Frage von unschuldig2016, 36

Von Ex zu unrecht wegen Körperverletzung angezeigt. Was droht mir?

Meine Ex hat mich wegen Körperverletzung angezeigt. Womit sie mich genau belastet weiß ich nicht. Das steht in der Vorladung nicht drin. Der Zeitpunkt auf den sie sich bezieht ist 3 Monate her und ist das Wochenende, an dem ich rausgefunden habe, dass sie mich seit einem Monat mit einem anderen Mann betrogen hat. Sie hat danach mit mir gespielt, mir weiter Hoffnungen gemacht und mir noch hundertfach geschrieben, wie sehr sie mich liebt. Es gibt Fotos von ihr und mir eine Woche nach dem angeblichen Tatzeitpunkt. Darauf ist sie das blühende Leben und hängt mir in den Armen. Danach ist sie für 2 Monate zu ihrem Neuen gezogen und hat fast täglich mit mir geschrieben. Unter anderem am Ende der 2 Monate, dass sie ihren Neuen verlassen wird. Diese Nachricht habe ich ihm geschickt. Danach war Ruhe, was ihre Nachrichten anging. Ich vermute, dass die Anzeige ein Racheakt ist, denn ich habe ihr NICHTS getan.

Anwalt ist mir zu teuer, daher will ich ohne einen zur Vorladung bei der Polizei. Ich habe eine weiße Weste und hoffe, dass mich "das System" auch entsprechend behandeln wird, auch wenn ich es ohne Anwalt versuche. Da es keine Körperverletzung gab, steht dann wohl Aussage gegen Aussage.

Wie sieht mein Risiko aus, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt?

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich verurteilt werde, wenn es keine Beweise, aber eine ganze Menge Liebesbekundungen und ein paar einträchtige Fotos gibt, die sie eine Woche später glücklich und unversehrt zeigen?

Kann ich ihr Motiv "Rache" auch in der Vorladung vorbringen?

Ich hab echt noch 100 weitere Fragen, will es aber erstmal dabei belassen...

Vielen lieben Dank vorab an jeden, der/die mir hier hilfreiche Infos geben kann!

Antwort
von Hytoxic, 9

Das sollte kein Problem sein, aber vor Gericht gibt es immer ein gewisses Risiko. Außerdem müsste die Tat bewiesen werden, was ohne Fotos und ärztliche Gutachten fast unmöglich ist. Die Rache vorzubringen ist sehr gut, da so ihre Glaubwürdigkeit herabgesetzt wird.

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