Frage von martin2323, 60

VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE STUDIUM?

Leite ich hatte überlegt später mal volkswirtschaftslehre zu studieren doch jetzt ist meine Frage wie sehen meine jobchancen später aus weil ich höre viele negative Sachen und um was geht es hauptsächlich im Studium.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schneeblumeA, 39

Wenn Du Mathe hasst, wirst Du Dich durchs Studium quälen. VWL ist ein Massenstudiengang: Wenn Du gut bist, bekommst Du auch einen guten Job, wenn Du nicht gut bist, hättest Du auch was anderes studieren können. Ein Abschluss in VWL ist also kein Jobgarant.

Das Arbeitsamt bietet kostenlos einen Studienfeldbezogenen Beratungstest Wirtschaftswissenschaften an. Den würde ich Dir empfehlen. Ansonsten könntest Du ja schonmal in den Mankiw (Grundzüge der Volkswirtschaftslehre) oder den Varian (Grundzüge der Mikroökonomik) reinschauen, die begleiten Dich im Bachelor VWL und sind bestimmt in jeder Bibliothek vorhanden.

Kommentar von martin2323 ,

ob ich mathe hasse kann ich sagen manche themen mag ich sehr aber manche hasse ich auch

Kommentar von schneeblumeA ,

Ein Teilgebiet der Mathematik wird hier leider zensiert...das mit der Kurvendiskussion. Stochastik und später auch Matritzen kommen aber auch vor.

Kommentar von martin2323 ,

und hey es sieht so aus als ob du ahnung hast kannst du mir sagen was du besser findest bwl oder vwl was ist nützlicher und der unterschied

Kommentar von schneeblumeA ,

Ich kenne mich mit BWL nicht aus, nur mit VWL. Also VWL ist das interessante von den beiden und ist Deine Wahl, wenn Du politisch ein bisschen interessiert bist und erwägst, als Forscher an der Universität zu bleiben.

Wenn Du in die Wirtschaft gehen möchtest, zum Beispiel als Unternehmensberater, dann ist VWL aber auch die bessere Wahl, weil die Arbeitgeber wissen, dass VWLer Mathe können und BWLer...nicht unbedingt. Da gibt es aber auch starke Unterschiede von Uni zu Uni.

BWL ist eher etwas für Leute, die statt Unternehmensberatung selber Unternehmen machen wollen, und die ein einfacheres Studium wollen. Kann aber an bestimmten Standorten auch anspruchsvoll sein.

Kommentar von martin2323 ,

geht es in mathe mehr so um wahrscheinlichkeit und statistik ? also geht es in die Richtung

Kommentar von schneeblumeA ,

Statistik hast Du auch, aber nur als Methodik für empirische Forschung. Die ganze Theorie hat eher mit anderen Gebieten was zu tun. Da gibt es ziemlich viele lineare Graphen im Bachelor. Die Mathe kannst Du am besten mit den beiden empfohlenen Büchern einschätzen.

Kommentar von martin2323 ,

hmm ich glaube im Studium musste ich mich durchkämpfen an mathe weil ich hasse z.b jetzt schon quadratische funktionen und raum und form z.b diese themen

Kommentar von schneeblumeA ,

Also Ableitungen und Integrale werden Dich definitiv verfolgen...durch den Bachelor würde es aber auf jeden Fall gehen, wenn Du ein Grundverständnis für Graphen und deren Interpretation hast. Ansonten gibt es auch qualitativere VWL-Studiengänge, die nicht so viel Mathe drin haben.

Kommentar von martin2323 ,

hast du vielleicht ahnung wie das an der uni hamburg läuft weil hatte überlegt mal dort zu studieren was wird da alles auf mich zukommen.

Kommentar von schneeblumeA ,

Guck mal nach dem Studienverlaufsplan, der wird irgendwo auf der Seite der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sein. Zusätzlich kannst Du Dir die Lebensläufe der Profs anschauen, die die Bachelorvorlesungen halten. Wenn die ihren Bachelor nicht in VWL, sondern in Mathe gemacht haben (kommt oft vor), weißt Du bescheid. ;)

Kommentar von martin2323 ,

danke also es wird der bachelor of science seien den ich dann machen würde in hamburg kannst darüber was konkretes sagen ?

Kommentar von schneeblumeA ,

Ne, sorry, Hamburg kenne ich nicht. Ich weiß nur, dass die ein vernünftiges PhD-Programm haben, also wird es nicht gänzlich unmathematisch sein. Aber als Stadt ist das cool zum Studieren.

Kommentar von martin2323 ,

und ist es so egal wo man vwl studiert ist es am ende überall das abgeschlossene studium gleich viel wert

Kommentar von schneeblumeA ,

Ne, je mathematischer, desto mehr ist es wert ;P.

Kommentar von schneeblumeA ,

Aber ich denke, Hamburg geht schon klar.

Antwort
von Fool09, 22

Man sollte auf jeden Fall mit der richtigen Erwartungshaltung rangehen. Gab schon mehr als einen, der sich in VWL auf spannende (aktuelle) wirtschaftspolitische Fragen gefreut hat und dann feststellen musste, dass Nash-Gleichgewichte nicht länger merkwürdige Konzepte aus Russel Crowe Filmen sind (A Beautiful Mind). Wobei ich nicht behaupten will, dass das nicht spannend ist, sonst würde ich das ja nicht studieren.

Wie bereits angemerkt wurde, sollte man für VWL mit Mathe nicht auf Kriegsfuß stehen, wobei man dafür auch wirklich kein mathematischer Gott sein muss. Die Modellrechnungen an sich sind oft sogar relativ einfach, schwieriger ist dann schon die ökonomische Interpretation, die dahintersteckt. Manche (speziell BWLer im VWL-Pflichtbereich) lernen dann einfach nur Rechenregeln auswendig, ohne genau zu wissen, was die eigentlich bedeuten. So macht VWL natürlich keinen großen Spaß. Ansonsten kann ich zusätzlich zu Mankiw oder Varian noch den Bofinger empfehlen (Grundzüge der VWL). Damit kann man auch als Nicht-Student schon einiges anfangen.

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