Frage von jakos2, 27

Von welchem Geschäftswert darf der Notar ausgehen, wenn er eine Löschungsbewilligung einer Hypothek bei meiner Bank angefordert hat?

Bei der Beurkundung eines Kaufvertrages hat der Notar bei meiner Bank eine Löschungsbewilligung einer noch eingetragenen Hypothek angefordert. Nun erhalte ich die Rechnung des Notars auf Grundlage des Geschäftswertes, den der Verkauf ausmachte und nicht den der Höhe der Hypothek. Die Höhe der Hypothek war nur ein sechstel des Verkaufspreises. Wäre ich zu einem anderen Notar gegangen, der nur die Löschung bearbeiten soll, wäre ich da nicht günstiger gekommen?

Antwort
von Hufnagl, 14

Erst einmal: Die Berechnung des Notars ist richtig.

Wenn im Zuge eines Kaufvertrages vom Notar der Vollzug betrieben wird (Anforderung von Unterlagen bei Behörden, Anforderung von Löschungsunterlagen bei Banken etc.), dann muss der Notar eine Vollzugsgebühr berechnen. Da der Vollzug an den Kaufvertrag gekoppelt ist, muss als Geschäftswert für die Vollzugsgebühr der Wert vom Kaufvertrag (in der Regel also der Kaufpreis) angesetzt werden. Ob eine im Grundbuch eingetragene Hypothek den Kaufpreis um ein vielfaches übersteigt oder unterschreitet ist kostenrechtlich vollkommen egal.

Günstiger wäre es natürlich, wenn du die Löschung separat in die Wege geleitet hättest. Das hättest du auch bei demselben Notar machen können, der den Kaufvertrag beurkundet hat.

Noch günstiger wäre es, wenn du die im Grundbuch eingetragene Bank selbst um Zusendung der Löschungsbewilligung gebeten und dieses Originaldokument dann dem Notar aushändigt hättest. Dann wäre im Zuge des Kaufvertrages keinerlei Notargebühr für die Löschung der Hypothek entstanden.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten