Frage von Kassel1954, 34

von psychotherapeutischer Praxis abgelehnt?

Hab ne Überweisung vom Hausarzt "depressives Syndrom". Anruf beim Psychotherapeuten: wir beraten immer freitags, ob wir noch neue Patienten aufnehmen können. In welcher Krankenkasse sind sie und wie alt sind sie? Nach diesem Anruf war mir schon klar: D i c h nehmen die hier nicht !!! Und so war es auch: heute die Auskunft: wir können sie leider nicht als neuen Patienten aufnehmen.

Das hilft ungemein beim "depressiven Syndrom" !

Was mache ich jetzt? Alle anderen Psychotherapeuten in meiner Stadt "abarbeiten" und mir noch mehr Absagen einhandeln?

Antwort
von km11111, 5

Hallo!

Ja, das wird in der Regel nicht ohne Wartezeiten gehen. Auch nach den ersten Gesprächen kann es sein, dass du mit den Therapeuten nicht arbeiten möchtest (es ist wichtig, dass du das gut für dich entscheidest, egal wie lang Wartezeiten sind) oder der Therapeut feststellt, dass eine Zusammenarbeit (z.B. aufgrund nicht passender Arbeitsweise) keine ausreichend günstige Prognose erwarten lässt - hier sollte der Therapeut aber eine Empfehlung anschließen, was er für notwendig bzw. besser geeignet hält.

Psychotherapie ist eben keine normale ärztliche Behandlung (die gibt es beim Facharzt), sondern hier lohnt sich die Wartezeit. 

Falls es dir aber lediglich um eine rasche Symptombesserung geht, würde ich eher von einer Psychotherapie abraten, sondern vielleicht an eine Tagesklinik oder Klinikambulanz zur Krisenintervention und Stabilisierung denken. 

In einer Psychotherapie geht es einem ja im Gegensatz dazu über weite Strecken ziemlich dreckig, da man sich halt mit sich selbst und den bisher verdrängten Gefühlen und Anteilen auseinandersetzt.

Dessen völlig ungeachtet solltest du zunächst auch einen Facharzt für Psychiatrie aufsuchen, mit dessen Hilfe du Wartezeiten und die Zeit der Suche und Auswahl eines Psychotherapeuten überbrücken kannst.

VG

Antwort
von Seanna, 8

Bei welcher Art psychischen Störung meinst du denn hilft so eine Aussage?

Wartelisten und Aufnahmestopp sind normal. Und die Diagnose hat nur bedingt damit zu tun. Kann man nicht 25 schwer traumatisierte Patienten gleichzeitig behandeln, braucht man auch da einen Ausgleich. Zb weniger belastende Patienten.

Antwort
von TRichter1956, 6

Die Absage hat nichts mit Deiner Diagnose zu tun und auch nicht mit Deiner Krankenkasse. Realität ist einfach, dass es in den meisten Gegenden von Deutschland Wartezeiten von mindestens drei Monaten (bis über ein Jahr bei manchen Therapeuten) gibt. Oder andersrum: In meiner Praxis rufen pro Woche etwa 10 Leute an, ich kann aber nur alle zwei Wochen jemanden neu nehmen. Also: Geduld, Geduld und weiter versuchen. Die Absagen wirst Du in Kauf nehmen müssen.

Antwort
von heide2012, 17

Dir wird tatsächlich nichts anderes übrig bleiben, als nun auch alle anderen Praxen zu kontaktieren und nach einem Termin zu fragen.

Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass die Absage nicht darin begründet ist, dass du in der gesetzlichen Krankenversicherung bist.

Hilfreich kann es sein, wenn dein überweisender Arzt sich selbst mit einer der Praxen in Verbindung setzt und auf die Dringlichkeit hinweist.

Kommentar von Seanna ,

Äh... "dringend" ist es wohl bei jedem Patienten.

Antwort
von Spuky7, 20

Das ist normal, das man Absagen bekommt. Versuch es woanders! Nicht aufgeben. Die haben auch ellenlange Wartelisten. 

Kommentar von Spuky7 ,

Wie alt bist du? Falls unter 18, Kinder -und Jugendlichentherapeut anrufen

Antwort
von Reisekoffer3a, 11

Ruf deine Krankenkasse an und schildere dein Problem.

Eventuell können sie dir einen Termin bei einem anderen Therapeuthen

vermitteln, bzw. weiterhelfen.

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