Frage von Sonsa93, 140

Von der Kasse zur Tierflüsterin?

Hallo liebe Leute...:)

Ich (23) möchte liebend gern mit Tieren arbeiten.. Tierarzthelferin, Tierpflegerin, etc.. Habe aber nach meiner Schulzeit eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau gemacht, und erfolgreich abgeschlossen, dass ich wenigstens eine Ausbildung habe.. Vor der Ausbildung zur EHKF habe ich mich schon im Tierbereich zwecks Ausbildungen beworben aber nichts bekommen...

Jetzt meine Frage... Mein Traum ist es aber immernoch, mit Tieren zu arbeiten. Hat man eine andere Möglichkeit irgendiwe in diesen Bereich reinzukommen? ohne eine weitere Ausbildung zu machen? Weil ich schon vor der Einzelhandelsgeschichte eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin abgeschlossen habe.. und ich einfach nicht mehr die Schulbank drücken möchten...:/

Danke im Vorraus für eure Antworten... :)

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 76

Hallo, 

ich kann dich wirklich sehr gut verstehen! Habe auch lange und viel versucht. Letztlich doch eine andere Ausbildung machen müssen. Das ist leider echt nicht einfach. :/ 

Es ist schon mal gut, dass du eine alternative abgeschlossene Berufsausbildung gemacht hast. Ich bin auch grade dabei. Danach würde ich Tierheilpraktikerin und Huforthopädin lernen, um mich selbstständig zu machen. TMFA oder Tierpfleger wäre letztlich auch nur Zeitverschwendung, einen Ausbildungsplatz bekommt man zwar irgendwann. Aber danach einen Job? Fast unmöglich. 

Ich empfehle dir irgendwelche kurzen Lehren im Tierbereich zu machen, wo du nur paar Monate oder 1-2 Jahre lernst.  Allerdings hat das auch seinen Preis. Ich zahle dann jetzt für 2 Jahre Tierheilpraktikerin über 5000 Euro. Das kann man aber während der Ausbildungszeit ratenweise abbezahlen. Gibt natürlich auch kürzere Versionen, aber man möchte es ja auch richtig lernen. Wenn du damit wirklich selbstständig werden möchtest, dann wirst du evtl. Weiterbildungen oder noch was zusätzlich machen müssen. 

Ich wünsche dir alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 64

Tierflüsterer sind eigentlich Menschen mit ganz besonderen Begabungen. Den Lehrberuf Tierflüsterer gibt es nicht wirklich - allerdings gibt's da sicherlich Leute, die das tatsächlich zum Beruf gemacht haben und das zum teil sogar sehr erfolgreich, wie zum Beispiel dieser Ostfriesen Tamme Hanken, der es dank TV und vieler Anhänger zu großer Prominenz gebracht hat und der bildet tatsächlich auch Lehrlinge aus. 

Wenn Dein finanzieller Atem soweit ausreicht, dass Du Dir eine neuerliche Lehre leisten kannst und Du ortsungebunden bist, dann kannst Du ich ja ohne Weiteres bei solchen Spezialisten bewerben.

Im Bereich reiten und Pferde, da brauchst Du schon gute Vorkenntnisse, denn als Auszubildende auf einem Reiterhof geht es eben in erster Linie darum, zu reiten und um den Umgang mit Pferden. 

Anders als in anderen Berufsgruppen setzen die Arbeitgeber hier in der Regel ein Grundwissen und Grundfertigkeiten voraus. Der eine mehr, der andere weniger. Aber bei Null wird kein Ausbilder an einem Reitstall anfangen wollen.

Was mir jetzt einfällt bei der Arbeit mit Tieren - das wäre der Zoo, wenn Tierpfleger für Dich auch unter Arbeit mit Tieren fällt. Da kannst Du sehr vielschichtig tätig werden - zum Teil ungelernt mit Einarbeitung und zum Teil auch als Ausbildungsberuf, eventuell mit Verkürzung der Lehrzeit wegen der bereits abgeschlossenen Ausbildungen.

Kommentar von Sonsa93 ,

ich meinte ja nicht direkt "Tierflüsterer" :D... 

Kommentar von Sallyvita ,

Stand aber in der Überschrift;-)))  Versuch es doch bei den Zoos in deiner Umgebung. Dort werden oft Menschen mit großer Tierliebe und viel Idealismus gesucht, die jedoch auch handfest zupacken können müssen und eben nicht nur lieb zu Tieren sind, sondern auch Ställe misten können. Wenn Du das kannst und so gerne mit Tieren arbeiten möchtest, dann wäre das mit Sicherheit etwas für Dich.

Antwort
von Tasha, 68

Du könntest versuchen, Dich zur Tiertherapeutin mit Tieren, die Du schon gut als Haustiere kennst, ausbilden zu lassen. Bekannt sind ja Hundetrainer und Katzentherapeuten. Dazu braucht man keine Ausbildung, man kann aber verschiedene Kurse belegen oder ein Fernstudium (meist wohl für Hundetrainertätgkeiten) machen. 

Auch Hundefrisöre haben meines Wissens keine Ausbildung. Ich denke aber, wenn Du Beratungen für Halter machst, muss das sehr lange nebenher laufen, bis Du genug Kunden hast und davon leben kannst. Dafür müsstet Du eine Webseite aufbauen, auf der Du von Deiner Tätigkeit berichtest und vielleicht auch allgemeine Artikel über die Tierart schreibst, so dass Halter auf Dich aufmerksam werden. Je nach Tierart ist die Tendenz, eine Beratung zu bezahlen, unterschiedlich hoch. Wer Probleme mit seinem Hund hat, macht es eher als jemand, der Probleme mit seiner Katze hat; große Papageien schaffen ggf. auch einen so starken Leidensdruck, dass man zu einer Beratung geht (das Feld scheint aber schon von der Frau aus dem Fernsehen gut abgedeckt zu werden, da sie sehr viel Werbung macht), und wer Hamster oder Teichfische hat, ruft fast nie eine Beratung (obwohl das bei Teichfischen oft nötig wäre, nicht weil die Fische schwierig sind, sondern weil der Teich verschmutzt ist (Algen), der Reiher kommt etc.).

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 8

Hallo Sonsa93,

Von der Kasse zur "Tierflüsterin" gibt es nicht. Weil es keine Tierflüsterer gibt. Das sind Scharlatane die gelernt haben mit Tieren Kasse zu machen, weil die Gesellschaft das will.

Aber: Der erste erlernte Beruf ist die Einstiegshilfe zu einer "Berufung", denn man muß nicht bei dem ersten Beruf bis ans Lebensende bleiben. Doch er kann Dir helfen deine Umorientierung zu finanzieren.

Fast alle wirklich begnadeten Hundefachmenschen, die Hunden und ihren Menschen helfen zueinander zu finden (egal wie, ob als Tierschützer oder Verhaltenstrainer), sind als Seiteneinsteiger zu dieser Tätigkeit gekommen.

Doch: Bitte, Bitte versprich mir, daß du niemals eine Kleintier- Katzen oder Hundezüchterin wirst!

Du solltest in Deinem Beruf arbeiten und in Deiner Freizeit beginnen - ehrenamtlich - im Tierschutz, beim Tierheim - mit auszuhelfen. So bekommst Du Kontakte und Einblick, sowie Umgang mit Tieren und Menschen.

Nebenbei beginnst Du, wenn Du Erfahrung erworben hast und das immer noch willst, eine Fachausbildung. Diese musst Du selbst bezahlen!

Egal ob Du Tierheilkunde oder Verhaltenstraining für Hund und Halter, etc wählst - solche wirklich guten, fundierten Ausbildungen kosten Geld und werden nicht vom Staat übernommen.

Du kannst solche Schulungen bei animal learn, canis, und.... was derzeit sehr empfehlenswert ist, bei Cum cane familaris anstreben.

http://www.cumcane-familiari.ch

Aber ohne praktische Erfahrung an den entsprechenden Tieren geht gar nichts. Deswegen - Ehrenamtlich - Tierheim, Tierschutzverein durch aktive Mitarbeit am Tier, unterstützen.

Für die wirkliche, sehr interessante Arbeit in der Verhaltensforschung am Tier (Wolfs Forschungscenter Ernstbrunn zum Beispiel und viele andere) ist der berufliche Zug abgefahren. Hierzu müsste man Biologie/Zoologie studieren.

Es gibt vielerlei Wege in der Arbeit mit Tieren auch seinen Unterhalt zu verdienen. Ohne Ausbildung ist alles nichts. Selbst als Tages - Kita - für Hunde ist eine Ausbildung mit Grundwissen und Abschluß im Angebot und definitiv hilfreich dann auch damit selbständig erfolgreich zu werden.

Du solltest aber in jedem Fall versuchen deine Tagesarbeit zu Deiner "Berufung" zu machen. Das ist für einen Menschen befriedigender als einfach "nur Schaffen zu gehen" um Geld zu verdienen.

Deswegen - Einstieg als Hobby in die Berufung. Von diesem Begriff kommt das Wort "Beruf"

Viel Glück und Erfolg dabei wünsche!

Antwort
von Negreira, 31

Sei nicht böse, aber aus Deiner letztjährigen Frage entnehme ich, daß Du von Katzen wenig Ahnung hast. Wenn Du Dich soooo sehr für eine Tätigkeit mit Tieren interessierst, hättest Du Dich vor der Anschaffung vorab informiert und nicht bei GF fragen müssen.

Stell Dir den Umgang mit Tieren nicht so leicht vor. Es ist zwar wunderbar, Tieren helfen zu können, aber die Hauptarbeit besteht im Saubermachen und Putzen. Da ist nicht viel mit Schmusen oder "umgehen". Du hast bereits 2 Ausbildungen gemacht, wieso willst Du jetzt etwas völlig anderes machen, dazu noch ohne jegliche Grundlage? Werde Dir doch erst mal über Dein Leben klar. Was passiert, wenn Du feststellst, daß diese Arbeit ebenfalls nicht Deinen Vorstellungen und Wünschen entspricht? Machst Du dann noch eine 4. Lehre?

Kommentar von Sonsa93 ,

eeeehm... ich habe sehrwohl Ahnung von Katzen:D ich komme aus einen Elterhaus wo meine Mum 10 Katzen hat und ich habe jetzt 3 Katzen. Behaupte nicht, dass ich keine Ahnung von Katzen habe. Ausserdem darf man da wohl nachfragen oder?

Ich will etwas anderes machen, weil mir der Beruf Einzelhandelskauffrau nicht sonderlich gefällt. 

Sag DU mir nicht, dass ich erstmal mit meinem Leben klarkommen soll?! was stimmt mit dir nicht? ich weiß sehrwohl, dass diese Arbeit mit Tieren genau mein Ding ist, da ich schon mehrmals Praktikas gemacht habe in diesem Bereich.

Antwort
von adventuredog, 54

CANIS bietet eine Hundetrainerausbildung, deren erfolgreicher Abschluss zu einer behördlich anerkannten Zertifizierung führt!

Die Tierärztekammer Schleswig-Holstein hat, in Verbindung mit dem Innenministerium Schleswig-Holstein und mit Experten aus den Bereichen Tiermedizin/Verhaltenstherapie, Praxis und Wissenschaft, Qualitätskriterien für Hundetrainer/-innen und deren Umsetzung in Form einer Prüfung entwickelt. Der erfolgreiche Abschluss der Prüfung stellt dann eine Zertifizierung der Tätigkeit der jeweiligen Person dar.

Die seit Mai 2007 gültigen Regelungen gelten bundesweit, können von jedem, der in entsprechenden Berufen tätig ist, absolviert werden und sind frei von Verbandszugehörigkeiten o.ä.

Im Folgenden finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten zur Zertifizierung für Hundetrainer/-innen und Verhaltensberater/-innen.


Quelle http://www.canis-kynos.de/Canis-Studium-Zertifizierung.html


Viel Erfolg! 
Es gab da auch ein Amt  (ARGE?) welches die Hundetrainer-Ausbildung für Arbeitslose und Frührentner bezahlt hat, damit die wieder eine Aufgabe haben.... frag mal bei CANIS nach, die wissen mehr.



Kommentar von MiraAnui ,

das Geld muss man erstmal haben... da sucht man lieber eine Hundeschule die Ausbildet, wovon man wahrscheinlich auch mehr hat...

ein guter Hundetrainer lernt in der Praxis mehr als in Skripten..

Kommentar von adventuredog ,

hallo MiraAnui

das Geld bekommst derjenige, bei bestimmten Voraussetzungen, durch Fördermittel, es gibt da verschiedene Möglichkeiten. 

Die Ausbildungen laufen über Hundeschulen. CANIS ist eine langjährig bekannte Hundeschule in Schleswig-Holstein. Es gibt aber auch andere, die ausbilden. Lies auch:



FÖRDERUNG ÜBER BILDUNGSPRÄMIEN

Durch unsere Zertifizierung werden Sie für eine Teilnahme am DCI Ausbildungsprogramm auch mit der Bildungsprämie durch das Ministeriums für Bildung und Forschung finanziell unterstützt.


Quelle http://www.dogcoach-institut.de/ausbildungen/finanzierung.html

Wer oder Was nun gut oder besser oder sonstwas ist, war ja nicht die Frage. Ohne fundierte Ausbildung wird die Fragestellerin wohl nicht weiter kommen.

Antwort
von Boxerfrau, 47

Ohne noch mal etwas zu lernen wird es wohl nicht funktionieren. Es sei denn du fängst bei Fressnapf oder sonst einem Tiergeschäft an. Aber dann liegt dein Hauptaugenmerk auch auf dem Verkaufen.. Also da du ja schon 2 Ausbildungen gemacht hast, kannst du die neue Ausbildung verkürzen auf zwei jahre. Oder du machst neben der Arbeit eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin. Allerdings muss man das selbst zahlen und ob du danach davon leben kannst, bezweifle ich. Davon gibt es mittlerweile einfach schon zu viele.

Antwort
von Fuchssprung, 14

In deiner Nähe gibt es ganz bestimmt eine "Wildtierhilfe". Nimm mit den Leuten Kontakt auf und bring dich dort ein. Sieh selbst was du leisten kannst und wie weit du mit deinen Fähigkeiten kommst. Wenn du in diesem Bereich anfängst, ergibt sich mit der Zeit garantiert eine Möglichkeit, mit der du auch Geld verdienen kannst. Du weißt selbst am Besten was dir liegt. Ob du mit Hunden, Katzen, Vögeln, Pferden oder was auch immer arbeiten möchtest. Wenn du keine Anstellung findest, mach dich Selbständig. Am Anfang kannst du immer noch deine Brötchen hinter der Kasse verdienen und deine Leidenschaft nebenbei ausleben. Später kannst du vielleicht im Job kürzer treten und möglicherweise kannst du irgendwann ganz von dem leben, was du gern machst. Auf jeden Fall solltest du es versuchen und nicht nur davon träumen.

Antwort
von JolieBijou, 28

Also wirklich einen Job ohne Ausbildung gibt es nicht und selbst wenn, was soll das schon sein? Wenn es jeder daher gelaufene Trottel von sich behaupten kann. Dann gibt es noch einige Alternativen auf die du allerdings selbst draufzahlen müsstet.

Ziemlich wichtig ist auch das man in Tierberufen quasi nichts verdient. Also wirklich wirklich wenig. Wenn es dir nicht um Geld wäre es doch praktischer sich eine  halbtags oder dreiviertel Stelle zu suchen und die restliche Zeit ehrenamtlich im Tierheim zu arbeiten.Damit ist sicher allen mehr geholfen als wenn du 10000€ für irgendwelche Fortbildungen ausgibst. Das Geld kannst du besser in den Tierschutz investieren.

Antwort
von 1Woodkid, 15

Du kannst ein Hausstudium zur Tierheilpraktikerin machen und Dich dann selbständig machen. Dickes Daumendrück ;-))

Antwort
von diroda, 32

Beschäftige dich als Hobby mit Tieren, nicht als Beruf. Bewerbe dich z.B. bei Fressnapf.

Kommentar von 1Woodkid ,

Oh ja toll....für Mindestlohn 8.50...toller Erfolg!!

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