Frage von tomBuB, 110

Vorgehensweise Abstinenz - nur THC oder auch Alkohol - MPU?

Hallo Community, Es ist passiert. Ich wurde mit Cannabis (3,2 ng/ml aktiver Wert/ 26,5 ng/ml Abbauprodukt) am Steuer erwischt. Ich bekam eine Geldstrafe von 700 EURO und nach ca. 3 Monaten auch einen netten Brief von der zulässigen Führerscheinstelle. In diesem Brief heisst es, ich wäre nicht mehr in der Lage meinen Konsum vom Führen eins KFZ's zu trennen(aufgrund des hohen aktiven Wertes.) und das mir mein FS entzogen wird. JUHUU! Nun muss ich an einem Abstinenzverfahren teilnehmen, was ich an sich gar nicht so schlimm finde. (Bin eh nicht so der Suchttyp.) Was ich aber schlimm finde ist die mangelnde Aufklärung bezüglich der Vorgehensweise. Es gibt zwei Versionen des Abstinenzprogrammes. Nämlich 6 und 12 Monate. Ich gehe stark davon aus das ich nur 6 Monate brauche, da mein passiver Cannabiswert vergleichsweise doch etwas niedrig ist, zum Glück! Ausserdem verriet TÜV Sued indirekt auf der Homepage, das 6 Monate die Regel sind. Nun wäre meine erste Frage liege ich richtig? Mein zweites Anliegen ist das ich leider einmal etwa zwei Monate nach dem Cannabis Vorfall auch stark alkoholisiert (1,9 Promille)auf einer Faschingsparty von der Polizei aufgelesen wurde, und ich dummerweise die Beamten mehrfach beleidigte, bis mich meine Eltern abholten und ich eine schöne Anzeige wegen Beamtenbeleidigung bekam. Dieser Vorfall wurde auch zu der Führerscheinstelle geschickt, sodass in dem Schreiben auch vermerkt war, dass ich auch schon einmal wegen Alkohol aufgefallen bin. Bedeutet das jetzt unter der Blume, das die Führerscheinstelle bzw. die MPU eine Alkoholabstinenz mitverlangt? Oder wäre das nur so wenn ich im Strassenverkehr mit Alkohol aufgefallen wäre. Wieso schreiben sie das nicht einfach mit in den Brief? Man man man.. Da ich wirklich aufgeschmissen bin, suche ich nach Vorschlägen zu der Rangehensweise meiner Abstinenz von Personen, die wissen was sie schreiben. Und zu einem Verkehrstherapeuten möchte ich auch nicht gehen, da es mich gleich hunderte Euros kostet, ein paar Fragen beantwortet zu bekommen. DANKE. Liebe grüsse

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nancycotten, Community-Experte für MPU, 57

Hallo tomBuB,

in deinem Fall würde ich dazu raten dich mal im "Verkehrsportal" anzumelden, dort erhältst du sicher kompetente Antworten auf deine Fragen.

Gruß Nancy

Antwort
von Bley1914, 5

Also sei doch mal ehrlich zu dir selbst, du würdest von einem Führerschein-

in Inhaber dies lesen (Beamtenbeleidung gibt es nicht = Entweder Angriff

oder Beleidigung von Vollstreckungsbeamten) würdest.

In der Regel scheint es so zu sein (nach Sachlage) das du ungeeignet bist

ein Fahrzeug zu führen. Fakt. Du wirst beides machen müssen, ggf. zusammen bei der MPU.

Rat. Geh mit Kopf unterm Arm freundlich und nett zur Führerscheinstelle

beichte, sag komplett die Wahrheit. (du brauchst natürlich nichts sagen was lange her ist und keiner weis.) und frag wie du am besten aus dem Schlamassel rauskommst.  Auch da sind nur Menschen.

Wenn der/Sachbearbeiter fragen. was WÜRDES DU DEN TUN UM DEN

FÜHRERSCHEIN WIEDER ZU BEKOMMEN? Antworte nie =alles.

Dass bedeutet lügen, mogeln pp.

Dann sag : vieles aber nicht alles. Die Innere Einstellung hat sich bei mir

geändert.  Melde dich mal wieder. Solltest du aus dieser Gegendkommen

habe ich noch ein paar Tipps.

 

Viel Glück´.

Mit freundlichem Gruß aus dem Oldenburger Münsterland

Bley 1914

 

Antwort
von Sauperle, 79

Das ist aber eine sehr üble Situation für dich. Kann dir nur mein Gefühl zu deiner Frage sagen, schätze eher 12 Monate.

Aber ich schätze auch, dass du gut dazu in der Lage bist, deine auferlegten Plichten zu erfüllen. Das lese ich aus deinen Formulierungen heraus.

Du bist aber keineswegs ein schlechter Mensch, es hatte dich nur jeweils etwas überfordert und das werden andere noch verstehen lernen müssen.

Antwort
von Hefti15, 50

Es wird ja überprüft, ob du geeignet bist, ein Fahrzeug zu führen. 

Selbstredend wird z.B. unterschieden, ob du nun z.B. betrunken Auto fährst oder ob du auf einer Faschingsparty betrunken "angetroffen" wirst. Der erste Fall hätte ja dann direkte Konsequenzen.

Wenn du nun zur MPU musst, dann wird da ja u.a. geschaut, welche "legalen bzw. illegalen Drogen" konsumierst du, in welchem Umfang und wie reagierst du darauf.

Es wird an dir sein zu erklären, warum du "geeignet" bist, sowohl einen Führerschein zu haben, als auch Alkohol zu trinken (wenn du nicht fährst). Da wird sich die Frage stellen, ob man dir vertrauen kann.

Weiterhin wird sich die Frage stellen, weshalb du "überhaupt" Drogen konsumierst bzw. wie weit du dich selber einschätzen kannst. Weil einmal Kiffst du und fährst dann Auto (Straftat), einmal trinkst du und beleidigst Polizisten (Straftat).

Also unabhängig davon, ob der eigentliche Konsum nun strafbar war, stellt sich ja bei dir die Frage, ob du überhaupt fähig bist, deine Reaktion auf den Konsum selber einzuschätzen bzw. ob dir dies jemand glaubt.

Überspitzt formuliert, wer kifft und Auto fährt, sich dann betrinkt und Beamte beleidigt, warum soll man den glauben, dass er in Zukunft z.B. nicht mehr kifft bzw. dass wenn er trinkt, sich nicht mehr hinters Steuer setzt? Weil offensichtlich ist es so, dass du mit "Drogen" nicht umgehen kannst - Konsum führt zu Straftaten (Nochmals, überspitzt formuliert!).

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