Vorladung von der Polizei. Ladendiebstahl. Was kommt auf mich zu?

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6 Antworten

Du musst nicht selber Aussagen. Die Polizei will den Fall nur aufnehmen. Es wird evtl. an die Staatsanwaltschaft gegeben und die entscheidet ob sie die Sache weiter verfolgen will. Die Polizei will erstmal nur aufklären. Trotzdem musst du dich hier nicht selber belasten. Soweit ich weiß, raten auch die meisten davon ab bei der Polizei eine Aussage zu machen.

Doch ab hier sollte jemand weitermachen der mehr von Jura versteht als ein Autodidakt.

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Kommentar von Relax991
04.02.2016, 15:15

also sollte ich hingehen und gestehen aber mehr nicht? Danke für deine Antwort :) Wie sieht es aus mit Sozialstunden? :(

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Kommentar von Relax991
04.02.2016, 15:25

Achso ok also ich wurde das erstmal erwischt und wenn ich sage "ja Ich habe es getan" reicht das?

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Kommentar von Relax991
04.02.2016, 15:26

Ich wurde auf frischer tap ertappt und deswegen werd ich auch nicht lügen .. Würd ich auch sonst nicht machen

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Kommentar von Relax991
04.02.2016, 15:38

OK dann werde ich wohl die fragen beantworten .. Was wenn er fragt Haben sie schonmal geklaut? soll ich dann lieber nein sagen?

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Scheibenkleister bauen, und jetzt geht die Muffe? Ist dir hoffentlich eine Lehre. Die anderen male scheint es wohl "gut gegangen" zu sein. Jetzt wurdest du Erwischt. Wenn du jetzt nichts daraus lernst, sieht deine Zukunft schwarz aus.

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Kommentar von Relax991
06.02.2016, 22:40

ich habe wirklich daraus gelernt und werde es nicht wieder tun

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Zu allererst: Ja, du solltest es wirklich nie wieder machen.

Es geht bei dieser Vorladung nur um dieses Mal, bei dem du erwischt worden bist.

Also erzähl denen auch nicht, dass du das schon öfters gemacht hast, würde sich nachteilig auswirken.

Sie werden dich halt fragen wie das so abgelaufen ist, warum, wieso, weshalb. Erzähl denen dann einfach wie es war. Ich meine du bist ja erwischt worden.

Und dann werden, denke ich mal, Sozialstunden auf dich zukommen, da du erst 16 bist.

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Dich kann niemand zur Aussage zwingen, ebenso wenig, wie man deine Familienmitglieder zur Aussage gegen dich zwingen kann. Entscheidest du dich allerdings auszusagen, bist du, zumindest vor Gericht, verpflichtet die Wahrheit zu sagen. Die Polizeibeamten werden aber vermutlich nur deine Aussage aufnehmen, dass sie dich bitten, zu gestehen ist möglich, aber natürlich ebenfalls nicht verpflichtend.

Wenn du auf frischer Tat ertappt wurdest hilft ein Geständnis definitiv mehr als eine Lüge, schließlich beweist du bereits damit einen guten Willen.

Im Anbetracht deines Alters und der vergleichsweisen geringen Summe wird eine mögliche Strafe wohl nicht allzu hoch ausfallen, vielleicht ein paar Solzialstunden, oder eine Geldstrafe, aber das kann in deinem Falle wohl nur der Richter entscheiden.

Wenn du zusätzlichen guten Willen zeigen willst, schreibe dem Supermarkt eine Entschuldigung und biete Wiedergutmachung an.

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Kommentar von ichweisnix
06.02.2016, 22:40

. Entscheidest du dich allerdings auszusagen, bist du, zumindest vor Gericht, verpflichtet die Wahrheit zu sagen.

Als Angeklagter darf man lügen bis sich die Balken biegen. Das ist aber nicht unbedingt ratsam. Am besteten sagt man einfach nix.

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Kommentar von smilenice
06.02.2016, 23:21

Danke für den Hinweis, da hab ich wohl was mit dem Zeugen verwechselt ?! Tja, ich bin noch Volljurist, etwaige Fehler waren ein Versehen.

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Also aus Erfahrung kann ich sagen werden die dich nicht zwingen etwas zu sagen

Dir werden deine Rechte gesagt
Ansonsten ist die vorladungs Akte nicht rechtskräftig

In den meisten Fällen, in denen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, will die Polizei den Beschuldigten sehen, um ihn zu vernehmen. Wie reagiert man am besten auf so eine polizeiliche Vorladung?

Im Grunde unterscheiden sich die Rechte des Beschuldigten bei einer Vorladung nicht von denen, die er bei einer schriftlichen Anhörung hat. Deswegen auch hier der dringende Hinweis:

Schweigen und Verteidiger konsultieren.

Der Polizei ist viel daran gelegen, daß Sie auf der Dienststelle erscheinen und sich dort befragen lassen. Deswegen sind die Vorladungen auch entsprechend formuliert. Davon sollten Sie sich jedoch nicht beeindrucken lassen: Sie sind nicht verpflichtet, einer polizeilichen Vorladung zu folgen, also sollten Sie niemals ohne Verteidiger oder zumindest nicht ohne vorherige anwaltliche Beratung zur Polizei gehen.

Reihenfolge:

Zunächst einmal gilt auch hier (wie bereits bei der Anhörung ausgeführt): Solange Sie die Inhalte der Ermittlungsakte nicht kennen, bleibt Ihr Versuch, sich zu erklären, eine höchst gefährliche Verteidigung ins Blaue. Sie können nicht wissen, aus welcher Richtung, mit welchen Mitteln und mit welcher Intensität der „Angriff“ geführt wird. Also: Erst die Akteneinsicht, dann erst die Stellungnahme. Niemals in der umgekehrten Reihenfolge.

Filter:

Es gibt einen weiteren, ganz wichtigen Grund, sich grundsätzlich nicht durch einen Polizeibeamten vernehmen zu lassen. Lassen Sie mich das an einem ganz einfachen Beispiel erläutern.

Ausgangssituation:

Der Vernehmungsbeamte stellt Ihnen eine Frage, die Sie beantworten möchten. Sie denken nach.

Filter Nummer 1:

Die Gedanken, die Sie denken, werden sich unterscheiden von den Worten, die Sie sprechen. Denken kann der Mensch schneller als sprechen. Es gehen also Informationen verloren.

Filter Nummer 2:

Der Polizeibeamte hört, was Sie sagen. Aber er versteht es teilweise nicht, teilweise auch anders, als Sie es gemeint haben. „Missverständnis“ ist das bezeichnende Wort dafür.

Filter Nummer 3:

Das Verstandene muss der Polizeibeamte nun in Worte formulieren. Auch hier werden Gedanken in Sprache  umgewandet, mit denselben Risiken und Nebenwirkungen wie beim Filter Nummer 1.

Filter Nummer 4:

Die Worte muss der Beamte nun in die Schriftsprache übersetzen und in eine Schreibmaschine tippen in einen Computer eingeben. Bei der Umwandlung der gesprochenen Sprache in die geschriebene wird erneut der Sinn verändert.

Filter Nummer 5:

Das Ergebnis der Vernehmung wird zunächst vom Staatsanwalt  gelesen. Er wird sich aus dem geschriebenen Text seine Gedanken machen.

Ergebnis:

Glauben Sie immer noch ernsthaft, dass die Gedanken, die Sie sich vor dem ersten Filter gemacht haben, mit den Gedanken des Staatsanwalts noch etwas zu tun haben? Berücksichten Sie, dass dieses Beispiel von einem ehrlichen und im Ergebnis offenen Ermittlungsbemühen der Polizei und der Staatsanwaltschaft ausgeht. Es sind andere Varianten der Fragestellung und Antwort-Protokollierung denkbar.

Ratschlag:

Teilen Sie Ihre Gedanken einer Person mit, der Sie vertrauen können, die Ihre Interessen vertritt, und die weiß, wie und wohin die Gedanken eines Staatsanwalts gehen. Der Strafverteidiger wird Ihre Gedanken in Worte fassen, deren Wirkung er kennt. Oder er wird Ihnen raten, diese Gedanken besser für sich zu behalten.

Wenn Sie einen Verteidiger nicht bemühenmöchten, dann schweigen Sie besser. Aber setzen Sie sich niemals (freiwillig!) der Vernehmung durch einen professionellen und gut ausgebildeten Fragesteller aus. Denn sonst laufen Sie Gefahr, daß Sie einen Verteidiger beauftragen müssen.

Gruß, spectre007
Hoffe ich konnte helfen ;-)

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Kommentar von Relax991
04.02.2016, 21:29

alles erstmal verarbeiten :o Ok ok also die Vorladung ist diesen montag und ich muss da ja hingehen .. Werden die mich da sofort befragen oder kann ich das verweigern indem ich sag z.B. "Ich möchte mich dazu nicht äußern sondern es in der Vergangenheit lassen" ? Ich weiß das die meine Personalien wollen und werden sie mich dann befragen?

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Kommentar von Relax991
04.02.2016, 21:30

Muss ich dann auch die Tat gestehen? Oder sitz ich da im Zimmer und die fangen an mich zu befragen?

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Kommentar von Relax991
04.02.2016, 21:32

fangen die einfach an zu fragen oder fragen die mich erst ob ich Fragen beantworten will? Sollte ich dann nein möchte ich nicht sagen?

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Kommentar von Spectre007
04.02.2016, 23:00

also die werden dich bzw sie müssen dich fragen ob du eine Aussage machen möchtest, solltest du mit ja antworten, so steht dir frei zu einzelnen Frage nicht zu antworten --bei mir war es so, das sie mich gefragt haben, ob ich das was mir vorgeworfen wurde getan hatte, das bejahte ich und dann sollte ich den tathergang schildern natürlich können da auch seitens der Polizei einzelne Fragen, aber Angst davor musst du nicht haben. klar kann es unangenehm sein, jedoch gibt dir die Polizei die Möglichkeit dich zu dem Vorwurf zu äußern, das kannst du auch mit einem Anwalt machen. darauf muss dich die Polizei auch drauf hinweisen. Du musst aber keine Aussage machen wenn du nicht willst, jedoch kann sich das im Strafverfahren strafmildernd auswirken. Es ist dir selbst überlassen, MfG spectre007 bei weiteren Fragen einfach melden

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Muss ich aussagen?

Nein.

Und wenn ja ist das gut ?

Nein. Aussagen ist extrem schlecht.

Deswegen werden die sicher fragen ob ich das schonmal getan habe und wie oft ... was soll ich dan sagen?

Das sie sich nicht zur Sache äußern.



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