Frage von Deglow, 179

Von der Bundeswehr zur Bundespolizei..... bzw. Landespolizei?

Hallo! Kurz und knapp zu mir. Z.Z als Soldat bei der Bundeswehr f. 12 Jahre verpflichtet. Dienstzeit Endet am 31.09.2019. Abzüglich meiner 2 Jahre, die ich vom Militärischen Dienst freigestellt werden kann, und damit ab dem 01.10.17 meine Ausbildung bei der Bundespolizei oder Landespolizei. Leider bin ich mir noch nicht 100% sicher zu welcher der beiden Einrichtungen ich eintreten möchte. Hierzu hätte ich noch ein paar Fragen:

1.) Ist es richtig das ich als Soldat der Bundeswehr meine Besoldungsstufe bei der Bundespolizei übernommen wird.

2.) Ist es richtig, das ich als Polizist bei der Landespolizei Krankenvericherungsbeiträge leisten muss. Dies ist bei der Bundespolizei denke ich wie auch bei der Bundeswehr frei, oder?

3.) Gibt es bei irgendeinem der Beiden Einrichtungen die besseren Aufstiegschancen, und wo endet der mittlere Dienst. Hab mir von EInstellungberater der Landespolizei sagen lassen das es dort sogar die Chancen gib im mittleren Dienst bis A10 aufzusteigen,

Vielen Dank für eure Hilfe!

Antwort
von Apfelkind1986, 137

1) Jein. Du kannst den sogenannten E-Schein beantragen. Damit werden dir deine letzten Bezüge 10 Jahre lang weiter gezahlt, dafür wird dir deine Abfindung um 75% gekürzt und die verlierst alle Ansprüche auf Übergangsbeihilfen oder Aus- und Weiterbildungen. Nach den 10 Jahren erhältst du dann das Gehalt der Besoldungsstufe, die du bis dahin erreicht hast, wenn du Pech hast, ist es weniger. Denk auch dran, dass Landesbeamte schlechter verdienen als Bundesbeamte. Wenn du also beim Bund mit A08 ausscheidest und dann bei der Landespolizei nach 10 Jahren wieder bei A08 angelangt bist, wirst du weniger bekommen.

2) Alle Beamte müssen sich privat krankenversichern, egal ob Landes- oder Bundesbeamte. Der Dienstherr zahlt eine Beihilfe, ich weiß aber aus dem Kopf nicht, wie hoch die ist.

3) Der mittlere Dienst ist weder bei Bundes- noch bei Landespolizei das gelbe vom Ei. Schau lieber erstmal, ob es den mittleren Dienst in deinem Bundesland noch gibt, in einigen Ländern ist er weggefallen.

Antwort
von Ahnunglos, 120

1.) Nein. Du erhältst theoretisch, je nach Laufbahn (mittlerer/gehobener Dienst) die Besoldungsstufe des Eingangsamtes, also A7 mD bzw. A9 gD, während deiner Ausbildung dort die Anwärterbezüge für A7 oder A9. Nach längerer Dienstzeit bei der Bundeswehr kann es jedoch sein, dass die Bundeswehr dir dein Gehalt eine gewisse Zeit weiterzahlt, während du dich quasi für einen normalen Beruf qualifizierst (Ausbildung). In diesem Fall wirst du deine Besoldung auch vorerst weiterhin von der Bundeswehr beziehen anstatt etwas von der Ausbildungsbehörde zu erhalten. Nach einer gewissen Zeit erhältst du deine Besoldung dann auch von der jeweiligen Behörde und nicht mehr von der Bundewehr. Was jedoch auf deine spätere Besoldung übernommen wird ist deine Erfahrungsstufe im öffentlichen Dienst, d.h. du verdienst schonmal mehr als jemand der zum erstenmal in ein Dienstverhältnis im öffentlichen Dienst eintritt bei gleicher Besoldungsstufe.

2.) IdR muss man sich zu einem gewissen Teil selbst privat versichern. Das kommt jedoch auf die jeweiligen Länder bzw. Bund an. Dazu am besten die jeweiligen Berater befragen.

3.) Wo die besseren Aufstiegschancen sind lässt sich schwer sagen. Das kommt auf die jeweilige Behörde und die Länder an. Normalerweise kommt man im mittleren Dienst bis A9 + Zulage. Eine A10 Stelle im mD wird daher warscheinlich schwierig zu erreichen sein. Das kommt aber eben alles auf die Länder an.

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