Frage von 83a83a, 35

Vor-Nachteile und Unterschiede zwischen Versicherungsberaterin und Versicherungsmaklerin?

Was sind die Unterschiede wie z.B. Gehalt, Mathe oder Eher Deutsch...,

Antwort
von Herb3472, 26

Eine"Versicherungsberaterin" ist eigentlich nichts anderes als eine Außendienstverkäuferin - eine Vertreterin einer Versicherungsgesellschaft. Sie verkauft ausschließlich Versicherungspolizzen ihrer Versicherungsgesellschaft. Natürlich muss sie auch beraten, sonst kauft ihr niemand etwas ab. Aber ihre Beratung ist natürlich einseitig auf die Vorteile der Versicherungsgesellschaft fokussiert, für die sie die Polizzen verkauft. Eine Versicherungsberaterin ist in der Regel mit einem Grundgehalt fix angestellt, und bekommt zusätzlich für die von ihr verkauften Versicherungspolizzen Provisionen.

Ein Versicherungsmaklerin tut dasselbe, arbeitet aber (zumindest theoretisch) unabhängig von einer Versicherungsgesellschaft und kann daher ein breiteres Spektrum von Versicherungen verschiedener Versicherungsgesellschaften anbieten. Das wird auch von Versicherungsmaklern als einer der Vorteile beworben, warum man als Konsument eher bei ihnen einen Versicherungsvertrag abschließen sollte als bei einem (angestellten) Versicherungsberater. Versicherungsmakler/innen arbeiten in der Regel ohne Fixum lediglich auf Privsionsbasis und sind daher, wenn sie diesen Job hauptberuflich ausüben, einem wesentlich höheren Leistungsdruck ausgesetzt. Das wirkt sich auf die angebliche "Unabhängigkeit" so aus, dass sie unter Umständen dem Kunden nicht das für ihn beste Produkt, sondern dasjenige verkaufen, bei dem sie die meiste Provision einstreifen.

In beiden Fällen erhält man Verkaufstrainings und Produktschulungen, sodass man nicht allzu viel Vorkenntnisse mitbringen muss. Man muss vor Allem auf Menschen zugehen können (kontaktfreudig sein), rhetorisch gut sein, und überzeugen können.

Vor einigen Jahren habe ich einige Monate als Versicherungsmakler gearbeitet und daher einen Einblick in diese Branche gewonnen. Ich will niemandem auf den Schlips treten, aber mein Eindruck von der "Seriosität" dieser Branche war nicht der beste.

Kommentar von Mignon2 ,

Meines Wissens müssen Versicherungsmakler (auch -berater) eine Sachkundeprüfung bei der Handelskammer ablegen. Danach erhalten sie eine Erlaubnis gem. § 34 d GewO, ohne die sie gar keine Versicherungen verkaufen dürfen.

Außerdem haben hauptberufliche Versicherungsmakler eine Ausbildung als Versicherungskaufmann gemacht, oder???

Kommentar von Herb3472 ,

@mignon2: grau ist alle Theorie

Antwort
von derhandkuss, 28

Grundsätzlich darf diese beiden Bezeichnungen Hinz und Kunz verwenden. Denn beides sind keine anerkannten Ausbildungsberufe. Für beides benötigst Du also keine Qualifikation.

Ein Makler vermittelt grundsätzlich etwas gegen Provision (von welcher er lebt). Meist arbeitet ein Makler für verschiedene Unternehmen gleichzeitig.

Ein Berater hingegen gibt Dir (im wahrsten Sinne des Wortes) lediglich Ratschläge.

Kommentar von 83a83a ,

Weißt du wer mehr verdient ?

Kommentar von Herb3472 ,

Ein/e Versicherungs"berater/in" (=verkäufer/in) einer Versicherungsanstalt bekommt ein kleines Fixgehalt, den Rest muss er/ sie sich mit Provisionen verdienen.

Ein/e Versicherungsmakler/in bekommt kein Gehalt, sondern ausschließlich Provision (welche daher für das gleiche Produkt in der Regel auch etwas höher ausfällt als bei einem Versicherungsberater)..

Kommentar von Herb3472 ,

Ein Berater hingegen gibt Dir (im wahrsten Sinne des Wortes) lediglich Ratschläge.

"Versicherungsberater" nennen sich zumeist die Verkaufsmitarbeiter einer Versicherungsgesellschaft, denn "beraten" klingt harmloser als "verkaufen", wenn man jemandem was andrehen will.

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