Frage von FacelessFox, 85

Volumenberechnung bei Dissoziation von Quecksilber(II)-chlorid?

Hallo,

könnte mir jemand die Rechnung oder die Vorgehensweise erklären? Ich will nicht um eine genaue Lösung betteln, aber gern die einzelnen Schritte nachvollziehen können.

Danke euch. :)

Antwort
von Question9889, 85

Eine ganz konkrete Fragestellung wäre hier echt hilfreich.. Du willst HgCl2 in Wasser lösen und irgendein Volumen berechnen oder es erhitzen und das Volumen von Chlorgas berechnen.? Oder möchtest du etwas ganz anderes? :v

LG

Kommentar von FacelessFox ,

Das Volumen vom Chlor, das beim Zerfall des Salzes entsteht möchte ich berechnen.

Kommentar von Question9889 ,

Nagut, welche Reaktionsart liegt denn bei dieser "thermischen Dissoziation" vor.?

Das erste was du tun soltest, ist die vollständig ausgeglichene Reaktionsgleichung aufstellen.!

Zweiter Schritt: Welche Größen hast du noch gegeben, bzw welche werden noch benötigt.? ;)

Kommentar von FacelessFox ,

bin mir bei 1. nicht sicher:

Ich kann hier ja nicht hoch- oder tiefstellen, ich denke, sie wissen wie ich es meine.

HgCl2 -> Hg^2+ + 2Cl^- oder HgCl2 -> Hg + Cl2

Also die Ionen darstellen oder die Atome bzw. Moleküle


2.: gegeben ist von HgCl2 die Masse m = 2g, und ich denke man benötigt auch die molare Masse M = 271,5 g/mol. gesucht ist dann ja Volumen V von Cl2(?)

Kommentar von Question9889 ,

Die zweite Gleichung haut eher hin, die erstere wäre die elektrolytische Dissoziation, also der Lösevorgang in Wasser.

Genau! Über die Gleichung n=m/M kannst du die Stoffmenge an HgCl2 berechnen, die du vorgelegt hast. An der Rkt.- Gleichung erkennst du, dass pro Mol HgCl2 bei der Zersetzung 1 Mol Hg und 1 Mol Chlorgas entsteht. Jetzt muss man nurnoch den Dreisatz anwenden können.! ;) Soweit so gut, jetzt hast du die Stoffmenge an Cl2-Gas. Wie rechnet man das jetzt in ein Gasvolumen um (Hinweise: Normbedingungen seien vorausgesetzt; molares Normvolumen)

Du kannst das ganze auch über eine "Allegmeine Größengleichung" lösen.. Schaue unter diesem Stichpunkt mal im Tafelwek nach.. c:

Masse ist gegeben - Volumen ist gesucht:

V(Cl2) / m(HgCl2) = [n(Cl2 * Vm(Cl2)] / [n(HgCl2) * M(HgCl2)]

Erklärung: Vm ist das molare Volumen (von Cl2); Vm,n wäre das molare Normvolumen...

LG und viel Erfolg beim Rechnen

Kommentar von Question9889 ,

Voraussetzung ist natürlich der vollständige Zerfall des Hg-Salzes!! *klugscheissnjahah* xdd

Kommentar von FacelessFox ,

Danke für die ausführliche Erklärung! :)

Ab dem Punkt, an dem ich n von HgCl2 ausgerechnet habe und sie mir erklärten, dass bei der Reaktion 1mol Hg und 1mol Cl2 herauskommen, wusste ich leider nicht, etwas damit anzufangen, außer vielleicht:

n(Cl2) / n(HgCl2) = 1 mol / 1 mol = 1 / 1

=> n(Cl2) = n(HgCl2)

Es wäre nett, wenn sie mir dies nochmal erklären könnten

Meine Lösungsvorgang mit Allgemeiner Größengleichung wäre dann folgender:

n = V / Vm bzw. n = m / M      und       n(Cl2) = n(HgCl2)    (von oben)

=> V(Cl2) / Vm = m(HgCl2) / M(HgCl2)

=> V(Cl2) = ( Vm * m(HgCl2) ) / M(HgCl2)

Und stutzig macht mich da jetzt eben, dass die errechnete Stoffmenge n von HgCl2 oben in der Rechnung gar nicht direkt benötigt wird.

Ich entschuldige mich schonmal vorab, falls ich komplett falsch an die Lösung herangegangen bin, da wir dieses Thema noch nicht im Unterricht behandelt haben, ich mir also die Zusammenhänge versucht habe, aus dem Buch herzulesen. Brauch das nämlich für die Chemie-Olympiade, weil man damit seine Note aufbessern kann :)

LG

Kommentar von Question9889 ,

Richtig, ich meine das Stoffmengenverhältnis beider Reaktanden. Und das ist 1 zu 1, d.h. zersetzen sich x mol HgCl2 vollständig, dann entstehen dabei auch genau x mol Cl2 Gas. Hast du die Stoffmenge von HgCl2 also berechnet, dann hast du auch die Stoffmenge von Cl2. (Dreisatz sogar überflüssig *g*)

Wie du schon richtig weitergedacht hast, kannst du das Gasvolumen jetzt über n(Cl2) = V(Cl2)/Vm berechnen. (Ich denke Vm=Vm,n ;))

Oder du machst es eben anders, so wie bei mir beschrieben.. Dann brauchst du nicht erst die Stoffmenge berechnen, sondern benötigst nur das Stoffmengenverhältnis (1:1) :P

Deine Gleichung wäre aber genauso gut. Hergeleitet hast du diese sicher über den gleichen Ansatz, nämlich: n(HgCl2) = n(Cl2) ; hast du ja sogar oben geschrieben.

Alle drei Wege führen zum Ziel!

Kommentar von FacelessFox ,

Ok. Vielen dank für ihre Mühen, einen schönen Abend noch. :)

Kommentar von ThomasJNewton ,

oder

genau nach dem Oder wurde ja gefragt, und du hast die Frage nicht beantwortet. Man kann es sich sinngemäß erschließen, aus dem Rest deines Beitrages. Ohne ganz sicher zu sein.

Wenn ich dich frage "hast du einen Hund oder eine Katze", ist "ja, ich habe einen Hund oder eine Katze" selten die hilfreiche Antwort.

Quecksilber ist nun man unter den Top Ten der Elemente mit dem merkwürdigsten Verhalten.
Selbst mit Studium ist da erst mal beides möglich, die Lösung in Wasser, und der Zerfall in die Elemente (ohne Wasser).

Immer alle Informationen so spät wie möglich rausrücken, und ohne Nachfrage prinzipielll nicht, das bringt alle weiter.

Kommentar von FacelessFox ,

Entschuldigung, ich bin mir nicht sicher, was ihr Beitrag mir bedeuten soll. Wenn sie so nett wären, es erneut zu erklären, fände ich das nett. :S

PS: Ironie, soweit ich sie erkannt habe, sorgt immer für Verwirrung im Schriftlichen, wenn sie nicht gekennzeichnet ist.

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