Frage von aramat68, 49

vor über 40 jahren haben unsere vorgänger ein teilgrundstück ihrer damaligen grundstücksnachbarn per handschlag abgetreten.rechtens?

vor über 40 jahren haben unsere vorgänger per handschlag von deren damaligen grundstücksnachbarn ein kleines teilgrundstück zu fristlosen nutzung überlassen bekommen. wir haben das erst jetzt,bzw.vor 2jahren erfahren.bis dahin gingen wir davon aus,das uns dieses teilstück gehört,da auch die grundstücksgrößenangabe im grundbuch,im kaufvertrag und in der "abzeichnung der liegenschaftskarte" von 1965 dem jetztigen stand entspricht. nach einen nachbarschaftsstreit wollen nun auf einmal die jetzigen nachbarn das teilstück zurück. ich bin der meinung,dass sie darauf kein recht haben ,da ein mündlicher vertrag(mit zeitzeugen) ebenso wie ein schriftlicher vertrag gilt.Und ausserdem die 30 jährige widerspruchsfrist bei weitem überschritten ist. wer hat recht? was sollen wir tun? wie sollen wir uns verhalten.?

Antwort
von Zakalwe, 27

Rechtlich gilt was im Grundbuch steht.

bis dahin gingen wir davon aus,das uns dieses teilstück gehört,da auch die grundstücksgrößenangabe im grundbuch,im kaufvertrag und in der "abzeichnung der liegenschaftskarte" von 1965 dem jetztigen stand entspricht.

Das liest sich nun so, als wäre das so eingetragen, als gehöre das Teilstück euch, oder habe ich das missverstanden?

Kommentar von aramat68 ,

es steht keine übertragung drinn,aber die grundstücksgröße steht drinn welche dem jetzigen stand enrspricht.habe auf "geoproxy thür." das flächenmaß nachgemessen und diese stimmt mit der größenangabe überein,demzufolge ist das teilstück unseres.(??)

Kommentar von Zakalwe ,

Das kann ich so nicht beantworten. Da würde ich mal beim Grundbuchamt nachfragen.

Antwort
von Mignon4, 27

Eine (Teil-)Grundstücksübertragung kann nicht per Handschlag vorgenommen werden. Dazu bedarf es immer einer notariellen Beurkundung und der Eintragung des neuen Eigentümers ins Grundbuch. Da dies offensichtlich nicht geschehen ist, ist der mündliche Vertrag per Handschlag rechtsunwirksam.

Kommentar von aramat68 ,

nur bei verkauf/kauf oder schenkung.was ist mit der widerspruchsfrist von 30 jahren?(ist bereits -seit 1965/67 - seit über 45 jahren abgelaufen)

Kommentar von Mignon4 ,

Ich kenne keine 30-jährige Widerspruchsfrist. Eine Grundstücksübertragung kann nur durch Verkauf/Kauf oder Schenkung erfolgen. Oder welche andere Möglichkeit sollte es noch geben? Mir fällt im Augenblick keine ein.

Ein mündlicher Vertrag ist bei einer Grundstücksübertragung auf jeden Fall ungültig. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Grundstücke nur schriftlich per notariell beurkundetem Vertrag übertragen werden können. So ein Vertrag scheint nicht vorzuliegen, wenn ich deine Frage richtig verstanden habe! Es gilt immer das, was im Grundbuch steht.

Kommentar von Mignon4 ,

Mir fällt im Augenblick keine ein.

Erbschaft fällt mir gerade ein, aber die trifft ja bei euch nicht zu. :-)

Antwort
von DerGeodaet, 6

Hallo,

da alle Grundstücksgeschäfte der notariellen Form bedürfen, dürfte das Handschlaggeschäft unwirksam sein.

Antwort
von Kunzinger, 31

Meiner nicht juristischen Laienmeinung nach gilt das, was im Grundbuch bzw. im Kaufvertrag steht und das ist rechtsverbindlich

... da könnt ja jeder kommen und sagen, ja ich hab das vor 30 Jahren mündlich vereinbart. (Beweisbarkeit?)

es stimmt zwar, dass eine mündliche Vereinbarung (also beidseitige Willenserklärung) besiegelt mit einem Handschlag zu einem Kauffvertrag führt.

In deinem Fall wird jedoch die Öffentlichmachung durch die Eintragung ins Grundbuch durch einen Notar und Kaufvertrag notwendig.

Meines Erachtens hast du da die besseren Karten, bzw. bist du im Recht.... aber da es doch eine komplexere juristische Angelegenheit ist, würde ich doch einen Rechtsanwalt befragen....

Antwort
von DinoSauriA1984, 21

Wenn Ihr im Grundbuch als Eigentümer steht, seid Ihr es. Wenn nicht, dann nicht.

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