Frage von Nikarin, 81

Von Zuhause ausziehen, gibt es da eine Art Zuschuss oder Ähnliches?

Hey Leute,

momentan ist mein Leben nicht gerade der Knaller. Meine Mutter ist schon seit einigen Jahren krank und sitzt im Rollstuhl. Ich habe Anfang dieses Jahres angefangen auf die FOS zu gehen aber meine Noten waren leider zu schlecht. Deshalb suche ich momentan nach einer Ausbildung für 2016, bis dahin mache ich einige Aushilfsjobs usw.

Im Mai werde ich 18 und ich will unbedingt weg von daheim, weil ich es einfach nicht mehr mit meiner Mutter aushalte. Habe von ihr in den kompletten 17 Jahren in denen ich mit ihr aufgewachsen bin kein einziges positives Feedback bekommen. Egal was ich gemacht habe alles war immer schlecht und es heißt immer das schaffst du eh nicht, sie behandelt mich wie ihre persönliche Bedienung und wenn ich mal sage nein ich hab keine Zeit, dann schreit sich mich sofort an. Vor allem in letzter Zeit war ich ziemlich am Boden weil ich die FOS nicht geschafft hab und momentan auch noch keine Ausbildung gefunden habe. Als ich einen Aushilfsjob gefunden hatte, hieß es dann direkt wieder da is es doch viel zu stressig für dich und nicht das richtige das schaffst du eh nicht, du kannst das nicht. Sie zieht mich immer total runter und ich halt das einfach nicht mehr aus. War die letzten Tage bei meiner Schwester, sie hat mir wieder hoch geholfen aber sie ist momentan schwanger und bekommt bald ihren Sohn, deswegen will ich ihr auf keinen Fall zur last fallen. Ich will auf eigenen Beinen stehen und mich nicht mehr von meiner Mutter runterziehen lassen. Aber mit einem Ausbildungs-/Aushilfsjobgehalt werd ich mir wohl keine eigene Wohnung + Nahrung,-- usw. leisten können. Gibts da irgendein Amt oder ähnliches an das ich mich wenden kann?

Sorry für den langen Text Freu mich auf eure Antworten :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sandra2997, 25

Ich hatte eine ähnliche Situation.
Ich bin zum Jugendamt, habe meine Situation geschildert und mir wurde eine Befürwortung gegeben , mit der ich zum jobcenter ging um mich finanzieren zu lassen. (Dir wird dort Alles erklärt)
Nach einigen Wochen wo der Papierkram geklärt war und ich eine Wohnung gefunden hatte bin ich ausgezogen.

Eines will ich dir aber auf dem weg mitgeben , lass dir all deine geforderten Unterlagen stempeln und kopieren damit du immer nachweisen kannst was du den Ämtern vorlegst sonst kann dir immer jemand *ans Bein pinkeln*

Ansonsten musst du eben ein Härtefall sein.

Alles liebe und guten Rutsch. :)

Kommentar von Nikarin ,

Hey, danke dir! :) 

Werde mich dann demnächst auf jeden Fall ans Jugendamt wenden.

Kommentar von Sandra2997 ,

gerne :) ansonsten musst du nicht wie hier alle schreiben eine Ausbildung machen. aufgrund deiner lebenssituation (die du dort auch erklären musst) hast du nicht die selben startmöglichkeiten wie ein Normalbürger und bist dadurch eingeschränkt. sowas sollte aber nicht sein und deswegen werden Fälle wie wir unterstützt um wie jeder andere Mensch leben zu können. sobald du aber eine Ausbildung machst bekommst du eine deutlich geringere Vergütung vom jobcenter weil du ein festes Einkommen von deiner Ausbildung bekommst. UND solltest du nicht vollzeit beschäftigt sein wie zum Beispiel mit einer vollzeit schulform, einem Praktikum etc. steht dir nichts zu, also nichts tun wird nicht finanziert.

Antwort
von Fortuna1234, 27

Auf eigenen Beinen stehst du nur dann, wenn du dich auch alleine finanzierst. Mich stört es grundsätztlich, wenn man unterstützt wird und dann so tut als würde man "auf eigenen Beinen" stehen.

Bei einer Ausbildung bekommst du dein Gehalt. In der Zwischenzeit ist deiner Mutter der erste Ansprachpartner. Erst IN der Ausbildung könntest du ggf. unterstützt werden (in aller Regel braucht man dann aber keine zusätzliche Unterstützung).

Bleib erstmal daheim (wenn deine Mutter dir wohl kein Geld geben kann oder willl) und lass dich nicht runterziehen. Zieh dein Ding durch. Deiner Mutter musst du doch gar nichts erzählen. Wenn du gar nicht klar kommst, dann sieh sie als Mitbewohner. Ich hab schon mit ganz anderen Leuten die Wohnung geteilt und die nicht gemocht oder mit denen geredet ;)

Mit Ausbildungsgehalt kann man sich in aller Regel eine Unterkunft (eine Wohnung kann man sich fast nie in der Ausbildung leisten) leisten. Du wirst dir nicht viel leisten können, aber da sind wir alle schon durch. Die fetten Jahre fangen erst später an. Aber du wirst auf keinen Fall verhungern in der Ausbildung.

Antwort
von Lavendelelf, 25

Hi. Wirklich keine einfache Situation für dich. Da dir zur Zeit kein Amt weiter helfen kann würde ich dir sehr empfehlen, dir andere Hilfe zu suchen. Es gibt z. B. die als "Nummer gegen Kummer" bekannte Kinder- und Jugendhilfe. Die sind wirklich super. Du kannst ihnen deine Situation mal schildern. Die kennen sich da perfekt aus und können dir evtl sogar Möglichkeiten nennen wo du Wohnen und gleichzeitig eine Ausbildung machen kannst. Unten findest du einen Link zu deren Website. Viel Glück und alles Gute. https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Antwort
von GravityZero, 31

Wenn du auf eigenen Beinen stehen willst, dann such dir einen Job (bzw. mach eine Ausbildung), verdiene Geld und ziehe von zu Hause aus. Auf eigenen Beinen stehen, aber das Leben von anderen arbeitenden Menschen finanzieren lassen...das passt nicht zusammen. Momentan ist deine Mutter noch für dich zuständig, da musst du durch.

Kommentar von Nikarin ,

Ich hab momentan einen Aushilfsjob angenommen und das Geld davon werde ich sparen, bewerben tu ich mich auch schon jeden Tag 20mal, ich meinte wenn ich meine Ausbildung angefangen habe. Aber ein Ausbildungsgehalt wird dafür nicht reichen. Deshalb meinte ich ob man dann dazu eine Art Zuschuss bekommen kann, ich will nicht von meiner Mutter abhängig sein.

Kommentar von Fortuna1234 ,

Warum sollte das nicht reichen? Es wird nicht für eine Villa oder ggf. Wohnung reichen, aber nicht alle Azubis sind obdachlos und leben auf der Straße ;) Man braucht gar nicht soo viel Geld um ein Zimmer in einer WG zu mieten.

Antwort
von Spuky7, 35

Mach eine Ausbildung. Such dir eine Ausbildungsstelle. Wenn du dann angefangen hat, gehst du aufs Amt ( Jobcenter, Sozialamt, Wohngeldstelle usw. ) und fragst da an.

Antwort
von alarm67, 29

Am besten gehst Du zum Jugendamt! Lasse Dich dort beraten! Könnte sein, wenn das wirklich so ist, wie Du das schilderst, dass ein Härtefall vorliegt!

Normalerweise steht Dir nämlich, bis auf wenige Ausnahmen, bis zur Beendigung Deiner Erstausbildung nichts zu. Hier sind Deine Eltern verantwortlich! Informiere Dich, lasse dich von den Ämtern beraten!

Kommentar von Nikarin ,

Und an welches Amt soll ich mich da genau wenden?  

Danke für die Antwort 

Kommentar von alarm67 ,

Versuche es zunächst mit dem Jugendamt!

Antwort
von noname68, 29

solange du (d)eine erste berufsausbildung nicht abgeschlossen hast, bekommst du keine unterstützung von vater staat. denn bis dahin hast du gegenüber deinen eltern anspruch auf unterhalt und wohnung, auch wenn du ggf. volljährig bist. daher werden solche forderungen von den ämtern ausnahmslos abgelehnt.

auch wenn deine eltern hartz4 empfänger sind, musst du dann solange mitglied der bedarfsgemeinschaft bleiben, damit du von den leistungen des jobcenters profitieren kannst.

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