Frage von Vbraun93, 35

vom Bauernhaus zum Niedrigenergie haus geht das?

hi, mein Mann und ich haben uns kürzlich in ein älteres Bauernhaus bei uns in der Gegend verliebt (BJ. mitte 1980) und sind schwer am Überlegen es zu kaufen. Natürlich müssten einige Umbauten gemacht werden. Geheizt wird momentan mit Einzelölöfen, hier müsste also eine Zentralheizung rein. Ich würde mir wünschen das ganze über Solarthermie zu speisen, da die Größe und Ausrichtung des Daches einfach optimal wäre. Jetzt wäre die Frage wie das ganze gestalten erst mal die Zentralheizung machen lassen mit 'normalem' Energieträger und dann evtl die Solarpannels nachrüsten lassen oder gibt es evtl firmen die so was direkt als Komplettpaket anbieten? vielleicht hat hier ja schon jemand Erfahrung mit wo etwas und kann mir ein paar Tips geben.

vielen Dank und liebe Grüße

Antwort
von Simko, 2

Ob es unbedingt ein Niedrigenergiehaus sein muß, sollte man von einem verkaufsunabhängigen Profi prüfen lassen.
Der sollte TGA Planer, Energieffizienzberater und nach Möglichkeit Bauingenieurwesen beherrschen.

Heizungsbauer sind z.B. nicht verkaufsunabhängig.

Eine Solarthermische Anlage (STA) ist bei EFH/ZFH mit normaler Nutzung meist unwirtschaftlich.

Antwort
von Achim19651, 20

Moin,

wie ihr den Umbau gestaltet, wird letztlich nur eine Frage des Budgets sein. Ein ordentlicher Heizungsbauer sollte inzwischen auch in der Lage sein, eine Heizungsanlage mit Solarunterstützung zu bauen. Das ist seit einigen Jahren ja nun nichts ungewöhnliches mehr.

Da Verrohrung, Kessel und Therme einigermaßen aufeinander abgestimmt sein sollten, ist es sinnvoll, solche Arbeiten in einem Zug zu erledigen, um nicht später noch etwas hinzubasteln zu müssen.
Es wird sinnvoll sein, sich hier vorab beraten zu lassen, auch, was die Kosten angeht.

Gruß

Antwort
von SirKermit, 16

"Natürlich müssten einige Umbauten gemacht werden. "

Ein Kernpunkt ist die Dämmung und der Zustand der Fenster, da sind die 80er Jahre Steinzeit. Ihr sollte euch mit einem Architekten und Energieberater zusammen setzen, die (oder der) kann weiter helfen.
Ohne obige Maßnahmen ist kein richtiges Niedrigenergiehaus machbar. Alleine schon der Einbau einer Zentralheizung (überall Rohre!) ist schon eine echte Ansage, ebenso eine mögliche Fußbodenheizung. Das hieße, den Strich raus und neu mit Rohren wieder rein. Ziel ist es ja, die Vorlauftemperaturen möglichst gering und damit den Energieverbrauch eben auch gering zu halten.

Heutige Wände haben aufgrund der Dämmung gut und gerne Dicken von bis zu 50 cm.

Ein solcher Umbau kann, wenns blöde läuft, dann durchaus mehr kosten als ein Neubau, wenn auch noch das Außenbild des Hauses möglichst original verbleiben soll. Ich nehme nämlich mal an, dass ihr den Zustand der Bausubstanz nicht kennt und auch nur ganz grob abschätzen könnt, ob und wie ein Einbau moderner Heizung und sonstiger Dammungsmaßnahmen möglich ist. Überraschungen sind da nicht ausgeschlossen.

Ohne kompetente Hilfe kommt ihr da wahrscheinlich nicht weiter.

Kommentar von Vbraun93 ,

eine neue Dämmung und auch doppelt verglaste Kunststofffenster wurden vor wenigen Jahren gemacht. Ja einen wirklich tiefen Einblick haben wir noch keinen. Aber bisher ist auch noch nichts gekauft ;)

wir werden sehen. Danke

Kommentar von SirKermit ,

"eine neue Dämmung und auch doppelt verglaste Kunststofffenster wurden vor wenigen Jahren gemacht."

Unser altes Haus (auch aus solch einem Baujahr) hat ebenso doppelte Verglasung, unser neues wird dreifach verglast (die EnEV 2016 grüßt). Wobei Dämmung und Fenster zueinander passen müssen, damit es keine schimmeligen Überraschungen im Inneren gibt.

"Aber bisher ist auch noch nichts gekauft."
Das ist doch in Ordnung. Nehmt ein paar Euros und einen Berater in die Hand und besichtigt das Objekt eurer Wünsche. Mehr geht wirklich nicht.

Antwort
von herakles3000, 4

theoretisch geht das aber das ist nicht einfach damit getan das ihr bloß eine Zentralheizung einbaut die mit nidriegtemperaturen heizt. Sondern es kommt erstmals darauf an wie  die wäremdämmung im Haus ist usw außerdem eine Solaranlage bringt auch nur 60% Vom bedarf aber deswegen gibt es sie ja auch Kombination mit anderen Heizkesseln .Solar und  heizkessel einzel zu machen dürfte nicht gehen den es bleiben ein und die selben rohrleitungen und das kann schwer sein wen man das nachträglich als solaranlag einbauen lassen will..!

Antwort
von taunide, 18

Solarthermie für Warmwasser und Heizungsunterstützung und Photovoltaik für Strom - wäre ein mögliche Kombination.

Für die Heizung empfiehlt sich eine Fußbodenheizung, da diese geringere Vorlauftemperaturen benötigt. Dadurch wäre auch Wärmepumpe möglich. Der nachträgliche Einbau wäre allerdings eine Großbaustelle.

Dann vielleicht einen Gas-, Pellet- oder Holzhackschnitzelkessel mit großem Speicher und Frischwasserstation für Warmwasser. Evtl. unterstützt durch Kaminofen (evtl. mit Wärmetauscher). Solar sollte bei der Planung aber schon mit einbezogen werden damit die Steuerung auch vernünftig funktioniert.

Ob es nach ENEV auf Niedrigernergiestandard kommt müsstet ihr mal durchrechen lassen. Da spielen Wandaufbau, Geschoßdämmung zum Dach, Fenster, Dichtigkeit etc. eine Rolle.

Antwort
von Vbraun93, 12

super, vielen Dank. Damit ist mir schon mal ein ganzes Stück weiter geholfen. Jetzt weis ich wenigstens mal wo ich ansetzen muss. Ich gebe zu die Frage war evtl etwas unglücklich formuliert, ein 'niedrig Energie Haus' im eigentlichen Sinne muss es ja gar nicht unbedingt werden. Aber eine Vernünftige Heizung (eben am liebsten mit solar Unterstützung) ist in der heutigen zeit einfach ein Muss.. :)

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