Frage von Paazak, 89

Vorruhestand durch mindere Sehkraft?

Hallo, Mein Vater ist 58, und ist ziemlich auf. Er hat Jahre lang bei einem Unternehmen gearbeitet. Dieses hat jedoch zu gemacht. Auf seiner neuen Arbeitsstelle fühlt er sich total überfordert und findet nichts anderes. Heute wurde ihm von seinem Chef eine Kiste gegen die Brust geworfen mit der Begründung: "Er solle schneller Arbeiten". Er hat auf einem Auge noch 10% und auf dem anderen 30% Sehkraft (grüner Star), kann also kaum eine Zeitung MIT Brille lesen. Gibt es Möglichkeiten auf einen Frühzeitigen Ruhestand? Leider ist er auch ein halber Alkoholiker, 2-4 Bier an jedem Abend und ein Raucher. Die Familie ist am verzweifeln. Mein Vater ist sehr konservativ und nimmt wirklich nicht gerne Hilfe von außen an. LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerHans, Community-Experte für Rente, 51

Er kann jederzeit einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Die Rentenversicherung wird ihm dann eine Reha anbieten. Bei dieser Rehamaßnahme wird er auf seine Erwerbsfähigkeit hin untersucht. Kann er nur noch weniger als 3 Stunden täglich IRGENDEINE Arbeit ausüben, bekommt er die Erwerbsminderungsrente.

Bei weniger als 6 aber mehr als drei Stunden täglich ergäbe die halbe em-Rente

Antwort
von Welux, 40

Wenn er keine Hilfe von Außen möchte, muss er sich darum selbst kümmern. Selbstverständlich gibt es bei Behinderung Möglichkeiten in den Vorruhestand. Nennt sich übrigens Frührente wenn man aus körperlichen Gründen das Arbeitsleben beendet. Mein Vater hat ebenfalls aufgrund einer psychischen Erkrankung (paranoide Schizophrenie) aufgehört zu arbeiten weil er sich nach seinem letzten Schub (die bekommt er ca alle 10 Jahre) nicht mehr ganz erholt hat. 

Er kann sich erstmal krankschreiben lassen weil er arbeitsunfähig ist und eine Zeitlang Krankengeld bekommen, das kann man dann so aufbauen, dass das Krankengeld (ist zeitlich begrenzt) nahtlos in die Frührente übergeht.

Kommentar von DerHans ,

"Das nennt man Frührente"

Den Begriff gibt es in der RV überhaupt nicht. Hier wäre eine Erwerbsminderungsrente möglich. 

Das prüft und entscheidet aber alleine die Deutsche Rentenversicherung

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