Vom Mörder und dem Ermordeten?

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7 Antworten

Ich glaube zwar nicht einen Gott, gehe aber trotzdem darauf ein.

Wenn das Mordopfer nach seinem Ableben in die Hölle kommt, dann hat es dieses Urteil ja offenbar aufgrund eigener Taten in der Vergangenheit verdient.

Wenn der Mörder dagegen noch rechtzeitig seinen Charakter ändert, dann wird der barmherzige Gott ihm seine Tat womöglich vergeben.

Das Mordopfer hat seine schlechten Handlungen nicht bereut, daher kommt es in die Hölle. Der Mörder zeigt Reue und wird deswegen errettet.

Ist nach dieser Logik durchaus schlüssig.

Ob das nach unserem Verständnis allerdings gerecht ist...nun, da wird wohl jeder seine eigene Meinung haben.

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Kommentar von Allesistdoof2
05.09.2016, 18:33

schlüssig ja, aber mit menschlichem Verstand nicht zu rechtfertigen

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Aus menschlicher Sicht ist das tatsächlich nicht gerecht. Aber Gott denkt anders als wir - und er sieht und weiß es wenn jemand ernsthaft bereut. Jesus hat auch dem anderen Verbrecher am Kreuz zugesagt dass er ins Paradies eingehen wird!

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Die Gerechtigkeit Gottes ist nicht die der Menschen. Bei Ihm können nämlich die ersten die letzten sein und die letzten die ersten. Das ist möglich, weil Gott den Menschen durch und durch kennt und auch alle Abgründe und guten Regungen des Herzens. Das können wir Menschen nicht, deshalb ist Urteilen und Verurteilen auch nicht unsere Sache.

Du gehst davon aus, dass Ungläubige grundsätzlich in die Hölle kommen. Im Christentum gibt es dieses vorschnelle Urteil nicht. Es kann sogar sein, dass ein Ungläubiger, der die Liebe gelebt hat und seinen Mitmenschen Gutes getan hat, Gott näher steht als ein Gläubiger, dessen Taten mit seinem Glauben nicht übereinstimmen. Unter Hölle versteht man ewige Gottesferne und dazu muss man sich klar und bewusst entscheiden.  Inwieweit dies im jeweiligen Fall vorliegt, kann nur Gott wissen. Wenn der Ermordete wirklich bis in die Todesstunde erstarrt bleibt im Bösen, wird er sich selbst das Urteil sprechen, wenn er sein verfehltes Leben im Lichte Gottes erkennt.

Der Mörder wird Vergebung finden, wenn er noch zur Einsicht kommt und seine Taten bereut. Auch dabei kommt es auf das Maß der Liebe an, mit der er dies tut. Er wird sich auch der irdischen Gerechtigkeit stellen müssen, denn ohne den Willen zur Buße  wäre seine Umkehr wenig glaubhaft. Wenn aber wahre Umkehr geschieht, gilt das Wort Christi, dass im Himmel größere Freude sein wird über einen Sünder, der umkehrt als über 99 Gerechte, die der Umkehr nicht bedürfen.

Gott ist uns keine Rechenschaft schuldig. Wir werden das bekommen, was uns verheißen ist, wenn wir danach leben. Wenn Gott nun anderen das Gleiche gibt, die erst spät zu ihm gefunden haben, wird unser persönliches Glück im ewigen Leben dadurch nicht geringer.

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Keiner wird wegen seines (UN)Glaubens bestraft oder belohnt. 

Alle werden wegen ihrer Taten beurteilt.  D.h. der Ermordete landet in der Hölle, weil er schlecht lebte , der Mörder kann in den Himmel kommen, wenn er bereut und gute Taten folgen läßt.

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Sich nur für Gott zu entscheiden reicht aber nicht.

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Kommentar von Allesistdoof2
05.09.2016, 18:29

das kommt dann schon wieder darauf an welche Teile der Bibel man liest

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Kommentar von suesstweet
05.09.2016, 18:30

Die letzte Sekunde seines Lebens zu bereuen auch nicht.

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man kann es auch anders beschreiben:

man kann ALLES im leben tun, man muss am ende nur bereuen und um absolution bitten, dann ist man auf der richtigen seite...................:)

ja, es ist nicht gerecht, aber bei religionen ist nie was gerecht und schon gar nicht logisch....................es heisst nicht umsonst glauben = nicht wissen (wollen)............:)

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Kommentar von suesstweet
05.09.2016, 18:34

Naja du oder ich sind nicht (zum Glück nicht) mit so etwas konfrontiert, also können wir es nicht direkt verstehen.

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Du irrst, weil du die Schrift nicht kennst (Mt.22,29).

Nach dem Tod sind erst mal "Alle" tot (Pred.9,5).

Nach der Auferstehung kann Jeder seine Tat bereuen und ewiges Leben bekommen (Röm.6,23; Offb.20,5).

Das Gericht am Ende wird zeigen, wer in die "Hölle" kommt  (Offb.20,13-15).


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