Vor- und Nachmieter streit, ist Nachmieter wirklich haftbar?

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6 Antworten

Es kam trotz mehrfacher Absprachen zu einer doppelt Vermietung einer Wohnung soweit so gut.

Gut ist das nicht, zumindest für den Nachmieter, weil er dann nicht in die Wohnung kann und auch nicht für den Vermieter, weil er sich schadenersatzpflichtig macht.

Durch die Umstände in Kombination mit dem Umzug soll wohl der abort zustande gekommen sein. Meine Frage ist nun: Kann man dem neuen Mieter wirklich dafür belangen?



Das kann hier keiner wirklich beurteilen, weil wir nicht wissen was da gelaufen ist zwischen Vormieter und Nachmieter.

Der Vormieter schreibt nun dem neuen Mieter regelmäßig Nachrichten dass er das Geld für die künstliche Befruchtung in einer Kinderwunschklinik dem neuen Mieter der Wohnung auferlegen möchte, da dieser ja " stress" gemacht hat um in seine neu angemietete Wohnung zu können.

Ich würde den Vormieter per Einwurfeinschreiben auffordern die Belästigungen  via Nachricht und die Forderungen ( möglicherweise Erpressungsversuche) mit sofortiger Wirkung zu unterlassen und mitteilen, dass eine Anzeige wegen Nötigung etc. erfolgt, wenn das nicht aufhört.

Bezüglich Der Wohnung ist Dein Vertragspartner der Vermieter.

LG

johnnymcmuff



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Kommentar von derPfleger1987
25.06.2016, 21:54

Danke für die Antwort.
Was da gelaufen ist zwischen vor und Nachmieter ist nicht viel.
Das einzige was war, es gab ein gespräch mit der bitte doch die Wohnung so schnell wie möglich zu räumen und es gab bei diesem Gespräch eine Vereinbarung. Der Nachmieter konnte wenigstens schon ein paar Möbel in einen Raum stellen. Das wars an Kommunikation zwischen beiden Parteien der Rest wurde vom Vemieter geregelt.

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Dieser Sichtweise vermag ich mich nur anzuschliessen: Wenn der Vormieter weiß,wann er die Wohnung mit seiner schwangeren Frau stressfrei zu räumen hat, kann er den Nachmieter, der ja einen fristwahrenden Übernahmeanspruch hatte, nicht für die Inanspruchnahme seines Einzugsrecht belangen.

Selbst wenn es für die verspätete Übergabe Rechtfertigungen gäbe:  Dass er seine Frau in dieser Umzugsphase nicht in einem gemütlichen, ruhigen Landhotel unterbringt, hat er schon selbst zu verantworten.

Einziger Kritikpunkt: Ich hätte meinem Vermieter Druck gemacht, der mein Vertragspartner ist und Schadensersatz für Ersatzunterkunft nebst Vollverpflegung zu leisten hatte, nicht dem auszugsfaulen Vormieter. Dennoch: Dessen Bettelbriefe würde ich solange ignorieren, wie sie nicht vom Gericht kämen.

G imager761



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Der Vormieter spinnt. Mehr gibts dazu nicht zu sagen. Ist das wirklich passiert oder is das fiktiv?

Und der Nachmieter kann seinen Schaden (Hostelkosten, Möbelenlagerung, was auch immer) dem Vermieter anlasten. Seinem Vertragspartner.

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Kommentar von derPfleger1987
25.06.2016, 21:16

Passiert gerade Aktuell tatsächlich meinen neuen Nachbern

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Der Vermieter spinnt. Vor keinem deutsc hen Gericht bekäme er recht, möglicherweise in den USA.

Also: Weder Vor- noch Nachmieter können belangt werden. Ein direktes Verschulden ist nicht beweisbar.

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Der Vormieter hat keine Ansprüche gegen den Nachmieter. 

Eine Fehlgeburt wird nicht ausschließlich durch Stress ausgelöst. Das kann zwar durchaus ein Faktor sein, aber das lässt sich kaum beweisen. Kein Arzt wird bescheinigen, dass die FG durch Stress verursacht wurde. 

Der Nachmieter hat wegen der Tatsache, dass er nicht pünktlich in die Wohnung konnte, eventuell Ansprüche gegen den Vermieter. Das sollte allerdings von einem Anwalt geprüft werden, zumal ja offenbar eine Doppelvermietung vorliegt. Dann hat auch der Vormieter eventuell Ansprüche. 

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Kommentar von Bitterkraut
25.06.2016, 21:28

Und selbst wenn Stress der Auslöser wäre, wäre es nicht das Problem des Nachmieters. Das ist völlig unsinnig.

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Ergänzend zu den Einschätzungen der anderen Foristen:

Der neue Mieter hat mit dem Vormieter keinerlei Vertragsverhältnis.

Er hat gegenüber dem Vermieter Anspruch auf die Wohnung, und zwar zum Tag des Vertragsbeginns.

Der neue Mieter sollte sich mit jeglichen Forderungen (auch bezüglich der Freimachung der Wohnung) ausschließlich an den Vermieter halten.

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