Frage von International12, 54

Von Berufsvorbereitender Bildungsmaßnahme (BVB) abmelden?

Das Arbeitsamt hat mich für eine BVB angemeldet, die ich am Freitag, also vorgestern angefangen habe. Leider komme ich dort garnicht zurecht, ich fühle mich extrem unterfordert und irgendwo auch unfair behandelt, denn ich habe den Realschulabschluss und wurde in die Klasse mit Hauptschülern und Leuten ohne Abschluss gesteckt. der Tag dauert viel zu lange (10 h) und weder die Schüler noch die Dozenten machen ernsten Unterricht wo man etwas lernt. Von ihrem Sozailverhalten ganz abgesehen. Deshalb möchte ich mich Morgen, also am Montag wieder abmelden und lieber weiter zuhause selbstständig nach einem Aushilfsjob, Praktikum, oder nach einer Ausbildung suchen. Ich wollte eigentlich dieses Jahr irgendwo als Aushilfe arbeiten und nächstes Jahr erst eine Ausbildung anfangen aber das ganze ist nicht so gelaufen wie ich wollte und damit das Kindergeld nicht gestrichen wird und ich keine allzu große Lücke im Lebenslauf haben darf hat mich das Arbeitsamt in diese Maßnahme gesteckt, Ich bin 18 Jahre alt.

meine Frage an euch: Kann ich mich überhaupt einfach wieder abmelden und welche Konsequenzen würde das mit sich ziehen? Bitte hilft mir

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rotesand, 24

Hallo!

Das ist ein typischer richtig unseriöser Trick der Agentur -------> Maßnahmen werden einem schmackhaft gemacht, um die Statistik zu heben... und natürlich ist nichts so wie versprochen. Habe ich im Bekanntenkreis auch schon erlebt --------> War auch über einen Bildungsträger & lief exakt ab wie bei dir beschrieben. Man saß acht Stunden lang vor dem PC; offiziell hätte man Stellen suchen und Bewerbungen schreiben sollen, man lungerte aber stattdessen bei Facebook oder Ebay rum oder zockte. Es wurde halt Zeit totgeschlagen. Der "Dozent" las derweil Tageszeitung & seine Hauptaufgabe bestand darin zu schauen, dass niemand irgendwie laut oder aggressiv wurde und keiner den anderen verkloppte. Für Fragen fühlte er sich nicht zuständig.

Du kannst dich da sicherlich abmelden, allerdings solltest du vorher das Gespräch mit der Agentur/deiner Beratung in deren "Hallen" suchen, die beobachteten Misslichkeiten schildern & suggerieren, dass du ja gern was machen würdest --------> aber eben nicht so etwas!

Nach zwei Tagen würde ich aber nicht wieder aussteigen, da das immer schlecht kommt. Versuche zumindest mal 2-3 Wochen durchzupreschen & dann kannste auch echt sagen, dass das Mist ist oder eben vllt. doch nicht, gesetzt den Fall dass du dich bis dorthin akklimatisiert hast. Nur Mut :)

Ob und wie man dir Sanktionen entgegenbringt hängt übrigens davon ab, ob du überhaupt Transferleistungen beziehst. Wer als junger Mensch in eine solche Maßnahme gerät, bezieht nicht notwendigerweise finanzielle Leistungen außer eben dem Kindergeld. 

Ein Schlupfloch ist, dass man sich ggf. für derzeit nicht Ausbildungsreif erklären lässt -------> da wird das Kindergeld zumindestens mal anstandslos weiterbezahlt, ist allerdings ein längerer Weg durch alle möglichen Instanzen (Arbeitspsychologe, Facharzt usw.) und nur im äußersten Notfall machbar. Außerdem ist ein triftiger Grund hier erforderlich.. wer markiert fällt auf, dumm sind die auch nicht. 

Antwort
von Zumverzweifeln, 31

Nach zwei Tagen aufzugeben ist immer schlecht!

Wenn du in der Maßnahme wirklich falsch bist, dann sprich mit den Lehrern.

Bekommst du so Unterstützung dann ist es auf jeden Fall leichter, mit dem Arbeitsamt die Sache zu klären!

Antwort
von loema, 27

Alle die 8 Stunden arbeiten gehen sind ca. 10 Stunden unterwegs, wenn sie nicht direkt neben der Firma wohnt.
Da du von keiner Behinderung berichtest, ist dir Vollzeit zuzumuten.
Du hast einen Tag erlebt.
Anscheinend den Unterrichtstag.
Die anderen Tage sind Werkbereich. Also da arbeitest du praktisch.
Kannst du blöd finden aber es ist eben keine weiterführung deiner Schulbildung.
Es ist eine Maßnahme.
Du hast Tagesstruktur und Hilfe, dich berufliche zu orientieren.
Das das jetzt erstmal ein Schock ist, mag sein.
Aber dass es dich nach einem Tag vergrault, zeigt auch, dass du falsche Vorstellungen von dem hast, was nach der Schule so alles passieren kann.
Nimm die BVB als Chance.
Mach was draus.
Mach Praktika und probiere was aus.
Ist besser als zu Hause zu gammeln.


Antwort
von Appelmus, 30

Du kannst zwar einfach nicht mehr hingehen, allerdings wird das Konsequenzen für dich haben (Sanktion etc.). Beendet ist die Sache damit nicht, denn meist wartet eine andere Maßnahme (Ganzil, Aktivierungshilfen für Jüngere usw.) auf dich. Zu Hause weitersuchen, damit wirst du nicht weit kommen. Die Agentur oder das Jobcenter haben dich wahrscheinlich aus genau diesem Grund in die Maßnahme gesteckt, damit du sozialpädagogische Begleitung hast.

Einen 10-Stunden-Tag kann ich mir nicht vorstellen. Mal ehrlich? Du warst effektiv einen Tag dort und hast maximal die Eröffnung und Einführung dort mitgemacht. Wirklichen Einblick in die BvB konntest du gar nicht sammeln und genau das wird auch die Berufsberatung so sehen.

Antwort
von herakles3000, 21

So kanst du das nicht machen den so Spert das Amt dir Deine Leistungen dein Abschluß ist nur  von bedeutung bei der Berufswahl !

Was du machen kanst ist mit deinem Falmanger zu reden und dem mitzuteilen das diese   maßnahmed komplet wertlos  für dich ist weil dort nichts unterichtet wird und du nur deine zeit absitzt,.

Was aber auch geht ist das du   dich von dort aus zb um die Ausbildungsadressen  kümmerst und dich zum   direkten bewerebn freistellen läst.

Leider Gibt es oft sinlose maßnahmen.

Teil mal deinem Fallamager mit das auchg dort keiner  das ernst nimmt oder dir was beibringt was dir irgentwie nützlich ist das könnte ausreichen  das es für dich zu ende ist.

Das Hört sich an wie das In derBerufschule wo man bis 18 sinlos rumsitzt.

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Antwort
von Yodafone, 21

Da hast du schlechte Karten....

Du kannst versuchen,das Amt zu überzeugen,dass dir die Maßnahme nichts bringt. Eine solche Maßnahme ist nur dann geeignet,wenn dem Teilnehmer Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden,die eine Wiedereingliederung befördern....das Amt muss nachweisen,welche Kenntnisse das sind und wie sie helfen. Bei unter 25-jährigen ist es aber schwer,eine solche Maßnahme abzulehnen,da sie gewöhnlich über keinerlei (oder kaum)Berufserfahrung verfügen.

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