Vom Nichts ins Leben?

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14 Antworten

Hallo lToml,

Du bist gedanklich schon auf dem richtigen Weg! Es stimmt, nach dem Tod gelangen wir wieder in einen Zustand der Nichtexistenz. Die Bibel bestätigt das mit den Worten: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst. (Prediger 9:5,10). Dass man nach dem Tod aufhört zu existieren, sollte Dich jedoch nicht erschrecken, wie Du gleich noch sehen wirst.

Mit dem in obigem Text erwähnten Wort "Scheol" ist kein buchstäblicher Ort gemeint, sondern vielmehr ein Zustand bzw. ein symbolischer Ort, an den alle Toten kommen, das Grab der Menschheit also. Niemand ist dort bei Bewusstsein und es gibt auch keine Aktivität. Dass der Tod ein Zustand vollständiger Bewusstlosigkeit ist, zeigen auch die 8 Berichte in der Bibel von Verstorbenen, die wieder zum Leben gekommen sind. (siehe 1. Könige 17:17-24; 2. Könige 4:32-37; 13:20,21; Lukas 7:11-17; 8:40-56; Johannes 11:38-44; Apostelgeschichte 9:36-42; 20:7-12; 1. Korinther 15:3-6). Nicht einer von diesen aus den Tod Zurückgekehrten berichtete davon, dass er sich an einem Ort der Glückseligkeit oder der Qual befand. Hätten sie das wirklich erlebt, so ist es doch ziemlich wahrscheinlich, dass sie anderen davon berichtet hätten. Doch ist kein Wort darüber zu lesen. Das ist nur eine Bestätigung dessen, was in obigem Bibeltext über den Tod gesagt wird.

Heißt das nun, dass man den Tod fürchten muss oder man für immer verloren ist? Nein, denn die Bibel kündigt an, dass Gott die Gräber der Toten leeren wird. Die Bibel spricht hier von der Auferstehung. Dies ist keine vage Hoffnung, denn Jesus Christus sagte gemäß Johannes 5:28,29: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen zu einer Auferstehung des Lebens."

Ein treuer Diener Gottes namens Hiob, der lange Zeit vor Jesus lebte, kannte bereits die Hoffnung der Auferstehung. Es sagte: "Alle Tage meiner ... [Zeit im Grab] werde ich warten, bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen und ich, ich werde antworten." (Hiob 14:14, 15).

Die Hoffnung der Auferstehung, wie sie die Bibel lehrt, hat dem Tod den Schrecken genommen. Damit in Verbindung werden sich eines Tages auch die folgenden prophetischen Worte erfüllt haben: "Tod, wo ist dein Stachel?" (1. Korinther 15:55). Dann wird er Tod die Menschen nicht mehr gleichsam wie ein Stachel durchbohren, da es ihn einfach nicht mehr geben wird.

Wo aber wird die Auferstehung stattfinden? Viele glauben, dass die Auferweckten einmal bei Gott im Himmel leben werden. Es stimmt, die Bibel verheißt himmlisches Leben. Das gilt jedoch nur für eine bestimmte Gruppe treuer Diener Gottes. Die meisten - und dazu zählen auch Menschen, die niemals an Gott geglaubt haben - werden zu einem Leben hier auf der Erde auferweckt. Über sie heißt es in einer alten Prophezeiung: "Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens" (Psalm 37:11). Für diejenigen, die auferweckt werden wird es so sein, als seien sie aus einem langen Schlaf erwacht. Das Leben, das sie dann erwartet, wird alles bisher Bekannte übertreffen: Niemand wird mehr alt oder krank werden, alle werden satt und es wird auch nirgendwo auf der Erde mehr Kriege geben. In dieser Zeit werden die Auferstandenen die Chance erhalten, Gott kennenzulernen und ihm zu dienen. Jeder, der Gott von Herzen liebt und ihm treu bleibt, wird dann für immer auf der neu gestalteten Erde am Leben bleiben!

Wenn wir also an den Tod denken, dann brauchen wir eigentlich nicht mit Schrecken erfüllt sein, im Gegenteil! Ist die Hoffnung, durch eine Auferstehung eines Tages hier auf der Erde weiterzuleben, ohne Leid und Elend, nicht etwas Großartiges? Die Bibel beschreibt diese Zeit mit den sehr ergreifenden Worten:"Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.   Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn diese schöne Verheißung in Erfüllung gegangen ist, dann braucht sich niemand mehr Gedanken ums Sterben oder den Tod zu machen. Dann liegt eine Zeit endlosen Lebens in Glück und Frieden vor uns! Zu schön, um wahr zu sein? Nicht, wenn man der Bibel vertraut, die schon tausendfach bewiesen hat, dass ihre Vorhersagen immer in Erfüllung gehen!

LG Philipp

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Johann Wolfgang Goethe







Eins und Alles


Im Grenzenlosen sich zu finden,


Wird gern der einzelne verschwinden,

Da löst sich aller Überdruß;

Statt heißem Wünschen, wildem Wollen,

Statt lästgem Fordern, strengem Sollen,

Sich aufzugeben ist Genuß.


Weltseele, komm, uns zu durchdringen!

Dann mit dem Weltgeist selbst zu ringen,

Wird unsrer Kräfte Hochberuf.

Teilnehmend führen gute Geister,

Gelinde leitend höchste Meister

Zu dem, der alles schafft und schuf.


Und umzuschaffen das Geschaffne,

Damit sich's nicht zum Starren waffne,

Wirkt ewiges, lebendiges Tun.

Und was nicht war, nun will es werden

Zu reinen Sonnen, farbigen Erden;

In keinem Falle darf es ruhn.


Es soll sich regen, schaffend handeln,

Erst sich gestalten, dann verwandeln;

Nur scheinbar steht's Momente still.

Das Ewige regt sich fort in allen:

Denn alles muß in Nichts zerfallen,

Wenn es im Sein beharren will.


Aus Faust



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Das Leben ist nur ein Urlaub vom Tod. Man lebt vorher nicht und auch nachher nicht. Diese Zeit wurde uns geschenkt um zu lernen, ein gutes Leben zu haben oder zu machen. Leider verbringen die Menschen diese geschenkte Zeit mit viel Sorgen, Problemen, Gier, Hass, usw...was aber gar nicht nötig wäre!

Die größte Zahl der Menschen stirbt keines natürlichen Todes, sondern mordet sich selbst durch eine falsche Lebensweise!

Der Tod eines Menschen bedeutet das Zurückgeben einer Kostbarkeit an Gott die er und geliehen hat.

Wir sind nur Gast auf Erden.

Wäre der Tod nicht, es würde keiner das Leben schätzen. Man hätte nicht einmal einen Namen dafür?

Statt den Tod gilt es eher ein nichtgelebtes Leben zu fürchten!

Wer das den Tod nicht versteht, versteht auch das Leben nicht!

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Verstehe ich das richtig, dass Du an ein Leben nach dem Tod glaubst?

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, ich bin Christ. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

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Die Formulierung dass du nichts warst ist falsch denn dann warst du ja etwas, nähmlich nichts. Besser wäre die Formulierung dass du nicht warst. Das ist im übrigen nicht ganz richtig denn eine vorform existierte ja in den Geschlechtszellen deiner Eltern. Und nach deinem Tod wird ein Teil von dir in deinen Nachkommen weiterexistieren. Auf deine Frage möchte ich mit einem Zitat des Philosophen LX antworten: "Von nichts kommt nichts und bestimmt kein Benz".

PS: das ist meine Materialistische Weltanschauung, ob die richtig ist, ist eine andere Geschichte.

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Vor Deinem Leben war mitnichten ein Nichts:  Am Anfang waren die Genome derer die Dich gezeugt haben (dazu lesenswert: Itai Yanai und Martin "Das geheime Leben im Menschen : ein faszinierender Blick auf die Gesellschaft" unserer Gene", Köln , Quadriga Verlag, 2016) - die Dich genetisch disponierten, instantiierten und supponierten.

Und am Ende? Dein Genom als Reproduuktionscode?

Oder ein "Ich" (als kleine "Weltgeschichte" - wie es Heine nannte) im Nichts verschwindend und "Spuren" hinterlassen, die verblassen und dann ganz verschwinden in der Dunkelheit einer Geschichte, einer eigenen Geschichte.

Oder auch ein "Vielleicht", dann wenn dieses Leben mehr war als ein Hauch auf eine Lebens"glasscheibe" voller Erwartungen, Hoffnungen, Wünschen, Zielen, Plänen, Sinnfstiftungen, Bedeutunsgzuweisungen, Wertbeständen, Erfüllten, Erreichten und Geschafften - ein Hin-gehen als Zuversicht  und als mutmachende Inszenierung bewusstseinsstiftender Möglichkeits(aus)gänge?

Solange wir nichts vom Hin-gehen wissen können, können wir stolz die Fahne des Lebens vor uns her tragen, dann aber schon energisch und trotzig schwenkend wenn der Weg sichtbar immer kürzer und am Ende nochmals hochwerfend als ginge es darum einen letzten Sieg über Alles und Nichts zu erringen.


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Kommentar von ArbeitsFreude
15.10.2016, 01:07

Oh, welch wundervolle Antwort, lieber Rosenblad! - Wie berührend und poetisch gleichermaßen... JA, das wird es wohl sein...

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Kommentar von eleteroj3
15.10.2016, 18:19

das sind die kleinen gedanklichen Diamanten, die es rechtfertigen und lohnen, in diesem Umfeld zu verweilen. Danke @Rosenblad

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Dein Ansatz ist verkehrt ... Nichts, was existiert,.. hat vorher nicht existiert...

Wie kann in einem Universum etwas sein oder entstehen was sich nicht schon dort befunden haben muss ?

Alles was existiert, existiert schon immer, von Anfang an ...Wo dieser aber ist, werden wir niemals in dieser Existenz oder Form unserer Dimension erfahren, nur vermuten und am ende jeder Reise wissen...

Bewusstsein ist das, was immer ist und nie vergeht ... gespeichertes Wissen dagegen,  ist nur Abfallprodukt und lästiger Ballast  für einen reinen Neuanfang, denn nur so lernen Babys ihre Welt aus einer anderen Sichtweise...Wären sie programmiert , ware das Weltbild gleich zerstört und würden ihre Fom als Zeitschleife vollenden...

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Beeindruckend, wie am frühen Morgen die Gedanken die Grenzen abtasten!

So am Rande unseres Bewusstseins kann einem schon schwindelig werden. Und jeder macht sich da so seinen eigenen Reim. Irgendwie möchte ich mit meinen Gedanken dorthin gelangen, wo doch eigentlich nicht mehr ihr
Ort ist.

Ich versuche mich immer wieder mit den Worten von Meister Eckhart  ins Lot zu bringen:

Wenn das Leben fragte tausend Jahre lang: "Warum lebst du?", wenn es überhaupt antwortete, würde es nur sagen: "Ich lebe, um zu leben!" Das rührt daher, weil das Leben aus seinem eigenen Grunde lebt, aus seinem Eigenen quillt; darum lebt es ohne Warum: es lebt nur sich selber! Und fragte man einen wahrhaften Menschen, einen, der aus seinem eigenen Grunde wirkt: "Warum wirkst du deine Werke?", wenn er recht antwortete, würde er auch nur sagen: "Ich wirke, um zu wirken!"

Du schreibst: Dann, aus diesem Nichts bin ich irgendwie entstanden.

Ich meine: Dieses Nichts haben wir nie verlassen. Wir sind es auch jetzt. Doch unser Denken kann das nicht fassen. Das Herzsutra bringt es auf die schlichte Formel:

Form ist Leere, Leere ist Form.

Das Vorher und das Nachher ist vom Jetzt nicht verschieden.

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Kommentar von ulrich1919
14.10.2016, 12:51

,,Form ist Leere, Leere ist Form."
Ist das nur ein Spruch mit leeren Worten; oder bedeutet es etwas Sinnvolles? Ich wäre dankbar für eine Erklärung!

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Es spricht nichts dagegen.

Selbst in der Bibel kommt das Reinkarnationsthema auf, als Jesus zu den Menschen sagte: "Amen, das sage ich Euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er. Seit den Tagen Johannes´des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich. Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz (über diese Dinge) geweissagt. Und wenn ihr es gelten lassen wollt: JA, er ist Elija, der wiederkommen soll. Wer Ohren hat, der höre!"

Matthäus 11, Vers 11 bis 14.

Elija hat zur Zeit der Könige gelebt. Also weit bevor Christus und Johannes der Täufer geboren worden sind.

Wenn Christus von Johannes spricht, dass er Elija sei, dann hat es immer schon Reinkarnation gegeben. Sie ist ja auch, wie wir sehen können biblisch.

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Nichts ! 👏 Einer der die Wahrheit kennt und sogar selber drauf gekommen ist. Ja es ist richtig, dass nach dem Tod nicht das Ende ist und man ein anderes Lebewesen wird. Welches Lebewesen man wird hängt entweder vom Zufall ab oder Gott entscheidet dies (ich tippe auch ersteres) Aber ob dieses Spiel auf ewig so weiter gehen kann ist ne andere Frage. Irgendwann wird das Universum wahrscheinlich einfrieren und dann gibt es nirgendwo mehr Leben, egal wo, alles ist tod und kalt. Spätestens dann ist es vorbei. Und weil man, wenn man tod ist kein Zeitgefühl hat, kann es auch sein, dass man garkeine Chance mehr hat nochmal zu leben, so dass das Universum schon eingefroren ist, bevor man wieder ein anderes Lebewesen "bewohnt". Ich hoffe aber, dass das Universum in einem Big Chrunch endet und so ein umgekehrter Urknall ensteht, der dann quasi das Leben ansich für immer ermöglichen kann, weil sich dann der Urknall und der umgekehrte Urknall immer wieder wiederholt. Nach der Big Chrunch Theorie könnte man also ewig leben, ist aber unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich und sogar wissenschaftlich.

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...nichts...

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unsinn!

denn vor deiner geburt warst du in deiner geistigen heimat und hast dort die erfahrungen deines letzten lebens in fähigkeiten umgewandelt.

mit denen sollst du nun dein jetziges leben besser führen als dein letztes!

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Kommentar von AlphaundOmega
19.10.2016, 12:39

unsinn!

Meinst du nicht auch, das "Fragende" in dieser Beziehung auf dem richtigen Weg sind ? daher sollte man nicht zu hart ins Gericht gehen ;)

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Hallo Itoml,

Das absolute Nichts - gibt es das in Deiner Wirklichkeit?

Und könntest Du mir das erklären?

LG

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Doch denn wenn man nichts ist, kann man alles sein und werden.

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