Frage von alyoshaemmerich, 84

Vornamensänderung / Vorname belastet im Job u.a. Standesbeamtin sieht keine Aussicht auf Erfolg?

Hallo,

ich wollte meinen Vornamen ändern lassen von Alyosha auf Alexander. Ich bin in Deutschland geboren. Der Grund ist, dass der Name oft falsch ausgesprochen wird, nicht ausgesprochen werden kann oder auch im schriftlichen Mailverkehr ich oft als Frau angeschrieben werde. Ich muss mich öfter für den Namen erklären und auch für die Schreibweise(eine russiche Sängerin wird so geschrieben z.B.) Ich bin in Deutschland geboren und habe nur deutsche Wurzeln. Die Namenswahl trafen meine Eltern weil er ihnen gefallen hat.

Die zuständige Standesbeamtin meinte ich brauche gar nichts einzureichen, weil der Antrag eh abgelehnt wird. Was haltet ihr davon? Kann ich etwas tun um mein Anliegen umzusetzen?

Antwort
von aetnastuermer, 8

Dein Problem ist in der Tat ein Grenzfall: Zum einen haben deine Eltern eindeutig den Namen in dieser Schreibweise gewählt, zum andern hast du damit im täglichen Leben Probleme.

Wenn die zuständige Standesbeamtin eine Namensänderung ablehnen will, du aber partout dies willst, stelle offiziell einen Antrag dazu. Du solltest dann die Begründung dazu schriftlich formulieren, indem du alle deine Beweggründe abschließend aufführst. Darauf muss die Standesbeamtin reagieren und dir einen schriftlichen Ablehnungsbescheid mit Begründung und Rechtsmittelbelehrung zukommen lassen. Die Kosten für den Ablehnungsbescheid sind ein Bruchteil dessen, was die Namensänderung kosten würde.

Du kannst dann bei der darin genannten Stelle Widerspruch einlegen, das ist je nach Größe der Stadt oder des Bundeslandes die Aufsichtsbehörde (Landratsamt) oder das Regierungspräsidium. Dort wird dein Fall erneut geprüft - und das Ergebnis kann anders aussehen!

Antwort
von FragenRatgeber, 34

Hallo,

bist du volljährig? Bleib hartnäckig dabei und ziehe ggf. einen Rechtsanwalt für Namensrecht hinzu. Ich denke dass die Zustimmung mit der Begründung steht und fällt.

Kommentar von alyoshaemmerich ,

ja ich bin volljährig.

Antwort
von Gerneso, 57

Ich sehe da eigentlich keine Probleme. Wichtig ist nur die Begründung.

Ich kenne eine Person die den unsäglichen Namen "Dietlind" im Pass stehen hatte. Sie liess sich immer nur Linda nennen und hat dann auch so begründet, dass dieser Name der Name sei unter dem man sie kennt und den man mit ihr verbindet.

Sie konnte problemlos den Namen von "Dietlind" auf Linda ändern lassen und hatte dann offiziell auch diesen Namen im Ausweis.

Antwort
von Lexa1, 33

Wenn die Beamtin solche Vorurteile hat, hat es fast keinen Zweck. Aber den Antrag solltest du trotzdem einreichen. Eventuell reicht ja eine gute und ausreichende Begründung dafür. Notfalls kann man auch noch mit dem Vorgesetztem der Angestellten reden.

Übrigens kenne ich auch jemand mit dem Vornamen, allerdings eine Frau. Der Name ist eindeutig weiblich, schon alleine durch das " a " . Wäre eventuell auch eine Begründung, da durch den Namen eindeutig das Geschlecht bestimmt werden soll. Jedenfalls laut Gesetz. Es gibt aber auch Ausnahmen. ( französische Namen, italienische Namen )

Kommentar von PatrickLassan ,

Der Name ist eindeutig weiblich, schon alleine durch das " a "

Der Name ist eine Koseform von Alexej bzw. Alexander und ursprünglich eindeutig männlich.

http://www.vorname.com/name,Aljoscha.html

http://www.baby-vornamen.de/Jungen/A/Al/Aljoscha/

Kommentar von alyoshaemmerich ,

und die Schreibweise mit "y" und "sh"? Ist diese Schreibweise des Vornamens auch eindeutlich männlich?

Kommentar von Amtsschimmel25 ,

Was denn nun? Beamte oder Angestellte. Der Vorgesetzte kann da auch nichts machen, da Standesbeamte genauso wie Richter und Notare nicht Weisungsgebunden sind. Wenn der Standesbeamte der Meinung ist, dass er diese Amtshandlung nicht durchführen kann oder darf, ist er lediglich verpflichtet dir einen entsprechenden Bescheid hierzu zukommen zu lassen. Damit kannst du beim Amtsgericht Klage einreichen und wenn dieses dann den Standesbeamten anweisen sollte deine Namensänderung durchzuführen, dann muß er es machen.

Antwort
von Tarsia, 55

Probieren geht über studieren würde ich behaupten. Probier es aus, mehr als eine Ablehnung kann es nicht geben :)

Kommentar von alyoshaemmerich ,

die zuständige Standesbeamtin, die den Antrag ja bearbeiten wird hat gesagt ich soll keinen Antrag einreichen.

Kommentar von FreakySmiley ,

Mit welcher Begründung?

Kommentar von alyoshaemmerich ,

Die genannten Gründe sind nicht ausreichend für eine Änderung, da der Name nicht anstößig ist.

Kommentar von Tarsia ,

Einschicken kannst du es trotzdem und sonst gelobt es bestimmt eine höhere Instanz an die du dich wenden kannst

Antwort
von NaiMeex3, 35

Traurig dass es solche Auswirkungen hat Oo ich find den Namen Ultra cool :0 noch nie gehört diesen namen.
Aber wie schon viele hier gesagt haben, einfach probieren. Viel Glück!

Antwort
von Katzenreiniger, 31

Mal ehrlich, steh da doch drüber. Wenn Gesprächsparner/Mailpartner zu dumm sind, diesen Namen zu schrieben oder auszusprechen, ist das deren Problem. So kompliziert ist dein Name doch auch wieder nicht und er klingt doch gut!

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