Frage von gluecksritter7, 31

Vorgehen gegen Anwalt?

Hallo,

ich habe eine Frage zur PKH.

Mein RA hat für ein Verfahren gegen meinen ehemaligen Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht PKH beantragt, diese ist auch genemigt worden und an den RA gezahlt worden. In der dazugehörigen Insolvenzsache des ehemaligen Arbeitgebers, bei der ich als Gläubiger auch auftrete hat der RA keine PKH beantragt und mir eine Gebührenrechnung ausgestellt, die mittlerweile beim GV gelandet ist. Dieser verlangt jetzt eine Vermögensauskunft, da es mir nicht möglich ist, die RA-Rechnung zu begleichen.

Da ich mich selbst seit 2012 in einem Privatinsolvenzverfahren befinde, würde diese Massnahme des Anwaltes und des GV´s meine Restschuldbefreiung am Ende des Verfahrens vielleicht gefährden.

Was kann ich tun?

Antwort
von valvaris, 27

Wenn du mit dem Anwalt im Gespräch nicht klären kannst, was zu tun ist, dann ist die Anwaltskammer der nächste Ansprechpartner.

Die können zwischen dir und dem Anwalt vermitteln.

Kommentar von gluecksritter7 ,

Der Anwalt hat die Rechnung an GV abgegeben. Dieser versteht es auch nicht nach Schilderung des Sachverhaltes, kann aber nichts dagegen tun, da der RA sein Auftraggeber ist. Nun will Er die EV von mir, was evtl. meine Insolvenz gefährden würde.

Anwaltskammer habe ich mal nachgeschaut. Die dürfen nicht laut FAQ´s  

Überprüfung einer Gebührenrechnung, über die bereits ein gerichtliches Verfahren / Mahnbescheid anhängig ist

Ist wegen einer Gebührenrechnung bereits ein Verfahren vor Gericht anhängig, so kann und darf die Rechtsanwaltskammer nicht in dieses Verfahren eingreifen. Eine Überprüfung durch die Rechtsanwaltskammer ist in diesen Fällen nicht möglich.

Kommentar von valvaris ,

Dann bleibt nur noch, mit dem Anwalt zu sprechen, dass der das korrigiert oder die ganze Sache einem anderen Anwalt zu übergeben.

Bzw. kannst zu, auch wenn die Anwaltskammer selbst nicht eingreifen kann, mal nachfragen, ob die noch ne andere Möglichkeit sehen.

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