Kann jede Uni selbst entscheiden wie viele Studenten sie zulässt, oder entscheidet das der Staat? Ich dachte immer es gibt Auswahlverfahren um eine solche Überfüllung zu vermeiden. Ist das eine Kostenfrage, dass so was geduldet wird?
Hier eine Antwort : http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/471394/
Die Antwort bzw. der von Bruno genannte Link ist sehr interessant und lesenswert. Darf ich aus eigener Erfahrung ergänzen? Als ich vor 40 Jahren studierte, war die Situation genauso(!!!). Das Phänomen hat also nicht nur mit Kapazitätsverordnungen, sondern auch mit Bildungspolitik allgemein zu tun. Wie wir damals verfahren sind? Wenn ca. 200 Leute an einem Seminar oder einer Vorlesung teilnahmen, haben wir zumindest im Seminar Untergruppen mit Tutoren gebildet, so dass "überschaubare" Gruppen (ca. 20 Personen) zustande kamen, die sich räumlich verteilt und gemeinsam gelernt haben. Im Plenum fand dann zeitweilig die Auswertung der Gruppenarbeit statt. Vorlesungen habe ich häufig auf der Fensterbank verbracht und dort das Wichtigste in der Kladde notiert. Ob die Maßnahmen zur Abhilfe dieser Situation in dem von Bruno genannten Artikel tatsächlich greifen, bezweifle ich. Organisiert Euch selbst, liebe Studenten, arbeitet in den Hochschulgremien mit und sorgt dafür - wie wir damals - , dass solche unmöglichen Zustände an den Unis abgeschafft bzw. zumindest abgemildert werden!