Frage von karin161066, 66

Vorarbeiter kündigt beim Arbeitgeber ohne mein wissen meinen minijob?

Ich habe seit einigen Jahren einen minijob bei einer grossen Halle in Hamm als Prospekt und Magazin verteilerin gemacht was mir auch sehr viel spaß gemacht hat und das Matwerial bekam ich immer nach Hause gebracht. Doch vor etwa 2 Monaten hat sich die Frau des Fahrers bei mir beklagt das Sie vom Arbeitgeber ab sofort weniger Geld auf die Hand bekommen würden ( Da beide Hartz4 - dürfen 100.- verdienen ) und ich das Material nun gefälligst selbst bei ihnen abholen soll ( Ca. 30 Kartons Magazine usw.) mit dem Fahrrad 8km entfernt weil sie es nicht mehr einsehen würde für andere die sachen umher zu fahren denn das würden sie nicht bezahlt bekommen. Ich Montags sofort in die Zentralhallen zum Chef gefahren und mit ihm darüber geredet worauf er sagte das das so natürlich nicht ginge und wir hatten uns darauf geeinigt das ich ab sofort die Ware in den Zentralhallen selbst abhole. Die Arbeit von diesem Monat haben die beiden anderen einfach selbst ausgetragen sodaß mir da schon mal 130.- fehlen diesen Monat. Aber der Hammer kommt jetzt erst, ich habe am Freitag eine email an den chef geschrieben wann ich die neuen Hammer Magzine abholen könnte worauf er mir dann geschrieben hat das Herr Mora.... ( Seit jetzt mit Vorarbeiter betitelt )..Iihm gesagt hat das er mit mir gesprochen hätte und ich ihm gesagt hätte das ich zum 31.8.16 kündige. Aber wir hatten bis Dienstag gar kein Telefon ( Wegen Providerwechsel ) und hier war er auch nicht gewesen also alles eine grosse Lüge aber ich bin meinen minijob los der mir so viel Freude bereitet hatte und das Geld konnte ich auch gut gebrauchen da ich nur eine Halbtagsstelle im Altenheim habe. Wie kann ich mich gegen diese Verleumdung wehren und habe ich eine chance an das verlorene Geld zu kommen ( AA vielleicht ).Ich vermute mal weil ich beim chef das mit dem Handgeld gesagt habe das da einige kalte Füsse bekommen haben und die mich loswerden wollen. Ich hatte 30 Kartons und für 2 Kartons hatte man 1 Std a 8,50.- Zeit die beiden anderen hatten fast 100 Kartons plus Plakate ect. also weit mehr als die 100.- die das AA erlaubt vielleicht ist das ja der Grund.

Hoffe das mir jemand helfen kann ...

Tja, bekam jetzt auch keine Magazine was wohl bedeutet das heute wirklich die Kündigung die Ich ausgesprochen haben soll im Briefkasten liegen wird.Somit fehlen mir nun 270.- Euro + die 25,50.- die sie mir unterschlagen haben im Juli.Am Ende werde ich wohl doch wieder den kürzeren ziehen denn mit meinem Teilzeitjob im Altenheim kann ich mir leider auch keinen Anwalt nehmen und überlegen müssen wie ich nun aus der Misere wieder rauskomme da das Geld ja fest für Rechnungen eingeplant war :-(

Danke an Euch alle für die vielen Antworten.

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Antwort
von Parhalia, 26

Sagen wir mal grundlegend folgendes :

So lange weder von Dir an den Arbeiteber, oder vom Arbeitgeber an Dich keine ordentliche und fristgerechte Kündigung IN SCHRIFTFORM übergeben wurde, so bist Du auch noch nicht gekündigt. Und wenn dann in Deinem Arbeitsvertrag sowohl Lage der Arbeitszeit ( feste Tage ) und Entlohnung pro Arbeitstag zu je xy Stunden klar und fest definiert waren, so muss er Dir den Lohn für diese Tage auch bezahlen. Denn Du bist aktuell NICHT gekündigt und vermutlich auch nicht "unentgeltlich freigestellt". ( was Dir gegenüber auch mitteilungspflichtig gewesen wäre )

Die zweite Sache ist die Zuverdienstgrenze / die Zuverdienstmöglichkeit bei Bezug von ALG II. Die "100 Euro" beziehen sich lediglich auf den Grund-Freibetrag, innerhalb dessen Grenzen dem ALG II - Empfänger der Verdienst nicht auf die ALG II - Leistung mindernd angerechnet werden. Was ab 100,01 - 800,00 Euro dann über den Freibetrag hinaus zuverdient wird, das wird zu 80% mindernd auf das ALG II angerechnet. Bei 400 Euro monatlich tatsächlich erzieltem Zuverdienst hätte ein ALG II - Bezieher daher 160 Euro zusätzlich für sich, und die ALG II - Leistung würde um 240 Euro gesenkt.

Man DARF daher auch mehr als 100 Euro Erwerbseinkommen haben, wenn man es der ARGE nur vorab mitteilt und anmeldet.

Gehe daher zu Deinem Chef ( nicht dem verlogenen Vorarbeiter, sondern zum "richtigen" Chef und kläre die Situation dahingehend, nie von Kündigung gesprochen zu haben und insbesondere auch nie eine SCHRIFTLICHE Kündigung übergeben zu haben. ( denn nur eine SCHRIFTLICHE Kündigung ist rechtlich wirksam )

In diesem Zuge klärst Du dann noch die Frage bezüglich der momentan ( möglicherweise ) noch ausstehenden Lohnzahlungen.

Kommentar von karin161066 ,

Danke schön, leider haben wir das nicht schriftlich was monatlich ausgetragen wird bei mir war es immer so das ich am Ende zwischen 110 - 150.- hatte, ich hatte meinen festen Bezirk wo ich die Magazine abgeliefert habe aber nicht schriftlich leider.Ich war ja beim chef gewesen und wir hatten ja abgemacht das ich die Magazine,Plakate usw. persönlich in der Zentralhalle abholen darf aber jetzt ist plötzlich alles anders bekomme keine Antwort auf mails und telefonisch geht keiner ran.Es ist als hätte der chef vor etwas Angst oder die beiden haben ihn in der Hand man kann ja nur spekulieren wieso und weshalb er sich plötzlich um 180 Grad gedreht hat.Ich habe jedenfalls neben meinem Hauptjob die Arbeit vom minijob immer gerne und korrekt gemacht und kann nicht verstehen wieso der Vorarbeiter und seine Frau mir praktisch das Geld weg nehmen können ohne Grund denn die haben sich ja geweigert mir das Arbeitsmaterial sprich die 30 Kartons mit den Hammer Magazinen vorbei zubringen und haben sie stattdessen selbst ausgetragen, 1 monat vorher haben sie mich ja auch um 3 std. betrogen die haben sie einfach bei sich auf den stundenzettel geschrieben das Geld hab ich auch nicht bekommen weil sie sagten das das AA ihnen das Geld abgezogen hätte.

Kommentar von Parhalia ,

Hier wird es dann rechtlich schon deutlich komlizierter, weil alles nur auf mündliche Absprachen und Vermutungen basiert. Darauf möchte ich jetzt aber auch nicht weiter eingehen, weil es DIR nicht hilft. ( vermutlich haben Chef und Vorarbeiter ja "Dreck am stecken", weil Arbeitsvergabe und Arbeitsausführung von diesen beiden Parteien nicht korrekt bei den jeweiligen Behörden angegeben und angemeldet wurden )

Vermute ich richtig, dass DU SELBST weder von der Arbeitsagentur noch von der ARGE / Sozialamt irgendwelche Leistungen aufstockender Art beziehst, sondern einzig und alleinig von Deinen Einkünften aus Lohn / Arbeit Deinen Lebensunterhalt bestreitest ?

Denn SO KÖNNTE die ganze Sache wohl Sinn ergeben, dass Du nun scheinbar "ausgebootet" werden sollst.

Hast Du denn irgend etwas schriftlich als Nachweis dahingehend zur Hand, was zumindest Deine vertraglichen Konditionen untermauern könnte ? ( Und wenn es nur Kontoauszüge sind...) . Denn "mündlich" wirst Du dort vermutlich keine Zeugen für Deine Angaben finden...

Kommentar von karin161066 ,

Ja nur von meiner Arbeit im Altenheim und vom Nebenjob von der Arbeitsagentur bekomme ich nichts.

Kommentar von karin161066 ,

Und Kontoauszüge und da waren in den letzten Monaten die summen fast immer gleich ca.130-150.- Euro und einmal sogar etwas über 200.-

Kommentar von Parhalia ,

Dann muss ich / müssen wir mal ganz VORSICHTIG vermuten, dass Dein alter Arbeitgeber eventuell auf "halblegal" umgeschaltet haben KÖNNTE und nun nach Möglichkeiten welcher Art auch immer sucht, um seinen eigenen Profit zu steigern.

Aber ganz deutlich hier gesagt : es ist nur eine VERMUTUNG

Ich würde mir einen neuen Nebenjob zu derart passender Zeit suchen, dass DU Deinen alten Nebenjob fristgemäss ( natürlich schriftlich ) ordentlich kündigen kündigen kannst, bevor Du einen anderen Nebenjob antrittst.

Spreche in Deinen neuen Bewerbungsgesprächen aber lediglich DEN Faktor an, dass Du nicht (Auto-) mobil bist und Dir nun Deine Kataloge ca. 8 KM entfernt erst mit dem Fahrrad abholen musst wegen betriebsinterner Umstrukturierungen.

Deswegen suchst Du nun eine andere Möglichkeit für einen Nebenverdienst für Deine Halbtagsstelle als Ergänzung.

Antwort
von Funfroc, 33

Hallo,

eine Kündigung bedarf der Schriftform. Damit sollte eigentlich alles gesagt sein. Das sollte dein Arbeitgeber auch selbst wissen.

LG, Chris

Edit: Weiterhin ist es ja schön, wenn andere einfach deine Arbeit machen... das Geld dafür musst du trotzdem bekommen. Wenn jemand deine Arbeit macht, ist das nicht dein Verschulden.

Kommentar von karin161066 ,

Danke schön für deine Antwort.Jetzt sind es ja schon 2 Monate wo ich nichts bekommen habe somit fehlen mir nun schon 270.- + die 25,50.- die sie mir geklaut haben.Bin ja mal gespannt heute ist ja der 31.8 wo die Kündigung die ich ausgesprochen hätte hier ankommen aber ich weiß immer noch nicht was ich nun tun soll denn einen Anwalt kann ich mir von meinem Halbtagsjob im Altenheim auch nicht leisten am Ende werde ich wohl den kürzeren ziehen.

Kommentar von Funfroc ,

Hallo,

soweit ich aus anderen Kommentaren gelesen habe, hast du keinen Arbeitsvertrag abgeschlossen... das war sehr blauäugig von dir.

Ich nehme an, dass daher auch kein Amt von deiner Anstellung dort weiß... du hast demzufolge schwarz gearbeitet. Wenn es gar keinen Vertrag gab, bedarf es natürlich auch keiner Kündigung, denn was nicht existiert, kann man nicht kündigen.

Das einzige was du hier noch machen kannst, ist deinem EX-Chef ans bein zu pinkeln, indem du Anzeige erstattest, wegen nicht-angemeldeter Beschäftigung. Hierzu solltest du aber Nachweise haben.

Ich vermute aber, dass es weder einen Gehaltsabrechungsbeleg gibt, noch dass dir das Geld überwiesen wurde. Regelmäßiger Geldeingang einer Firma wäre schon mal ein guter Anhaltspunkt für weitere Ermittlungen. Aber ich schätze, wer so arbeitet, zahlt bar.

Sorry, ich fürchte, mehr kannst du hier nicht machen. Zumindest wüsste ich nicht, was.

LG, Chris

Kommentar von karin161066 ,

Doch einen Arbeitsvertrag habe ich da steht nur nicht drinne was ausgetragen wird bzw. wieviel weil es ja immer unterschiedlich war durch die Plakate und Flyer nur die Hammer Magazine waren in den letzten Monaten immer die gleiche Menge gewesen.

Gestern hat der chef mir geantwortet:

Sehr geehrte Frau M......,

bitte entschuldigen Sie die späte urlaubsbedingte Rückmeldung.
Ich werden mich morgen der Sache annehmen und prüfen ob wir noch Bedarf haben.

Hat sich aber heute wieder nicht gemeldet die halten mich hin und ich weiß nicht warum und vor allen das Wort Bedarf haben ich hatte doch meine Arbeit bis die Frau des Vorarbeiters sich weigerte mir die sachen vorbei zu bringen.

Kommentar von karin161066 ,

Nachtrag: Geld kam immer Regelmäßig aufs Bankkonto das war alles ok.Der Vorarbeiter und seine Frau beide Hatz4 die bekamen Geld auf die Hand und das nicht zuwenig das hatten sie uns selbst gesagt aber vor 2 Monaten als ihre schlechte laune anfing schrie sie beim abladen der magazine richtig laut herum"ja sie würden jetzt weniger Geld auf die Hand bekommen und da sehe sie nicht mehr ein warum sie anderen noch das Material bringen solle und das hatte ich dem chef auf dem büro gesagt und da wurde er seltsam komisch und sagte dann soetwas könnten sie gar nicht tun Geld unter der Hand auszahlen.Da wurden krumme Dinger gedreht vor allem von seiten des Vorarbeiters die wollten auch immer die Original stundenzettel haben ich durfte die nicht direkt zu den Zentralhallen schicken und da haben die etwas gedreht mit angestellten die mit sicherheit gar nicht da waren und die beiden haben das Geld eingesteckt.Aber ich kann diese Sachen ja nicht Beweisen das ist es ja

Antwort
von nope23, 32

Nach § 623 BGB bedarf die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses der Schriftform. Da sie von dir nichts schriftliches bekommen haben (genauso andersherum) kann der Vertrag garnicht gekündigt sein.


Antwort
von Siggy, 31

Ein Arbeitsvertrag kann nur schriftlich gekündigt werden.

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