Frage von Martin500, 47

Von privater Krankenkasse wegen verschwiegener Tatsachen gekündigt?

Ich war bis zum 30.6. bei der GKV Securvitas versichert und war berufstätig und habe genug verdient um in die PKV zu wechseln. Ab dem 30.6. habe ich dann zur PKV Signal Iduna gewechselt und leider genau auch zum 30.6. meinen Job verloren. Da ich keinen Anspruch mehr auf ALG 1 habe bin ich nun beim Jobcenter und beziehe ALG 2. Das Jobcenter hat meine Beiträge für die PKV übernommen.

Am 20.7 bin ich dann 10 Tage in eine Entzugsabteilung einer Psychiatrie gekommen, da ich Schlafstörungen hatte und mir ein Schlafkraut aus dem Internet bestellt hatte, dass sich zu einer Sucht entwickelt hat. Es handelt sich hierbei um keine Droge oder illegale Substanz.

Vor dem Eintritt in die Psyschatrie habe ich bei der Signal Iduna nachgefragt ob sie diese Kosten übernehmen. Mir wurde gesagt, dass ein Entzug bezahlt wird, wenn man z.B. Cannabis oder sonnst wie von Drogen abhängig ist.

Nachdem sie die Rechnung erhalten haben, wurde angefangen nachzuprüfen ob ich bereits Vorerkrankungen hatte die ich eventuell verschwiegen habe. Letztlich hat die Signal Iduna herausgefunden, dass ich vor 8 Jahren beim Arzt war weil ich nee Lebenskrise hatte und abends zum einschlafen regelmässig Alkohol getrunken habe.

Daraufhin haben sie mir geschrieben, dass ich Tatsachen verschwiegen hätte und sie mir den Vertrag zum 5.11 hin kündigen.

1. Ist es Ok, dass dieses Arzt Besuch vor 8 Jahren, mit der Diagnose Depressive Verstimmung und Alkoholmissbrauch jetzt ein Kündigungsgrund bzw. ein Grund den Aufenthalt in der Entzugsklinik wegen einer legalen Kräutermischung nicht zu bezahlen?
2. Sollte dies der Fall sein, habe ich dann jetzt die Möglichkeit wieder in eine GKV zu wechseln bzw. nachträglich vom 30.6 wieder GKV versichert zu sein?

Leider bekomme ich überall mehrere Meinungen und bin mir nicht wirklich sicher welchen Weg ich jetzt gehen soll / kann. Ich bin derzeit 33 Jahre alt.

Vielen Dank für jegliche Hilfe bzw. Informationen Martin

Antwort
von Apolon, 40

1. Ist es Ok, dass dieses Arzt Besuch vor 8 Jahren, mit der Diagnose Depressive Verstimmung und Alkoholmissbrauch jetzt ein Kündigungsgrund bzw. ein Grund den Aufenthalt in der Entzugsklinik wegen einer legalen Kräutermischung nicht zu bezahlen?

Bedeutet dann wohl, dass die Gesundheitsfragen nicht wahrheitsgemäß beantwortet wurden.

Mit Sicherheit gibt es da eine Frage mit folgendem Wortlaut: "besteht oder bestand jemals eine Abhängigkeit von Medikamenten, Alkohol, Drogen oder anderen berauschenden Substanzen".

Den Rest habe ich ja schon an anderer Stelle beantwortet!

Antwort
von nersd, 25

Ich verstehe den ganzen Aufriss nicht. Wenn die PKV den Vertrag anficht und von Beginn an aufhebt, dann besteht Versicherungsspflicht zur letzten KV, also der Securvitas BKK. Anders ist es, wenn Sie den Vertrag nicht von Beginn an aufhebt, sondern kündigt oder dem Kunden ein Angebot macht, welches dieser nicht annimmt.

Also eigentlich im vorliegenden Fall ganz einfach und für den Betroffenen entsteht nirgends auch nur das geringste Problem. Also warum der Aufriss?

Antwort
von Delveng, 47

@Martin500, 

ja, die Vorgehensweise der Krankenversicherung ist mir bekannt.

Die Krankenversicherung meiner Freundin hat meine Freundin fristlos gekündigt. Grund war die (Fehl)Diagnose eines behandelnden Arztes. Dieser (falschen) Diagnose glaubte die Krankenversicherung und warf meiner Freundin das Verschweigen von Vorerkrankungen vor.

Kommentar von Apolon ,

@delveng,

es hilft niemandem hier im Forum, wenn nur Unsinn gepostet wird.

Deine Freundin hätte die Möglichkeit gehabt, einen Facharzt aufzusuchen und sich ein Gutachten erstellen zu lassen, mit einer Begründung, dass diese Krankheit nicht vorliegt.

Aber scheinbar hatte sie ein schlechtes Gewissen und hat darauf verzichtet.

Kommentar von Delveng ,

@Apolon, 

Aber scheinbar hatte sie

Du solltest dich eines korrekteren Schriftdeutsches befleißigen.

Der Fall ist authentisch und die falsche Diagnose stellte der Chefarzt einer Klinik.

Kommentar von Apolon ,

Du solltest dich eines korrekteren Schriftdeutsches befleißigen.

Der Witz des Tages !

Der Fall ist authentisch und die falsche Diagnose stellte der Chefarzt einer Klinik.

Auch Chefärzte sind keine Götter und machen Fehler !

Weshalb hat sich nicht von einem anderen Facharzt ein Gegengutachten erstellen lassen ?

Antwort
von Apolon, 35

@Martin500,

es macht keinen Sinn wenn Du deine Geschichte öfters änderst, bzw. hier im Forum an mehreren Stellen dazu deine Fragen stellst.

Außerdem reagierst Du nicht auf Fragen die man dir zu dem Sachverhalt stellt.

siehe:  https://www.gutefrage.net/frage/gesetzliche-vsprivate-krankenversicherung?foundI...

Und somit können wir dir auch nicht helfen!

Gruß Apolon

Kommentar von Martin500 ,

ich wollte mit dem neuem Beitrag noch mal alles detailiert und genau erklären, da sich beim ersten die Meinungen überschlagen haben. Aber an dieser Stelle, danke für deine Hilfe - nach längerer Suche und Gesprächen mit ein paar Anwälten ist deine Antwort die richtige. Ich muss wieder ein Beschäftigung aufnehmen um in die GKV zu rutschen. Auch wenn das eigentlich nicht mein Plan war, werde ich zusehen, dass ich wieder eine Beschäftigung bekomme - wenn auch nur Teilzeit und als Übergang.  

Kommentar von Apolon ,

werde ich zusehen, dass ich wieder eine Beschäftigung bekomme - wenn auch nur Teilzeit und als Übergang.

Ein mtl. Bruttoeinkommen von über 450 € und unter 4575 € muss vorliegen und die Tätigkeit muss mindestens ein Jahr dauern.

Antwort
von Peppi26, 47

Naja das du eine Depression hattest ist wirklich schon wichtig vorher zu sagen! Ja du kannst wechseln in die GKV!

Kommentar von Martin500 ,

Das wäre super, allerdings höre ich überall, dass ich  nur noch in die GKV zurück komme wenn ich eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehme. Zur Zeit bin ich noch arbeitslos gemeldet und wollte aber spätestens im Frühjahr 2016 als Freiberufler arbeiten.

Wie sollte ich das den der Securvitas GKV kommunizieren, dass ich aus der privaten rausgeflogen bin und wieder zu ihr möchte?

Kommentar von Peppi26 ,

naja weil du kein Geld hast um dir eine PKV zu leisten? ist ja auch so! bist ja arbeitslos!

Kommentar von Apolon ,

@peppi26,

Du schreibst Unsinn, allein weil man kein Geld hat oder keine Arbeit, kann man nicht so einfach in die GKV wechseln.

dies ist nur möglich, wenn man eine GKV-pflichtige Tätigkeit aufnimmt.

Kommentar von Peppi26 ,

das weiß ich doch auch, da hast du vollkommen Recht!

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