Frage von Slayergirl911,

Vollstreckungsbescheid - Gerichtsvollzieher oder Kontopfändung?

Hallo liebe Community,

wenn ich nun gegen eine Firma erfolgreich geklagt habe und nun eine "vollstreckbare Ausfertigung" des Urteils erhalten habe, was geschieht?. Da ich noch nie in so einer Situation war habe ich nun einige Fragen:

  • Ist diese vollstreckbare Ausfertigung der Vollstreckungsbescheid?
  • Ich müsste damit also nun zum Amtsgericht und kann dann die Vollstreckung einleiten, oder?
  • Bei welchem Verfahren erhält man schneller sein Geld - Kontopfändung oder Beauftragung des Gerichtsvollziehers? Bzw. wo genau liegen die Unterschiede?
  • Wenn es angenommen, ein Streitwert von 500,- Euro Brutto wäre, wie errechnet sich der Nettobetrag?
  • Wann kann man i.d.R. mit seinem Geld rechnen?

Ihr seht, Fragen über Fragen :) Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen und bedanke mich im Voraus.

Antwort von Sommerkatze,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du kannst mit dem Bescheid einen Gerichtsvollzieher beauftragen, das Geld einzutreiben. hast Du die Bankverbindung des Schuldners, ist auch eine Kontopfändung möglich. Auch diese muss der Gerichtsvollzieher veranlassen.

Hat der Schuldner kein Geld (oder gelingt es ihm, dies den Gerichtsvollzieher glauben zu lassen), musst Du für die Beauftragung des Vollziehers aufkommen- auch wenn Du gar nichts vom Schuldner erhalten hast. Erkundige Dich vorab nach seinen Konditionen.

Kommentar von Slayergirl911,

Hallo Sommerkatze,

danke für die Antwort. D.h. wenn ich das Firmenkonto angebe, von dem ich weiß dass es eigentlich immer gedeckt ist, der Schuldner es aber doch vorher schafft alles vom Konto zu nehmen bzw. es so aussehen zu lassen dass er nicht solvent wäre, müsste ich die Kosten übernehmen um an mein, mir zustehendes, Geld zu kommen?

Auf die Gefahr hin jetzt infantil zu klingen, aber...das ist doch unfair!

Kommentar von Sommerkatze,

Ja, ich stimme Dir zu: es ist unfair!!

Viele Firmeninhaber schreiben die Firmen oder Konten extra auf den Ehemann- oder die Ehefrau um, um so von solchen Schwierigkeiten verschont zu bleiben. Ich hatte beruflich eine ganze Weile damit zu tun und es stimmt: der Gerichtsvollzieher will das Geld dann von Dir. Genauso ergeht es übrigens volljährigen Kindern, die mit einem Titel versuchen, die Unterhaltsschulden, welche oft in die Zehntausende gehen, zu bekommen. Die zahlen dann noch für die Vollstreckung und der / die Schuldner/in lacht sich kaputt.

Je mehr Informationen Du vorher für den Gerichtsvollzieher über die Firma hast, umso besser.

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