Frage von Hailali, 72

Vorgestäuschte Straftat womit habe ich zu rechnen?

Hallo 

Es sieht so aus dass ich im dunkeln mit dem Fahrrad gefahren bin(Licht an) und mir ein Pkw auf der falschen Straßenseite entgegen kam, sodass ich ausweichen musste. Ich bin gefallen und das Fahrrad ist kaputt und das Knie verletzt. Als ich fünf Minuten später mit meinem Vater an den Unfallort zurückgefahren bin haben wir eine Schramme an dem Auto bemerkt, das dort geparkt hat und haben deswegen dem Besitzer Bescheid gesagt und die Polizei gerufen. Die hat dort alles untersucht und beschuldigt mich in das Auto reingefahren zu sein, woran ich mich aber garnicht erinnern kann. Jetzt habe ich eine Anzeige wegen einer vorgetäuschten Straftat am Hals und wüsste gerne was als 16 jährige so mich zu kommen kann. (es waren keine Drogen oder sonstiges im Spiel)

Antwort
von sunamor24, 26

Wie kommt man auf das Vortäuschen einer Straftat? Hä?

Du bist Minderjährig und hast Deinen Vater geholt. Richtig. Alles habt ihr doch richtig gemacht.

Eigentlich hat der PKW-Fahrer, der falsch fuhr und Deinen Sturz verursacht hat, eine Straftat begangen, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.

Anders, wenn tatsächlich kein Auto da angefahren kam, und Du selbst, warum auch immer, in das andere Auto reingeknallt bist. Dann hättest Du eine Falschaussage gemacht. Das wird bestraft. Aber die Polizisten dürfen dass nicht so behaupten. Es sei denn, es sind Zeugen da, die gesehen haben, dass Du hier mogeln willst.

Antwort
von casala, 35

§ 145d des Strafgesetzbuches lautet:


(1) Wer wider besseres Wissen einer Behörde oder einer zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Stelle vortäuscht,

1. dass eine rechtswidrige Tat begangen worden sei oder
2. dass die Verwirklichung einer der in § 126 Abs. 1 genannten rechtswidrigen Taten bevorstehe,
    - wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 164, § 258 oder § 258a mit Strafe bedroht ist.

(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen eine der in
Absatz 1 bezeichneten Stellen über den Beteiligten 1. an einer
rechtswidrigen Tat oder 2. an einer bevorstehenden in § 126 Abs. 1
genannten rechtswidrigen Tat zu täuschen sucht.


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