein Zeugnis selbst zu schreiben. Du kannst mit deinem Unternehmen absprechen und denen ein eigenformuliertes Zeugnis abgeben, was deiner Meinung nach zutreffend ist.

Beim Gespräch solltest du damit begründen, dass das Unternehmen oder dein Team nicht zusammengepasst hat und es zu viele Probleme gab, die zu ständigen Missverständnissen geführt hatten, sozial als auch material. Und damit du kein Problem mit dem Jobcenter bekommst, hast du dein Unternehmen gebeten, dich zu kündigen (bei Selbstkündigung gibt's kein Arbeitslosengeld).

Die 20€ werden, soweit ich weiß, eigentlich nicht erwähnt im Zeugnis. Wenn doch, dann kannst du jederzeit das Zeugnis ablehnen und ein neues verlangen.

Am besten nur kurz ansprechen und dann sofort Themen wechseln wie:

"Ich habe aufgehört, weil mein altes Unternehmen keine geordnete Organisation hatte und Mitarbeiter sich für Aufgaben zuständig fühlten, aber bei Fehler die Schuld anderen in die Schuhe geschoben haben. Mit solch einer Arbeitsweise war es schwer für mich zu bleiben, daher entschloss ich das Unternehmen zu wechseln. Wie ist es bei Ihnen organisiert? Haben Sie feste Teams?"

So in der Art halt ^^

Kommentar von nike1983 ,

Danke. Das liest sich immer nur so leicht. Ich will mich ja in nichts verrennen oder mit meiner Aussage evtl dafür sorgen, dass die dann noch mehr fragen. Wie macht man es am einfachsten?

Kommentar von Hamsterking ,

Na du musst der Frage ausweichen. Wenn sie fragen "Was genau ist da passiert?", solltest du antworten mit "Es war ein großes Missverständnis zwischen einem Kollegen und mir, hat aber nichts mit meiner Arbeitsweise zu tun gehabt, denn ich erledige meinen Job einwandfrei".

Du bist nicht gezwungen Stellung zu nehmen oder ins Detail einzugehen, denn du könntest jederzeit mit "Naja, es ist sehr unternehmensbezogen und darüber darf ich keine Auskunft geben. Ich kann Ihnen aber versichern, dass es nur zwischenmenschliche Missverständnisse waren".

Antwort
von spoceg, 10

Auf keinen Fall, ich würde darauf bestehen, dass der Vorfall nach wie vor ein Missverständnis war. Als Arbeitgeber würde ich die Bewerbung sofort verwerfen wenn ich sowas mitbekommen würde.

Strategisch würde ich an deiner Stelle aber auf jeden Fall versuchen das Thema zu meiden beim Gespräch.

Sag dir wurde aufgrund von zwischenmenschlichen Vorfällen gekündigt. Wenn sie genauer darauf eingehen wollen ist Schauspielerisches Talent gefragt. Erzähl ihnen, dass etwas weggekommen ist und da du mit deinem Chef ohnehin schon Schwierigkeiten hattest wurdest natürlich du beschuldigt.

(Oder irgend sowas)

Die ganzen Internet White-Knights werden mir dabei zwar nicht zustimmen, aber der Arbeitsmarkt ist hart. Da zählst nur du.

Ich weiss nicht mal ob in einem Arbeitszeugnis sowas drin stehen darf wie, dass man geklaut hat. In einem Arbeitszeugnis dürfen eigentlich nur positive Dinge stehen, egal was man getan hat. Notfalls gib das Zeugnis deinem Anwalt und lass dich beraten.

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