Vollstreckung nach Vollstreckungsbescheid einleiten?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

1.) Hast Du als Antragstellerin beide Ausfertigungen des Vollstreckungsbescheides (also auch die für den Antragsgegner) oder hat das Mahngericht diese Ausfertigung des Antragsgegner direkt zugestellt (in dem Fall steht das in Deinem Vollstreckungsbescheid drin, wann an den Antragsgegner zugestellt worden ist)?

2.) Weist Du bei welchen Banken der Schuldner Konten, Sparbücher und ähnliches unterhält?

3.) Kennst Du den Arbeitgeber Deines Schuldners?

Normalerweise wäre der erste Schritt ein Vorläufiges Zahlungsverbot (Vorpfändung) über den Gerichtsvollzieher an die Banken zustellen zu lassen, damit der Schuldner nicht seine Konten leerräumt und um die Vorrangigkeit gegenüber anderen Gläubigern zu wahren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 77anja77
27.04.2016, 16:26

Mit diesem ersten Schritt müsste aber auch zeitgleich der Pfändungs- und Überweisungsschluss beantragt werden, da eine Monatsfrist zu laufen beginnt. Wenn man diese wiederum nicht einhalten kann, müsste ein erneutes VZV gemacht werden. Man sollte also nicht abwarten.

Wichtig: Das Gericht sollte - am besten farblich - in dem Antrag auf Erlass des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses darauf hingewiesen werden, dass bereits ein vorläufiges Zahlungsverbot läuft, damit eine schnellere Bearbeitung erfolgt.

Ein vorläufiges Zahlungsverbot reicht allein nicht für eine Pfändung aus.

Sollte man mit der Vollstreckung nichts zu tun haben wollen, kann man einen Anwalt beauftragen. Vorher fragen, was für Kosten auf einen zukommen. Ist gar nicht so teuer, Titel ist ja schon vorhanden (Kosten für die reine Vollstreckung, die Gerichtsvollzieher und etwas Gerichtskosten bei einem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss) und man ist auf der sicheren Seite. Bei einer erfolgreichen Pfändung muss die Kosten sowieso der Schuldner tragen.

1

vollstreckungsbescheid vorhanden. wie kann ich vollstrecken???

www.finanzfrage.net/.../vollstreckungsbescheid-vorhanden-wie-kann-ich...

Wie Sie den Gerichtsvollzieher wirkungsvoll beauftragen ...

www.iww.de/.../pfaendungsauftrag-wie-sie-den-gerichtsvollzieher-wirku...

Ich weiss nicht, ob es einen Web der Bonitätsprfüfung deines Schuldners gibt - vielleicht hast Du die Möglichtkeit da etwas herauszufinden. Denn bei fruchtlosem Pfändungsveruch kommst Du für die Kosten der Pfändung auf.
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Anwaltskosten und andere anfallende Kosten musst Du (bzw. ein von Dir beauftragter Rechtsanwalt) bei dem Schulder eintreiben. Der Schuldner ist zwar verpflichtet, Dir die Kosten zu zahlen, die bekommst Du aber nur, wenn die Pfändung auch erfolgreich war. Ebenso verhält es sich mit den Gerichtskosten (bei einem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss) sowie die Gerichtsvollzieherkosten. Also, wenn erfolglose Pfändung, trägst Du die Kosten. Die beauftragten Personen arbeiten ja nicht umsonst. Kennst Du den Schuldner persönlich? Sehr hilfreich sind bei einer Pfändung zielgerichtete Kenntnisse. Pfändung von Arbeitslohn = Arbeitgeber, Pfändung von Kontoguthaben = Name der Bank etc. Auch gezielte weitere Kenntnisse sind hilfreich. Ist Dir bekannt, ob der Schuldner ein Auto hat? Ebenso Grundvermögen. Hat er ein Haus, könntest Du eine Sicherungshypothek eintragen lassen. Auch wenn Du nicht an erster Rangstelle im Grundbuch stehen würdest, könntest Du die Zwangsversteigerung beantragen. Meistens ein sehr großer Schreck und der Schuldner wird schon das Geld auftreiben, wenn es eine überschaubare Summe (im Sinne des Betrachters) ist. Es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten zu versuchen, Deinen Vollstreckungsbescheid durchzusetzen. Da die Angaben etwas "dürftig" sind, kann ich auch keinen konkreten Tipp geben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bleibt nur die Frage ob du durch Pfändung überhaupt was bekommst. Kommt darauf an ob es überhaupt was zu pfänden gibt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vollstreckungsauftrag an den Gerichtsvollzieher oder Antrag auf Erlass einen Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses an das zuständige Vollstreckungsgericht. Für beides gibt es amtliche Vordrucke.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mit dem Titel kannst Du jetzt einen Exekutor beauftragen. Du mußt ihm das Originaldokument des Titels übergeben und kriegst dann zunächst mal eine Kostenrechnung von ihm.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Xipolis
27.04.2016, 00:49

VZV über den GV zustellen zu lassen wäre erstmal das schnellste um die Konten zu blockieren.

0

Nur mit Erinnerungen und Mahnungen kannst du keinen Vollstreckungsbescheid erwirkt haben. Einen Vollstreckungsbescheid bekommst du vom Gericht nach rechtskräftiger Beendigung eines Gerichtsverfahrens (z.B. Mahnverfahren). Hast du so einen Vollstreckungsbescheid?

Wenn ja, dann sende ihn an die Gerichtsvollzieherverteilungsstelle beim zuständigen Amtsgericht. Der Gerichtsvollzieher wird deinen Schuldner aufsuchen und Bargeld und/oder andere Gegenstände zu pfänden versuchen. Die Vollstreckungskosten mußt du vorschießen, kannst sie dir aber vom Schuldner zurückholen (wenn er Geld hat).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Xipolis
27.04.2016, 00:52

Zum einen muß sie dazu beantragen was sie will. Den PfüB bekommt sie nur per Gerichtsbeschluss. VZV kann sie eigenhändig nach Formular verfassen.

0

Was möchtest Du wissen?