Frage von Selfverletzung, 204

Von Veggie zu Vegan doch wie?

Hallo,

ich bin 17 Jahre alt und ein Junge und weine einfach manchmal fast wenn ich Käse esse, weil das ja eig moralisch nicht für mich vertretbar ist.
Ich möchte keinem Tier was antun, doch das mache ich mit meiner Ovo Lakto vegetarischen Kost...

Ich schäme mich einfach.

Ich bin jetzt schon seit über zwei Monaten Vegetarier und ich möchte wirklich den nächsten Schritt Richtung Vegan gehen.

Falls hier ein Veganer ist Vllt du AppleTea oder so :) dann sagt mir bitte auf was ich besonders bei dem Umstieg achten soll.

Ich wollte jetzt erstmal Lacto-Vegetarier werden und dann irgendwann komplett Vegan.

Eig würde ich das gerne jz schon tun aber meine Eltern unterstützen nur die vegetarische Ernährung...

Antwort
von AppleTea, 89

Moin,
Immerhin unterstützen deine Eltern dich überhaupt in irgendeiner Weise, was ja schon eine gute Basis ist. Hast du ihnen mal erklärt, was du vor hast und vor Allem warum? Wenn sie es verstehen und sie einigermaßen informiert sind, fällt es ihnen leichter, es nachzuvollziehen weshalb du so unglücklich bist.
Was die Ernährung angeht, so solltest du natürlich bei der veganen Ernährung auf dein b12 achten (weißt du bestimmt selbst). Du kannst z.B. die b12 zahncreme von sante verwenden.
Ansonsten ist es sehr wichtig, dass du ausgewogen isst, damit du an alle Nährstoffe kommst z.B. Leinöl für omega3 und Hülsenfrüchte für ausreichend Proteine. Guck dir am besten mal die Ernährungstabelle von peta an, da sind auch gleich Quellen angegeben zu den jeweiligen Nährstoffen.

Antwort
von LoWu23, 89

Hi, das ist nicht so schwer, wie es am Anfang wirkt. Auf was du achten musst, hängt davon ab, wie du dich sonst ernährst. Lebst du schon eher gesund, musst du eigentlich auf kaum was achten. Also natürlich auf ausgewogene Ernährung, also sowohl Kohlenhydrate, Eiweiß und Vitamine. Du kannst natürlich die Ersatzprodukte wie Veggiewurst und sowas essen. Im Endeffekt ist es aber gesünder sie wegzulassen (logisch, es ist ja auch gesünder, Fleisch wegzulassen). Alpro ist natürlich auch immer gut. Oft ist Tierisches in Produkten versteckt, also zum Beispiel Wildaroma (Fleisch) in Chipsfrisch Ungarisch oder Karmin/Cochenille (gekochte und zerquetschte Läuse) in Skittles (E120 soweit ich weiß). Da musst du dich etwas einlesen, aber auf vielen Podukten steht ja eh vegan dick drauf. Nudeln natürlich ohne Ei essen (Italienernudeln sind normalerweise ohne) und bei Reibekuchen drauf gucken (es gibt mit und ohne). Viele Veggiefrikadellen und sowas (z.B. gardengourmet) sind Ableger von Riesenkonzernen wie Nestle und von Schlachthöfen, die mit Veganzeug ein neues finanzielles Standbein haben wollen. Die Konzerne machen dann auch Tierversuche. Musst du gucken, inwieweit das für dich moralisch/ethisch vertretbar ist. Je nachdem wie sehr du auf Ernährung achtest, solltest du vielleicht mal Blut abnehmen lassen. Du wirst sehen, das Blutbild verbessert sich erheblich, wenn du einige Zeit vegan lebst. Ich selbst bin seit 3 Jahren vegan und meine Blutwerte sind perfekt. Überdurchschnittliche Eisen- und Eiweißwerte. Was einige behaupten ("ohne Fleisch hast du nicht genug Eisen") ist Müll und stimmt so einfach nicht. Es geht und ist auch nicht so schwer. Voraussetzung ist ausgewogene Ernährung (ist bei Fleischessern aber genauso). Tabletten oder sowas sind im Normalfall unnötig. Das einzige Vitamin, was wirklich ergänzt werden sollte, ist B12. Du kannst die Sante Zahncreme kaufen, in der das zugesetzt ist und hast keine Probleme mehr damit.

So. hoffe, ich konnte dir helfen. Denk dran, dass du das nicht von jetzt auf gleich machen musst und dann aufgibst, weil es auf einmal zu hart für dich ist. Jeder vegane Tag hilft. Du kannst dir auch am Anfang zwischendurch was unveganes gönnen und es nach und nach weglassen.

LG

Kommentar von ponyfliege ,

puh...

bei der aufzählung von dem ganzen fertigfrass dreht sich einem echt der magen um... ;-(

das problem bei den hochverarbeiteten fleischersatzstoffen ist, dass unmengen trinkwasser bei der herstellung verschwendet werden und als abwasser ins klärwerk gehen.

tiere wollt ihr nicht, aber gentechnik ist okay...

und soja verändert den hormonstoffwechsel - es unterdrückt beim mann die produktion von testosteron und führt bei dauerhaftem verzehr in normal üblichen mengen zu impotenz und zeugungsunfähigkeit sowie zur verweiblichung der körperformen.

das soja für die menschen ist übrigens grösstenteils abfall aus der tierfutterherstellung. vor allem das "gesunde" sojaöl und das "gesunde" rapsöl.

rapsöl ist der müll, der bei der sogenannten "ölkuchenherstellung" zum verfüttern an tieren anfällt.

Kommentar von Nyaruko ,

führt bei dauerhaftem verzehr in normal üblichen mengen zu impotenz und zeugungsunfähigkeit sowie zur verweiblichung der körperformen.

Ich verzichte gerne auf den Nachwuchs, wenn ich dafür Brüste bekomme. *-*

Kommentar von LoWu23 ,

Es gibt ja auch gar keinen unveganen Fertigfraß. Stimmt. Hatte ich vergessen. Und das mit dem Trinkwasser. Ja, also da verbraucht die Fleischherstellung ja auch nichts von. In deiner Fantasie werden Schweine auch von Regen und Blumen ernährt, so wie sich das anhört. Das Abwasser aus der Tierindustrie ist sehr viel stärker verschmutzt. Es kommen alle Reststoffe aus der Sojaindustrie dazu UND die ganzen Antibiotika und Medikamente, die die Nutztiere kriegen. Nicht zu vergessen, die ganze Chemie und Hormone (je nachdem).

Nenn mir einen Veganer, der Gentechnik will. Wenn dein süßes Schweinchen Gensoja isst, verschwindet das nicht. Das landet bei dir. Überraschung. Vieles, vor allem, Sojamilch und so, ist meist sowieso bio, also ohne GMO.

Bestimmt führt das zu Verweiblichung. Dann würds jetzt ja ganz viele Halbfrauen hier geben. Ne, also das ist Müll. Wenn, dann kommt das aus der Gentechnik, die ja, wie gesagt, eher in konventioneller als in veganer Landwirtschaft zu finden ist.

Abfall aus der Tierfutterherstellung muss ja nichts schlechtes sein. Es wird halt nur nicht gebraucht. Ist genauso wie Chicken Nuggets und Würstchen aus "tierischen Nebenerzeugnissen" bestehen. Eben das, was überbleibt. Ist an sich ziemlich eklig, wenn man sich vorstellt, Schweineleber und -augen zu essen oder was da sonst noch drin ist, aber so wird halt alles verwertet...auch gut.

Antwort
von wickedsick05, 21

hier wirds dir gut erklärt:

Aus krankhaften Emotionen können sich Erkrankungen wie

Depressionen

Magersucht

Bulimie

Zwangshandlungen

eine Schizophrenie

und viele weitere psychische Krankheiten entwickeln.

Hält der Betroffene seine Emotionen auf, sorgt dies für Probleme.
Lässt man die Gefühle jedoch zu, damit sie auf die Psyche einwirken
können, kehrt man schließlich wieder in eine stabile Mitte zurück.

Die Emotionen anzunehmen bedeutet allerdings nicht, dass sie das eigene Verhalten komplett steuern sollen. Stattdessen nimmt man die Gefühle achtsam wahr, ohne sie zu bewerten. Je heftiger sich ein Gefühl zeigt, desto sinnvoller ist sein tatenloses Erkennen. So kann es negativ sein, unter dem Einfluss der Emotionen etwas zu unternehmen.

http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Symptome/Emotionen/Artikel/5123.php

Antwort
von ponyfliege, 100

lass einfach alles weg, was du nicht essen willst.

ich esse schon seit jahren kein getreide mehr. und soja und sowas noch nie.

allerdings würde ich mir meinen nicht volljährigen sohn zur brust nehmen, wenn er beim essen von käse fast weinen muss, weil er "den tieren nichts antun" will und würde ihm mal in ruhe erklären, was nachhaltigkeit bedeutet - und würde mit ihm mal einen betrieb mit echter bäuerlicher gemischter landwirtschaft besuchen, damit er das prinzip von ursache und wirkung und der sinnvollen nutzung und der zusammenhänge von tierischen und pflanzlichen ressourcen mal kennenlernt.

du tust den tieren nichts an. 

wir menschen sind nun mal "beseitiger". wenn wir tierische produkte nicht nutzen würden, wären diese tierarten mittlerweile alle ausgestorben. was der mensch nicht nutzen kann, rottet er nun mal aus.

Kommentar von LoWu23 ,

Informier dich bitte, bevor du sowas schreibst. Die Erde ist überbevölkert. Sowohl an Menschen als auch an Nutztieren. Hätten wir keine/weniger Nutztiere, wäre der Klimawandel aufzuhalten und es würden im Endeffekt MEHR Lebewesen überleben können. So kollabiert die Erde in einigen Jahrzehnten und das war's dann.

Übrigens gab es auch schon vor dem Menschen Tiere, die (Überraschung) noch da sind.

Ziemlich egoistisch, alles auszurotten, oder?

Kommentar von MarkusJaja ,

erst durch Menschen sind in den letzten 12000 Jahren, und insbesodnere inden letzten 100 Jahren viele Tierarten extrem dezimiert oder ausgerottet worden. Wenn nun bildlich die vielen Millionen Wisente verschwinden und durch (die mit ihnen genetisch verwandten und domestizierten) Kühe ersetzt werden soll das den Klimawandel verursachen? Du schreibst an der Stelle offensichtlich ziemlichen humbug.

Der Klimawandel setzte mit der Industrialisierung und dem Ausstoß von Kohenstoffen in Form von Gas, Kohle und Öl massiv ein.

Kommentar von ponyfliege ,

nö.

ich finde nur, dass der mensch sich viel zu wichtig nimmt.

alte nutztierrassen haben durchaus ihre berechtigung.

das ist überhaupt der hauptgrund, dass der mensch sesshaft wurde.

meinetwegen könnten auch überall wieder wisente, bären, wölfe, waldschafe etc. ausgewildert werden.

entschuldigung, wenn ich das so schreiben - aber ohne nutztiere müssten wir alle veganer zum kacken auf die felder schicken, weils sonst keinen dünger mehr hat.

tierischer dünger ist aber wesentlich besser als klärschlamm aus menschenfäkalien. menschenfäkalien sind hoch belastet - mit parasiten und rückständen von medikamenten.

der einzige weg ist konventionell nachhaltig. und das ist nun mal gemischte landwirtschaft.

ich beschäftige mich schon ein paar jahrzehnte mit dieser materie.

und gegen überbevölkerung der erde mit menschen - das ist so eine sache. damit die population nicht von allein zusammenbricht, müsste man mehr bildung "verteilen". jede überpopulation bricht irgendwann zusammen. ob bei karnickeln oder menschen - das bleibt sich relativ gleich.

Kommentar von ponyfliege ,

übrigens - eure denunziation mittels downvote könnt ihr euch sparen. ich weiss, dass ich mindestens drei habe - auch wenn ich sie nicht sehen kann.

Kommentar von AppleTea ,

Man könnte wunderbaren pflanzlichen Dünger herstellen auf all den Weiden, die man nicht mehr für die Rinder bräuchte und auf denen man nichts weiter anbauen kann.

Kommentar von Undsonstso ,

Macht ja auch Sinn, wenn man dann extra noch Felder für den Anbau der Pflanzen anlegt, die Dünger werden sollen..........

Was ist dann das nächste - die Neuerfindung der Dreifelderwirtschaft? Und ist diese ergiebig genug ein tierleidfreies und veganes Deutschland zu ernähren?

Kommentar von ponyfliege ,

den wiesen das bisschen nährstoffe noch zu entziehen ist nicht sinnvoll. die wiesen, auf denen nutztiere grasen, werden ja automatisch gedüngt. wo wolltest du den dünger für diese wiesen hernehmen?

davon abgesehen, das gras äusserst schlecht verrottet. man kann es nicht unschädlich kompostieren.

und die düngererzeugung aus pflanzen - würde wesentlich mehr methan produzieren als über die verstoffwechselung durch nutztiere.

was mich an dem "tierschutz-veganergedanken" derart stört ist, dass man ausser dem menschen alles ausrotten müsste, um menschen zu ernähren, wenns nach euch ginge.

wie gesagt - der mensch ist nicht so wichtig.

aber ich HASSE diese gutmenschen-chemiefresser, die meinen, sie wären was besseres als menschen, die sich artgerecht von gemischtkost ernähren.

ich kenne ein paar leute, die sich vegan ernähren, die auch eine andere intention haben und die das prinzip der nachhaltigkeit kennen. aber die vegan lebenden menschen, die keine indoktrinierte und weltfremde grundeinstellung haben, sind arg in der unterzahl.

und heulen, weil man käse ist - ist echt übertrieben.

Kommentar von LoWu23 ,

keiner will  hier alle ausrotten außer Menschen. Eher im Gegenteil, es geht darum, andere zu erhalten. Viele verstehen einfach nicht, dass der Mensch nicht DAS Tier ist, dass das Recht hat, mit anderen umzugehen, wie er will zu seinem Vorteil. Darum geht es eher. Wäre der Mensch nie da gewesen, würde es der Erde wahrscheinlich besser gehen. Aber jetzt ist er da und muss eben Verantwortung übernehmen. Wenn er jetzt verschwinden würde, wäre das ja auch blöd.

Antwort
von Undsonstso, 67

Wenn man beim Essen von Käse kurz vor Weinkrämpfen steht, ist das aber auch ein Zeichen für eine  "emotionale Unausgewogenheit", auf die bei diesem Ausmaß mal geguckt werden sollte aus ärztlicher / psychologischer Sicht.

Hinzu kommt, deine bereits bestehende Problematik des sich Ritzens / der Selbstverletzung.... Vllt. solltest du mal in einem Therapiegespräch klären lassen, ob man dieses Fokossieren auf Tierleid als eine Art "Skill" betrachten kann bzw. ob es Art Verlagerns ist.


Anmerkung:

Ich finde es unverantwortlich, dass Personal des Gesundheitswesens hier so unsensibel ist und einen Menschen mit einer selbstverletzenden Problematik so unbedarf berät ..... denn explizite Hinweise der Supplementierung u.ä. können von jenen Menschen ins Gegenteil verkehrt werden / ins Gegenteil umgemünzt werden, will sagen, dann wird das Nicht-Supplementieren zum Akt der Selbstverletzung!

Kommentar von kayo1548 ,

"
Wenn man beim Essen von Käse kurz vor Weinkrämpfen steht, ist das aber
auch ein Zeichen für eine  "emotionale Unausgewogenheit", "

sehe ich genauso;

wenn jemand Veganer aus überzeugung werden möchte ist das seine Sache, ich kann das nachvollziehen und respektieren.

Aber bei diesen emotionalen Zuständen wäre es sicher möglich, dass das nur eine Flucht in eine utopische Welt ist und damit wäre niemandem geholfen.

Das ist genau das wie mit "keinem Tier schaden wollen";

jeder "vernünftige" Veganer ist sich bewusst, dass er das nicht vermeiden kann und zwangsläufig auch für das Ableben von Tieren verantwortlich ist; im Einzelfall lässt sich das vielleicht minimieren nicht aber vermeiden.

Das ist halt etwas, das man akzeptieren muss; wenn man das nicht kann und darunter leidet wäre es definitv Zeit für einen Besuch bei einem Psychotherapeuten.

"
Hinzu kommt, deine bereits bestehende Problematik des sich Ritzens / der Selbstverletzung

"

Richtig, alleine deshalb wäre schon ein Besuch bei einem Psychotherapeuten notwendig und wenn man das dann kombiniert ergibt sich doch ein umfassendes Bild.

Die Frage ist dann also ob diese Ernährungsumstellung wirklich eine solche ist oder nicht bereits ein Abrutschen in eine Esstörung die man einfach entsprechend zu erklären versucht? Das ist aus der Ferne natürlich nicht beurteilbar wäre aber gerade bei dieser schon bestehenden Problematik durchaus denkbar

"
, dann wird das Nicht-Supplementieren zum Akt der Selbstverletzung!

"

Halte ich für sehr unwahrscheinlich, da damit kaum eine nennenswerte direkte Auswirkung verbunden ist.

Bei einem SVV geht es eher um direkte impulsivere Aspekte, also darum in einer konkreten Situation "Dampf abzulassen"

Wahrscheinlicher wäre da das Abrutschen in eine ausgeprägete Esstörung;

Kommentar von Undsonstso ,

Danke, kann ich durchaus mitgehen deiner Sichtweise.

Ausgeprägte Essstörung ist wohl auch i-wie eine Form von SVV in dem Fall, oder etwa nicht...?

Kommentar von Undsonstso ,

Korrektur: ...kann ich durchaus mitgehen, mit deiner Sichtweise.

Kommentar von kayo1548 ,


auch i-wie eine Form von SVV in dem Fall, oder etwa nicht...?

Eher nicht.

Kommt allerdings nicht selten vor das beides zusammen auftritt bzw sich in einer ähnlichen Situation konkret äußert.

Wobei man natürlich unterscheiden muss: eine Esstörung kann sich ja auch sehr unterschieldich manifestieren und unterschiedliche Ursachen haben.

Antwort
von MarkusJaja, 81

ich finde es als moralischen Standpunkt fragwürdig, beim Käse schon weinen zu müssen und dann keine Skrupel bei nicht-tierischen Lebewesen zu haben. Das ist ein egozentrierter Spezifizismus (wer das nicht kennt, bedeutet soviel wie Rassismus auf Spezies übertragen).

Ich kann deine Eltern verstehen und verstehe eher nicht wie du zu deiner Einstellung kommst. Ich hoffe dir ist bewusst, dass die Natur ein Kreislauf ist, in dem jede Spezies eine andere (oder deren Überreste) verzehrt und es anders garnicht funktionieren würde.


Kommentar von LoWu23 ,

Diesen Kreislauf stellt auch keiner in Frage. Es geht darum, wie er in heutiger Zeit missbraucht wird. Wenn man mehr Fleisch ist, sterben auch viel mehr Pflanzen, weil sich das Tier ja schließlich ernähren muss (zumindest bis es geschlachtet wird). Und da das Tier weniger Energie liefert als Pflanzen, aber mehr verbraucht (Trophieebenen), ist es im Endeffekt sinniger, Produzenten (Pflanzen) zu essen.

Kommentar von MarkusJaja ,

Der Mißbrauch ist kein Fleisch- sondern ein Kapitalismusproblem. Nahrung wird nicht unter dem Gesichtspunkt der Bedarfsbefriedigung oder Nachhaltigkeit produziert, sondern unter dem Aspekt der Profitmaximierung. Bei pflanzlicher Nahrungsproduktion hast du sehr viele Umweltprobleme wie z.B. Monokulturen, Einsatz von Pestiziden und Fungiziden, genmanipuliertes Saatgut etc.

Der Vergleich mit der Enegiegewinnung hinkt auch. Eine Tomate beispielsweise benötigt sehr viel mehr Aufwand als meinetwegen Getreide. Zudem sind 60 % der landwirtschaftlichen Flächen weltweit überhaupt nicht für Ackerbau geeignet und dienen nur als Weiden. Auch ist beispielsweise knapp die Hälfte des Getreides ausgrund von Witterungsbedingungen (die den Zustand der Samen verändern) nur als Tiernahrung zu gebrauchen.

Kommentar von ponyfliege ,

getreide wurde immerhin aus gräsern gezüchtet.

die heutigen hybridgetreide sind jedoch sehr weit von den gräsern entfernt. die ursprungspflanze des maises existierte schon im 17. jahrhundert nicht mehr.

die kennen alle keine bäuerliche landwirtschaft mehr, sondern nur noch agrarinustrie und veredlungswirtschaft.

1/3 der deutschen ernten wird gar nicht vom feld geholt, sondern untergepflügt. - eben - profitmaximierung.

wenigstens noch einer mit einer realen einstellung und dem entsprechenden wissen.

Kommentar von LoWu23 ,

Klar geht's da um Profit. Aber eben auch um Angebot und Nachfrage.

Diese Probleme mit Pflanzen werden aber durch Nutztiere zum Menschen getragen. Du musst den Zusammenhang sehen. Und wenn du angenommen 3 Sojapflanzen isst, sind 3 Sojapflanzen weg. Isst du 1 Huhn, was meinetwegen genauso satt macht (jetzt nur mal so zum Vergleich) stirbt das Huhn, aber die 1500 Sojapflanzen (oder wieviele auch immer), die es in seinem Leben gegessen hat, sind ebenfalls weg. Und wurden vorher dafür angebaut. Die Umweltprobleme sind so deutlich gravierender. Genauso der Platzbedarf für den Anbau.

Kommentar von MarkusJaja ,

du gehst fälschlicher Weise davon aus, dass die Masttiere einfach immer die potenziell für Menschen vorgesehene Nahrung bekommen. Das kommt zwar vor ist aber eher die Ausnahme. Sie bekommen die Abfälle und minderwertige bzw. an Menschen unverkäufliche Erträge, oder Erträge, die für Menschen nicht geeignet sind (was z.B. ca 1/3 der weltweiten Getreideernte wetterbedingt betrifft).

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