Frage von Sakumo, 191

Vollstreckungsbescheid - Kontopfändung - Kosten eines GV?

Hallo liebe Community,

wenn ich nun gegen eine Firma erfolgreich geklagt habe und nun eine "vollstreckbare Ausfertigung" des Urteils erhalten habe, was geschieht?. Da ich noch nie in so einer Situation war habe ich nun einige Fragen:

  • Ich habe mir die Preiseliste der Gerichtsvollzieher angeschaut. Was bedeutet Vorpfändung, Pfändung und welche Option ist jene, um ein Konto pfänden zu können?
  • Wie beantrage ich konkret eine Kontoverpfändung? Muss ich erstmal zum Amtsgericht des Schuldigen, reicht ein Telefonat?
  • Wie viel wird mich der Gerichtsvollzieher mit allen Gebühren und Tätigkeiten kosten? Hatte jemand schon einen GV beantragt? Ich höre immer was von versteckten Gebühren, Fahrkosten, Zuschlägen und und und. Ich möchte jtzt nicht noch mal hunderte von Euros in etwas investieren, was mir nichts bringt.

Ihr seht, Fragen über Fragen :) Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen und bedanke mich im Voraus.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Sakumo,

Schau mal bitte hier:
Recht Kosten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ronox, 191

Für eine Kontopfändung brauchst du gar keinen Gerichtsvollzieher. Die spricht das Vollstreckungsgericht aus. Dafür gibt es vorgefertige Formulare "Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses". Die reine Kontopfändung ist ziemlich günstig.

Dafür benötigst du aber zumindest das Kreditinstitut des Schuldners. Das sollte bei einem Unternehmen aber nicht sonderlich schwer herauszufinden sein. Bei Privatpersonen beauftragt man den Gerichtsvollzieher mit der Abnahme einer Vermögensauskunft.

Kommentar von Sakumo ,

Puh, da verliert man ja leicht den Überblick. Gibt es da keine Ämter, die mir beim Ausfüllen helfen? :D

Kommentar von Ronox ,

Die Rechtsantragstelle des Amtsgerichts kann dir da helfen. Je nach Größe kann es aber sein, dass du an dem Tag einige Zeit warten musst.

Kommentar von mepeisen ,

Nicht zu 100% korrekt.

Zwar ist richtig, dass der PfÜB über das Gericht läuft. Aber sobald der Beschluss ausgesprochen wurde, leitet das Gericht das dennoch an einen zuständigen GV weiter. Dieser spielt dann quasi Postbote und stellt den PfÜB zuerst der Bank zu, danach dem Schuldner.

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