Von der Frau zum Mann?

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5 Antworten

Es ist für Eltern natürlich nicht leicht, so etwas zu akzeptieren. Aber im Grunde haben sie eh keine andere Wahl. Deine "Freundin" (eigentlich sollte man "Freund" sagen) sollte mal wirklich ernsthaft mit der Mutter reden. Sie also dazu zwingen, dass sie vernünftig zuhört. Es wäre auch von Vorteil, wenn sich Deine Freundin im Internet genau informiert, damit sie die Fragen, die evtl. von der Mutter kommen dann auch beantworten kann. Wenn Deine Freundin immer nur halbherzig da Thema anschneidet, dann wird die Mutter es auch nicht ernst nehmen. Wenn Deine Freundin es wirklich ernst meint, dann sollte sie auch anfangen (falls sie es nicht schon macht) Herrenkleidung zu tragen. Dann fängt die Mutter vielleicht auch mal an, sich Gedanken zu machen. Es kann aber auch sein, dass die Mutter längst etwas geahnt hat und es nur nicht wahr haben möchte. Immerhin wünscht man sich das nicht unbedingt für sein eigenes Kind.

Alternativ könnte Deine Freundin auch einen Brief an ihre Mutter schreiben. Das hilft auch manchmal und ist oft auch leichter. Da kann sie auch Dinge rein schreiben, sie sich vielleicht nicht zu sagen traut.

Schau mal auf dieser Seite nach: http://www.transmann-info.de/#Home      ; Das ist eine recht ausführliche Seite mit vielen Infos.

Kurzfassung:                                                                               Man fängt mit der Psychotherapie an, dann kommen verschiedene Untersuchungen, man bekommt Hormone (Testosteron), kann den Antrag auf Vornamensänderung beim zuständigen Amtsgericht stellen und einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse und zum Schluss kommen dann die Operationen Der Therapeut führt einen im Grunde durch diesen ganzen Prozess durch, bis die Kostenübernahme der Krankenkasse vorliegt - das dauert im Schnitt ca. 2 Jahre und diese ca. 2 Jahre sind auch gleichzeitig der sogenannte Alltagstest. Der Alltagstest wird gemacht, damit man sich schrittweise in seiner Umgebung outen kann und er dient dazu, quasi zu testen, um man das Leben als Mann auch wirklich führen möchte.

Die wichtigste OP ist für die meisten die Brust-OP. Einen Penoidaufbau lassen viele gar nicht machen, weil die Komplikationen dabei immer noch recht hoch sind. Die optischen Ergebnisse sind aber mittlerweile meistens recht gut. Die Kosten für die OP´s werden komplett von der Kasse übernommen. Die Kosten für die Vornamensänderung muss man selber bezahlen, wenn das Einkommen hoch genug ist. Ist das Einkommen zu gering, dann kann man einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen und dann werden die Kosten auch übernommen. Es kann aber sein, dass man diese Kosten zurückerstatten muss, wenn das Einkommen irgendwann hoch genug ist.

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So wie du das mit ihrer Mutter schilderst wird sie wohl anscheinend so gut wie nie ernst genommen. Hat deine Freundin denn überhaupt ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter? Denn wenn das nicht der Fall, dann kann sie sich kommende Gespräche mit ihr sparen.
Sie sollte meiner Meinung nach nochmal einen ruhigen Moment mit ihrer Mutter suchen und ihr sagen, wie sie sich fühlt! Wenn das nichts bringt, dann kann sie ja mal ein Gespräch mit ihrem Vater führen. Vielleicht ist ihr Vater ja verständnisvoller. Und wenn das auch nichts bringt, dann kann sie den Schritt mit ihren 18 Jahren auch alleine wagen. Unterstütze sie weiterhin! Wenn der erste Schritt gewagt ist, dann bekommen ihre Eltern möglicherweise mal die Augen auf und sehen wie die Lage ist.

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Eine Geschlechtsumwandlung ist ein jahrelanger Prozess mit Hormonbehandlung und möglicherweise einer Operation. Dazu kann man durch Googlen vieles herausfinden. Das praktische Problem dabei sind die hohen Kosten, vermutlich kommt dafür keine Krankenkasse auf. Und seriöse Ärzte würden das nicht so ohne weiteres machen (und vielleicht in Deutschland auch nicht dürfen). Die Mutter reagiert verständlich, was soll sie anders tun als verständnislos darauf reagieren. So etwas muss man meistens gegen den Widerstand der Angehörigen durchführen und natürlich muss man vorher sicher sein, dass das nicht irgendwelche pubertären oder neurotische Flausen sind.

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Erste Stufe dieses Vorhabens ist immer: Psychotherapie. Vorher wird dies Vorhaben von Ärzten nicht ernsthaft in Angriff genommen !

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Kommentar von YukiBe
07.02.2016, 17:59

Weswegen denn?

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Hallo,

Nun, da sie 18 ist und somit volljährig, hat sie ihre Entscheidungen und muss somit kein Einverständis der Mutter (oder eines Erziehungsberechtigten) bekommen, um sich umoperieren zu lassen. Wenn sie trotzdem die Meinung der Mutter haben will, sollte sie einfach auf sie zugehen und vielleicht ein Gespräch in so einer Art suchen...

''Hey, Mama. Ganz ehrlich, wenn du es nötig hast mich immer zu ignorieren, ist es nicht mein Problem.Wenn du mir nicht Antworten willst, ist es dein Problem. Ich kann machen und lassen was ich will und wenn dir das egal sein wird, weiß ich nicht, was du für eine Mutter bist. Es wäre natürlich schön, wenn du mir zuhören würdest, aber es ist deine Entscheidung. Du bist eine erwachsene Frau und solltest eigentlich wissen, dass deine Tochter auch mal Hilfe braucht...''

Das wäre auf jeden Fall meine Angehensweise.

Und zu der anderen Frage: Das passiert alles bei einer Operation und/oder einer Hormonbehandlung. Wenn sie weiteres erfahren möchte, kann sie das im Internet nachschauen.

Aber um sicher zu gehen, dass sie das wirklich will und das nicht nur so eine ''Phase'' ist, sollte sie zum Therapeuten und/oder zum Frauenarzt.

-Sage.

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