Frage von Apfelblume21, 202

Vom Jobcenter schikaniert bezüglich Flüchtling. Was können wir tun?

Hallo, ich brauche Hilfe. Meine Familie hat im Mai einen Flüchtling aus Syrien bei sich aufgenommen. 19 Jahre alt. Das Jobcenter macht nun seit vollen 3 Monaten Probleme! Meine Familie hatte ein Zimmer Bad und Küche frei und hat diese dem Flüchtling überlassen. Seinen Integrationskurs besucht er in unserer Stadt und in meiner Familie und im Verwandtenkreis ist er inzwischen bestens aufgenommen wurden und spricht daher schon ziemlich gut deutsch usw.
Meine Familie kommt aber seit Mai für ihn auf! Meine Eltern sind beide berufstätig und kommen gerade so über die Runden. Für unseren Flüchtling wollten wir nun die Kosten der Unterkunft vom Jobcenter gezahlt bekommen, so wie jeder andere Flüchtling in Deutschland, der eine Wohnung bezieht ja auch erstmal die Mietkosten vom Jobcenter gezahlt bekommt bis er selbst einen Job findet. Das Jobcenter lässt das aber kalt.. Wir waren mehrmals dort, um die Kosten zurückzuverlangen und jedesmal wurden wir belächelt mit dem Satz "Wieso sollten wir das zahlen?" ....
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ist es selbstverständlich, dass man einer Person eine Notunterkunft bietet und dann dafür aufkommen soll? Unser Flüchtling wird in unserer (deutschen) Familie bestens integriert und das Jobcenter wirkt dem 100% entgegen. Da meine Eltern die Kosten nicht weiter tragen können und die nächste Maßnahme wäre, unseren Flüchtling wieder auf die Straße zu setzen...Niemand fühlt sich zuständig und wir wissen nicht, was wir noch tun sollen.

Antwort
von SimonG30, 82

Die Flüchtlinge erhalten die Mietkosten bzw Kosten der Unterkunft vom Jobcenter

"Flüchtling" ist nicht gleich "Flüchtling". Welche Behörde zuständig ist, hängt entscheidend vom rechtlichen Aufenthaltsstatus der Person ab!

In vielen Fällen ist das Jobcenter noch gar nicht für die Personen zuständig. Und in solchen Fällen ist es ja klar, dass sie sich querstellen bei der Kostenübernahme, Mietvertrag hin oder her.

Ich würde erstmal versuchen über das zuständige Ausländeramt versuchen zu klären, was ihm genau von wem zusteht. Und sich das ggf. auch schriftlich geben lassen.

Kommentar von Apfelblume21 ,

Das jobcenter ist in diesem fall aber alleinig zuständig

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Am besten gebt ihr ihm die Wohnadresse von Merkel ,die wird das schaffen !

Was habt ihr  denn gedacht  , wer hier am Ende die Zeche bezahlen wird ??

Antwort
von Hundefreund1966, 42

Hallo,ich habe auch einen Flüchtling aufgenommen,ich bekomme natürlich die Miete bezahlt und er bekommt als anerkannter Flüchtling 404,00 Euro.Ihr seit nicht mit ihm nicht verwandt,müsst also kein Unterhalt zahlen.Das was ihr für ihn macht,kann mit Geld gar nicht bezahlt werden.aber die Kosten und Nebenkosten müsst ihr nicht tragen.Das ist das mindeste was man geltend machen kann und sollte.Es ist unverschämt,dass die Gemeinde sich nicht kümmert.

Zum Glück steht ihm kostenlos ein Anwalt zu und er muß mit Euch beim nächsten Amtsgericht einen Beratungsschein beantragen und einen Anwalt für Asylrecht oder Zivilrecht aufsuchen.Er ist bei Euch Untermieter,egal wie gut Euer Verhältnis ist.Es kann nicht sein,wenn er durch Euch schneller Integriert wird,und seine Steuern schneller zahlt,als jeder andere Flüctling,dass Euch und ihm auch noch die Kosten verwährt werden.Je nach Region und Größe der Wohnung werden bis zu 350,- Euro kalt zur Wohnung übernommen,wie bei anderen Hartz 4 Bürgern auch,dazu bald 409,-,jetzt 404,- Euro Unterhalt für den jungen Mann

Kommentar von Hundefreund1966 ,

Mir fällt gerade aber was auf,er ist seit einem Jahr registriert und seit einem Jahr anerkannt?Zwischen 5-18 Monate dauern die Anträge.Hat er eine Aufenthaltsgestattung oder eine Erlaubnis?Eine Registrierung sagt ja gar nichts aus.Hat er einen blauen Pass..?.wenn er das alles nicht hat,ist das Jobcenter gar nicht zuständig,sondern das Sozialamt,sie zahlen nach dem Asylbewerbergesetz.An die müsst ihr Euch wenden.Ich verstehe eh nicht ,dass ihr nicht in Kontakt steht.Sie haben doch alle Sozialarbeiter eingestellt.Sie begleiten die Flüchtlinge in Rat und Tat,wenn man sich an sie wendet.Dazu gibt es den Verein der Migrationshilfe und die Diakonie.

Kommentar von Apfelblume21 ,

Er hat seine 3 Jähirge Aufenthaltserlaubnis , Ausweiß , Pass usw.. alles was ein anerkannter Flüchtling braucht, wie alle anderen anerkannten Syrischen Flüchtlinge auch in unserer Stadt und wie gesagt wir waren ja sogar schon mit Sozialarbeitern beim Jobcenter die darauf hingewiesen haben das ihm diese Gelder zustehen..das Jobcenter sagt aber Selbst Schuld , wenn ihr ihn bei euch wohnen lasst dann unterhaltet ihn auch .. das ist das ganze Problem. Sie wollen uns so zu sagen als Bedarfsgemeinschaft hinstellen und wir sollen für ihn aufkommen. Ich hatte vor einigen Wochen ja sogar darüer nachgedacht eine WG mit ihm zu gründen, da ich ausziehen wollte und er solange bei bzw mit mir hätte wohnen können..aber genau das selbe, Dann sollte ich für ihn aufkommen,

Aber Danke ich werde es dann mal bei anderen Behörden versuchen und wie mir schon geraten wurde, sonst zu den Medien gehen

Kommentar von Apfelblume21 ,

Was ich ganz schlimm finde ist, das sich unsere Kosten die wir beantragt haben für seinen Wohnen hier auf 200 € belaufen!!

Wenn wir ihn wieder "auf die Straße setzen" und ihm eine Wohnung suchen, was wir ja zum Notfall hin, schon getan haben, belaufen sich die Kosten auf 390€... Das Jobcenter ist damit einverstanden die 390€ zu zahlen aber nicht die 200€ in unserem Haus wo er bestens integriert wird...so kann man auch Geld verschwenden. und wie du schon sagtest, wir tun ja noch viel mehr für ihn ... Benzinkosten, Zeitaufwand usw... sowas kann man nicht zurückverlangen und wollen wir auch garnicht

Er hat seine 3 Jähirge Aufenthaltserlaubnis , Ausweiß , Pass usw.. alles was ein anerkannter Flüchtling braucht, wie alle anderen anerkannten Syrischen Flüchtlinge auch in unserer Stadt und wie gesagt wir waren ja sogar schon mit Sozialarbeitern beim Jobcenter die darauf hingewiesen haben das ihm diese Gelder zustehen..das Jobcenter sagt aber Selbst Schuld , wenn ihr ihn bei euch wohnen lasst dann unterhaltet ihn auch .. das ist das ganze Problem. Sie wollen uns so zu sagen als Bedarfsgemeinschaft hinstellen und wir sollen für ihn aufkommen. Ich hatte vor einigen Wochen ja sogar darüer nachgedacht eine WG mit ihm zu gründen, da ich ausziehen wollte und er solange bei bzw mit mir hätte wohnen können..aber genau das selbe, Dann sollte ich für ihn aufkommen,

Aber Danke ich werde es dann mal bei anderen Behörden versuchen und wie mir schon geraten wurde, sonst zu den Medien gehen

Kommentar von Hundefreund1966 ,

Ok,das ist wirklich ignorant,aber ein Rechtsanwalt ist kostenlos,es reicht oft nur ein Brief.Ab dem Tag des Widerspruchs muss das Geld rückwirkend gezahlt werden,also würde ich keinen Tag warten,es werden ihm ja zusätzlich alle Maßnahmen verweigert und eine Wohnung bezahlen sie erst,wenn ihr ihn wegen Eigenbedarf kündigt.Das war unser Problem,wir haben gesagt ,die Aufnahme gilt bis zur erfolgreichen Wohnungssuche.Doch eine eigene Wohnung lehnten sie ab,weil er ja schon eine habe.Er hat aber nur 2 Zimmer und ein Bad,Küche und Waschmachine befinden sich bei uns.Es kann also sein,dass er gar keine andere Wohnung bewilligt bekommt,deshalb müsst ihr zum Anwalt.Jeden Tag lachen sie sich ins Fäustchen.Also Im steht Prozesskostenhilfe und mit dem Beratungsschein vom Amtsgericht auch ein kostenloses Erstgespräch zu.Meistens hilft das schon,und ihr könnt erfolgreiche Schritte einleiten.

Kommentar von Hundefreund1966 ,

Seine Zimmer wurden komplett inspiziert,ob er dort auch alleine wohnt,oder ob wir nicht eine Lebensgemeinschaft nach 6 Monaten geworden sind.Schränke und Badutensilien wurden kontrolliert,sogar der Wäschekorb.Ich bin weiblich,50 Jahre,er 21 und meine Kinder sind 24,20. und 12.Trotzdem musste ein Verhältnis erstmal überprüft  und ausgeschlossen werden.

Antwort
von DerSchopenhauer, 59

"Ist es selbstverständlich das man eine Person in Not Unterkunft bietet und dann dafür aufkommen soll?"

Ja - das ist es...


Bei Flüchtlingen gibt es aber die Möglichkeit einer Kostenerstattung - man sollte sich aber grundsätzlich VOR der Aufnahme informieren.

Das Jobcenter nicht zuständig sondern ggf. das Sozialamt - man sollte sich an die zuständige Stelle für Flüchtlinge bei der Stadt informieren - hier gibt es dann die Informationen, was möglich ist (meist gibt es auch eine entsprechende Internetseite der Stadt)...

Lebt Ihr von ALG-II?

Liegt ein Mietverhältnis vor und der Flüchtling zahlt Miete?

Bekommt der Flüchtling staatliche Leistungen? Wenn nicht, muß man sich ebenfalls erkundigen, welche Leistungen bei welcher Stelle beantragt werden muß.


Das alles hängt auch vom Status des Flüchtlings ab...

"und die nächste Maßnahme währe unseren Flüchtling wieder auf die Straße zu setzen"

...sehr menschenfreundlich

Wenn man einem Menschen in Not helfen möchte, dann macht man das zur Not auch ohne staatliche Hilfe - dann muß man ggf. eben auch persönlichen Verzicht üben...

Kommentar von Apfelblume21 ,

Wenn du andere Kommentare gelesen hättest wüsstest du das ALLE in dieser Stadt lebende Flüchtlinge ihre Unterkunftkosten vom Jobcenter beziehen. Genauso wie es bei uns auch wäre wenn das Jobcenter nicht soviel Lust auf Schikane hätte. Und was würdest du tun wenn du einen Teil deiner Wohnung vermietest aber der bedürftige Mensch seine rechtlich zustehende Unterkunftkosten nicht erhält und dir somit nicht deine aumkosten zurückzahlen kann? Solange weiter arbeiten bist du selbst ausziehen musst? Alles klar. Da bleibt nur zurück auf die Straße 

Kommentar von Apfelblume21 ,

Und wie gesagt er ist seit 1 jahr anerkannter registrierter flüchtling der sich dank uns bestens integrieren kann und ihm stehen wie jedem anderen flüchtling seines standes die unterkunftskosten zu. So wie sie auch jeder andere flüchtling in unserer stadt erhält. Wir waren selbst mit einem Sozialarbeiter bereits im jobcenter der die darauf hingewiesen hatte... aber wie gesagt, Schikane..und deiner Antwort nach könntest du dort ein super Mitarbeiter sein.

Antwort
von hutten52, 89

Ihr habt wohl eine Person als Gast aufgenommen. Eine Vereinbarung mit irgendwelchen Stellen habt ihr offenbar nicht abgeschlossen. Dann ist das eine private Sache zwischen euch und der Person. Wieso sollte ein Dritter euch nun plötzlich bezahlen?

Kommentar von Apfelblume21 ,

Er ist beim Einwohnermeldeamt wohnhaft hier gemeldet und dem Jobcenter liegt ein Mietvertrag vor usw.. der interessiert das jobcenter aber nicht. Das ist das Problem

Kommentar von hutten52 ,

Das versteh ich schon. aber ihr hättet euch vorher absichern müssen. Wenn ihr ihn ohne Kostenübernahme durch das Jobcenter aufnehmt, ist es rechtlich wohl eure Sache. 

Antwort
von MickyFinn, 84

Macht ihr es des Geldes wegen, oder um jemanden in Not zu helfen?

Alles dokumentieren, Bilder von seinem Zimmer schießen und eine Kostenaufstellung erstellen.

Mit diesen Unterlagen wieder zum Amt und am besten bescheinigen lassen, was euch dort mitgeteilt wurde.


Kommentar von Apfelblume21 ,

Wir wollen nichts an ihm verdienen. Wir wollen die kosten zurück. Heizkosten. Abfallkosten usw

Einen mietvertrag mit allen kosten haben wir bereits vorgelegt. Wurde aber nicht bearbeitet

Antwort
von ManuViernheim, 26

Deine Familie hätte lieber vorher mit dem Jobcenter abklären sollen, ob sie die Kosten übernehmen.



Antwort
von district987, 79

Hi, vielleicht kann der focus Artikel hier ja weiterhelfen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/ueberall-fehlen-unterkuenfte-so-funktion...

Viel glück mit den Mietkosten.EIst ne super Aktion, dass ihr das macht!

Kommentar von district987 ,

Ps: Vielleicht können die hier euch weiterhelfen.

http://www.fluechtlinge-willkommen.de/

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