Frage von Venezodeutsch, 84

(Von einer verzweilten Mutter in auftrag gegeben) Wie kann man das Kind zum Schlafe bringen (fast 2 Jahre alt)?

Eine Mutter ist verzweifelt weil das Kind nicht schlafen will. Es weigert sich immer obwohl schon eine Routine eingesetzt wurde und auch eine feste Uhrzeit eingesetzt wurde- Durchschlafen tut das Kind auch aber es will nicht einschlafen und weigert sich-

Was kann man da tun? Wie kann man das Kind zum Schlafen bringen ohne lange darum kämpfen zu müssen?

Antwort
von NicoleU, 19

Da es jetzt schon so negativ eingefahren ist wird es wahrscheinlich etwas länger dauern bis das einschlafen gut klappt. Das ist erstmal das wichtigste, was die Mutter sich klarmachen muss. Sowas klappt nicht innerhalb von wenigen Tagen.

Die Mama braucht erstmal Ruhe und Geduld bis das Kind im bettfertig ist. Kuscheln vorm hinlegen und vielleicht noch ein Buch gucken.

Es könnte gut sein dass das Kind Angst hat vor dem Einschlafen. Die Mama sollte jetzt erstmal bei dem Kind bleiben bis es eingeschlafen ist.  Ich hab mich damals auf eine kleine Matratze neben das Bett gelegt. Es kann zu Beginn lange dauern bis das Kind eingeschlafen ist, aber mit der Zeit wird es schneller gehen. Dann kann sie irgendwann anfangen zu sagen dass sie kurz zur Toilette geht, aber auch wirklich wiederkommen. Das schafft Vertrauen. Die Zeiten die Mama draußen bleibt werden dann länger und irgendwann schläft das Kind in dieser Abwesenheit ein. Wenn das funktioniert die Zeit wenn Mama geht immer früher setzen. Aber dabei behutsam vorgehen und wenn es nötig ist auch ruhig mal wieder länger bleiben bis das Kind schläft. Das schafft Vertrauen!

Aber bitte niemals das Kind im Bett weinen lassen so wie es im Buch "jedes Kind kann schlafen lernen" beschrieben wird. Das Kind soll doch in vertrauen auf die Eltern schlafen und nicht mit der Angst des verlassen werden. Die Methode mit dem schreien lassen mag vielleicht schneller zum Ziel führen aber langfristig ruhigere Abende und Nächte gibt es wenn das Kind gut in den Schlaf begleitet wird. Und irgendwann wird dann das Kind auch alleine im Bett liegen und auf das einschlafen warten.

Antwort
von Shilja, 23

Wahrscheinlich ist die Mutter selbst schon ab der Sekunde, wo es heißt "Schlafenszeit" total aufgelöst und genervt von diesem ständigen Kampf der sich tagtäglich einstellt sobald das Kind zum Bett gebracht wird.
Hier würde ich mal grundsätzlich empfehlen die Mutter selbst zu entspannen - das Kind fühlt diese angespannte Atmosphäre und wird deshalb ebenfalls unruhig und deshalb wird das nicht funktionieren.
Vielleicht mit dem Kind gemeinsam ein schönes warmes Bad nehmen, damit sich auch die Mutter dabei entspannen kann - das ist nämlich das schönste und beruhigendste für ein Kleinkind - eine ruhige Mutter. Fühlt das Kind diese angespannte, genervte Mutter dann wird es instinktiv gegen den Schlaf kämpfen weil mit Geborgenheit hat das dann wenig zu tun.
Auch sollte das Ritual überdacht werden - vielleicht ist es zu kurz und zu übersichtlich für das Kind - also alles schön gemütlich und geordnet, ruhig das Kind mit einbeziehen und fragen, was als nächstes kommt und loben wenn es sich an den Ablauf erinnert - viel kuscheln, Ruhe einkehren lassen und wenn man als Mutter zu angespannt und ausgelaugt ist gerne mal den Vater bitten eine Geschichte vorzulesen damit Mama runter kommen kann um sich dann entspannt dazu legen zu können um etwas zu kuscheln bis das Kind eingeschlafen ist.
Meist entwickelt man solche "Kämpfer" mit dem eigenen Verhalten - also viel zu angespannt und verzweifelt an die Situation heran zu gehen - was man dann auf das Kind überträgt.

Falls ein Mittagsschläfchen noch gehalten wird, dieses vielleicht zusätzlich früher ansetzen als bisher :)

Antwort
von AriZona04, 30

Liebhaben! Das Kind umarmen. Und vorher ein Ritual entwickeln, welches ca. eine halbe Stunde dauert: Pyjamas anziehen, Zähne putzen, Klogang, Buch vorlesen mit Kuscheln. Und dann sich verabschieden. Tagsüber natürlich etwas mit dem Kind unternehmen, damit die Bindung zwischen Eltern und Kind aufgebaut wird. 

Antwort
von kiniro, 5

Ein Kind ist keine Puppe, die auf Knopfdruck funktioniert.

Ich behaupte mal, dass diese Routinen schlichtweg nicht passen und / oder zu starr sind.
Sprich, sich absolut nicht an die Bedürfnisse des Kindes anpassen.

Von "Kind will nicht schlafen" in dem Alter zu sprechen, ist schon heftig.

Feste Uhrzeiten? Großer Fehler in meinen Augen, da Schlaf ein Grundbedürfnis ist, das die entsprechende (nicht) müde Person von Geburt an selbst merkt. 
Natürlich brauchen ein Baby und ein Kleinkind beim Einschlafen mehr Unterstützung als ein älteres Kind.

Der Mutter empfehle ich:

  • weg mit der starren Uhrzeit und
  • auf die Müdigkeitsanzeichen des Kindes achten

dann sollte sich nach einigen Tagen das Problem mit dem "Kind will nicht einschlafen" geben.

Oder kann besagte Mutter einschlafen, wenn es 22:30 Uhr ist, obwohl sie noch gar nicht müde ist?

Antwort
von Turbomann, 28

Mit solchen Situationen müssen Eltern manchmal durch.

Hat die Mutter Rituale eingeführt, wie z.B. Geschichten vor dem einschlafen vorlesen oder sich kurz zu dem Kind hinlegen bis es eingeschlafen ist?

Oder tobt (tollt) das Kind vielleicht vor dem Schlafengehen noch etwas herum, dass es aufgeputschist?

Antwort
von DrakonBukana, 41

Vielleicht am Tage richtig auspowern, kein Mittagsschlaf,
am Abend noch ein Buch anschauen dann schlafen.

Oder irgendein Summ-Lied, worauf es dann reagiert.

Antwort
von Midgarden, 28

Möglichst wenig Gewese darum machen und sich ein paar Tage ans Bett setzen, "Tobsuchtsanfälle" ignorieren

Einfach zeigen, daß man sich nicht aus der Ruhe bringen läßt und den längeren Atem hat

Antwort
von maulmau, 23

Vielleicht passt die Routine nicht mehr zum Einschlafverhalten des Kindes und/oder das Schlafbedürfnis hat sich geändert.

Antwort
von wilees, 30

Es gibt nur eins - weiterhin ruhig und konsequent das Kind ins Bett zurückbringen und auch nicht immer mit ihm sprechen, hinlegen z.B. über den Kopf streichen und den Raum wieder verlassen.

Kommentar von kiniro ,

Knast-Zaun-Methode aus "jedes Kind kann kotz...äh...schlafen lernen"

geht mal so was von absolut gar nicht.

Antwort
von wurstbemmchen, 35

Zum schlafen zwingen geht nicht. Das kann keiner auf Knopfdruck. Am besten so gut wie möglich ignorieren und nicht auf Gequengel oder gar Diskussionen einlassen. Erfordert viel Kraft aber ist auf lange Sicht am besten.

Antwort
von BabyBaylee, 9

Klar, diese Schlafstörungen haben alle Kinder mal. Unser Sohn auch. Wenn alles nichts gebracht hat, musste zum Schluss der Krabbeltrick ran. Ich habe ihm bei mir ins Bett genommen, den Kopf auf die Schulter und seinen Körper in die Armbeuge und dann immer ruhig zugesprochen, mit dem Zeigefinger im Ohr "gepult" und über den Nasenrücken und über der Stirn gestreichelt. Haare nach hinten gestrichen und so wurden die Augen nach und nach schwerer. Manchmal hat man nebenbei mit etwas lauterer Flüsterstimme eine Geschichte erzählt.

Wirkt wahre Wunder. Gerade das mit dem Ohr .. ;) Geheimtipp einer Hebamme.

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