GrueneFee am 06.09.2008 um 21:14 Uhr
Ich habe mich heute gefragt, ob man sich bei gewissen Menschen noch das Vorurteil der "Völlerei" erlauben darf. Oder wäre das unverschämt? Als ich eben einkaufen war, habe ich mir darüber nämlich Gedanken gemacht. Dort war nämlich eine sehr offensichtliche Situation, welche dieses Thema bei mir ausgelöst hat. Es löst bei mir nämlich jedesmal einen Krampf aus, wenn ich sehe, wie deutlich übergewichtige Menschen, richtig unverschämt beim Essen zulangen.Ziemlich schwer zu beschreiben, ich möchte wirklich niemanden angreifen - ich spreche "hypothetisch" von Extremsituationen, welche vergleichbar sind mit den Feeder-Fetischisten (<- die Kinder in Afrika verhungern. Finde der Ausspruch passt)

Die meisten leiden an Freßsucht. Das ist genauso schlimm wie jede andere Sucht. Eine Krankheit des 20./21. Jahrhunderts. Sie genießen das Essen auch nicht mehr, es ist eher ein Zwang alles zu essen.

Der eine frißt, der andere säuft, ich rauche.
Jeder hat das Recht, mit seinem Körper anzustellen, was er will; niemand hat das Recht, da reinzureden.
vollimleben am 6. September 2008 21:19 Du warst schneller,siehe meine Antwort!DH
GrueneFee am 6. September 2008 21:20 Ich meinte damit auch nur, dass ich es ethisch absolut nicht vertretbar finde. Gerade diese "Feeder-Generation". Es geht da nicht nur um ihren Körper (der ist mir egal), sondern darum, dass viele Menschen richtig fressen (der Feeder füttert sie extra). Das finde ich krank und nicht in Ordnung. Sie fressen das Essen förmlich weg und in den dritten Weltländern verhungern die Menschen..
WolfRichter am 6. September 2008 21:25 Er frißt niemandem etwas weg: Wenn ein Dicker hier weniger ißt, verhungert deshalb kein Mensch in der dritten Welt weniger. - Man muß keine Zusammenhänge an den Haaren herbeiziehen.
skywalker66 am 6. September 2008 21:26 Dazu muss man noch hinzufügen, das jede Art für sich eine Sucht ist. Die Toleranz unserer Gesellschaft geht soweit, dass Alkoholsucht und Nikonabusus als Krankheit angesehen werden, jedoch übergewichtige Menschen nur als disziplinlos gelten.
WolfRichter am 6. September 2008 21:30 Nun ja: Toleranz finde ich als Raucher nicht gerade.
skywalker66 am 6. September 2008 21:35 Ich weiß was Du meinst, ich rauche selber. Jedoch hat jeder Verständnis, wenn man einem erklärt, dass es mit dem aufhören des Rauchens schwierig ist.
WolfRichter am 6. September 2008 21:40 Hm, vielleicht sind meine Erfahrungen deshalb anders, weil ich gerne rauche und dies auch sage. Wenn ich erkläre, daß ich mir das Rauchen keinesfalls abgewöhnen will, ernte ich jedenfalls kein Verständnis.
Moppelkotze am 6. September 2008 21:31 Wen diese Leute gerne essen - warum nicht? Mein Nachbar ist schlank und kauft sich permanent neue Teile für seinen Golf. Das Geld was er für einen Sportauspuff ausgibt, könnte er auch an Hungerleidende Spenden. Andere Leute essen weniger aber fliegen zweimal im Jahr nach Mallorca, das könnten sie auch spenden. In Afrika und Asien verdursten die Menschen und ich leiste mir den Luxus von Aquarien.
Moppelkotze am 6. September 2008 21:31 Wenn diese Leute gerne essen oder von mir aus auch süchtig sind, ist doch deren Sache. Einem Heroinsüchtigen macht auch niemand Vorwürfe, dass er das Geld für einen Schuss an Unicef spenden sollte.
DH
Hallo Herr Richter ! Ganz kann ich Ihrer Argumentation nicht zustimmen. Sicher kann jeder mit seinem Körper machen was er möchte. Rauchen, saufen, vollfressen, kiffen usw. Nur, ich habe keine Lust als Mitglied er Solidargemeinschaft nachher einen Anteil an Kosten zu tragen, wenn Therapien oder ärztliche Behandlung erforderlich werden. Jeder, der bewusst seinem Körper und somit seiner Gesundheit schadet, sollte auch im Nachhinein für die Kosten alleine aufkommen. Deshalb wäre ich dafür, dass diese suchtabhängigen Gruppen satte Aufschläge an die Krankenkassen zahlen. Worin könnte meine Mitverantwortung liegen, wenn jemand durch übermässigen Alkoholgenuss eine Leberzirrhose bekommt, ein Kettenraucher Lungenkrebs, ein Vielfrass Herz.-und Kreislauf- probleme, ein Kiffer mit der Zeit seinen Verstand verliert und nicht mehr arbeitsfähig ist ? Es spielt schon etwas Egoismus mit, wenn man die Ansicht vertritt, ich kann mit meinem Körper machen was ich möchte, ohne an die Folgen zu denken und daran, dass sich Andere an den Kosten beteiligen müssen wenn dann ein Arzt oder Ärzte in Anspruch genommen werden müssen. Bedauerlich, dass die Krankenkassen und die Gesundheitsreformer in dieser Sache völlig untätig bleiben.
WolfRichter am 8. September 2008 06:50 Mal abgesehen davon, daß ich den Ansatz für fragwürdig halte:
Aufs Ganze gerechnet kommt ungesunde Lebensweise die Sozialsysteme billiger, da auch die Lebenserwartung sinkt.

Leben und leben lassen,schreibe ich nicht weil ich Dick bin!Aber man weiss nie was dahintersteckt!Auch ein "Dicker"Mensch,kann ein "Spender und wohltäter"sein,steht keinem auf der Stirn geschrieben!!!
DH
GrueneFee am 6. September 2008 21:22 Ich meinte keine Menschen, die ein bisschen dick sind, vollimLeben. Sondern Menschen, welche sich bewusst dicke Torten/Pizzen/Eis en masse reinpfeiffen ;)
vollimleben am 6. September 2008 21:26 Und trotzdem,kann er ein grosser Wohltäter sein,woher willst Du wiisen,das nicht?Ich habe auch einPatenkind in der 3ten Welt,gerade weil es mir gut geht!
GrueneFee am 6. September 2008 21:30 Du verstehst mich nicht vollimleben, ich meine nicht dich
vollimleben am 6. September 2008 21:36 Dann verstehen Dich aber einige hier nicht!!!Ich glaube du hast dich da in was verrannt!Ist nicht böse gemeint LG
vollimleben am 6. September 2008 21:57 Das weiss ich,ich meine ja auch Allgemein hab mich gar nicht angesprochen gefühlt!!
Komisch, wenn ich einkaufe, bin ich mit den Gedanken beim Einkaufen.
Und schon mal darüber nachgedacht, daß auch dicke Menschen eine Familie haben könnten, für die ein Wochenendeinkauf gemacht werden muß???
Sorry, obwohl ich zu den normalgewichtigen Menschen gehöre (nein, keine Modelfigur), verstehe ich Dein Problem nicht.
LG pacole1
GrueneFee am 6. September 2008 21:31 Sag mal, was hast du denn für ein Problem? Musst du mich hier jetzt angreifen?
Ich greife nicht Dich an, sondern bin lediglich mit dem Inhalt Deiner Frage nicht einverstanden. Und das sage ich hier.Manche Themen sind meiner Meinung nach eben sehr vielschichtig und das wollte ich mit meiner Antwort zeigen.
Grüne-fee, ich schätze Dich und Deine Beitäge sehr, und wenn Du meine Antworten als Angriff aufgefaßt hast, tut mir das sehr leid.
LG pacole1
Jedem das seine, hast Du ein Problem damit?
kaesbrot am 6. September 2008 21:18 Wir machen uns alle mal Gedanken über Menschen mit außergewöhnlichen "Eigenschaften".

Wen diese Leute gerne essen - warum nicht? Mein Nachbar ist schlank und kauft sich permanent neue Teile für seinen Golf. Das Geld was er für einen Sportauspuff ausgibt, könnte er auch an Hungerleidende Spenden. Andere Leute essen weniger aber fliegen zweimal im Jahr nach Mallorca, das könnten sie auch spenden. In Afrika und Asien verdursten die Menschen und ich leiste mir den Luxus von Aquarien. Wenn diese Leute gerne essen oder von mir aus auch süchtig sind, ist doch deren Sache. Einem Heroinsüchtigen macht auch niemand Vorwürfe, dass er das Geld für einen Schuss an Unicef spenden sollte.

Mir fällt das im Café auf. Die Beleibteren haben immer Torten mit einem Haufen Sahne drauf. Oder dicke Cremetorten. Vielleicht ist es ihnen inzwischen egal und sie trösten sich damit. Ein Kreislauf. Traurig.
Ja, und bei uns sitzen die "Dünnen, die 3 Karottenstreifchen mit Messer und Gabel essen
LG pacole1
Mariechen99 am 6. September 2008 21:27 Ist auch traurig.
vollimleben am 6. September 2008 22:39 Und die essen den Tieren das Futter wg!!(Lach)

Ach neee, und nur weil einer dick ist, darf er nicht mehr essen? Was weißt Du denn, für wieviele Personen derjenige einkauft? Vielleicht ist er ja auch seelisch krank? Ich finde es schlimm, dass Menschen so sehr nach ihrem Äußeren abgeurteilt werden. Du gehst da vielleicht verächtlich an ganz wertvollen Menschen vorbei.
Neee, GrüneFee, da liegst du diesmal daneben.
LG
Wieselchen
GrueneFee am 6. September 2008 21:24 Neeeeiiin! So hab ich das doch gar nicht gemeint! Genau das wollte ich verhindern. Ich hatte zu wenig Platz die Frage so auszuformulieren, dass man mich richtig versteht. Ich habe absolut nichts gegen korpulente Menschen. Toll,.. jeder der sie falsch verstanden hat, denkt jetzt ich sei ein Schwein oder sowas
Wieselchen1 am 6. September 2008 22:07 Das Beispiel mit dem Supermarkt war unglücklich. Hättest Du es gleich weggelassen und wärst zu Deiner Kernfrage Feeding gekommen, hätte ich Dir anders geantwortet. Lt. Wikipedia ist Feeding eine krankhafte Beziehung, in der einer den Anderen bis zum massiven Übergewicht "füttert".
http://de.wikipedia.org/wiki/Feeding
Wie gesagt, auch da spielt die Psyche eine große Rolle. Ich finde das eher traurig als verurteilungswürdig.
LG
Wieselchen

Schaut sich jeder selber an, wie er auf die anderen wirkt. Vielleicht ekelt sich ein anderer vor den Hungerhaken die ihre Beckenknochen zur Schau stellen wie in der Geisterbahn, oder ein anderer vor den widerlich blondierten Haaren die aussehen wie ein Strohschopf, oder oder oder........ Vielleicht dachte jener deutlich Übergewichtige Mensch: mein Gott, was ist das für ein griesgrämig schauender Miesepeter dort drüben, hat der heute Spinnen gefressen?

Du hast Recht, sie stopfen in sich rein was immer rein passt, Das kann mit Hunger oder Genuß nichts mehr zu tun haben sondern ist wirklich Völlerei, ekelerregend um so mehr, wenn man sich die hungernde Bevölkerung ansieht.
GrueneFee am 6. September 2008 21:21 Danke, die einzige die mich richtig verstanden hat :-) DH
Und wer ist "sie"??? Und woher weißt Du das???
Ich weiß, alle Blonden sind doof,alle Schlanken sind magersüchtig,alle Frauen sind Klatschmäuler undalle Männer denken immer nur an das Eine.
LG pacole1
Qetan am 6. September 2008 21:30 @pacole: Diese Vorurteile hat doch niemand behauptet aber Du musst uns unsere persönliche Meinung zu diesen Fressern schon lassen.
Ally32 am 6. September 2008 21:37 Einen Menschen als Fresser zu bezeichnen finde ich eine Unverschämtheit. Auch einen eigene Meinung kann man höflich formulieren ohne damit andere zu beleidigen
vollimleben am 6. September 2008 22:42 DH
Aber ich habe halt diese Meinung. Und ich glaube eben, daß man Menschen nicht über einen Stang ziehen soll.Z.B. gibt es Therapien in der Tumorbehandlung, die Menschen total fett werden lassen. Und auch hoch dosiertes Cortison hat verheerende Nebenwirkungen, unter anderem auch immense Gewichtszunahme. Und ich verstehe halt nicht, wie man die dritte Welt mit dicken Menschen in Zusammenhang bringen kann. Und nicht umsonst gibt es Suchtkliniken mit dem Behandlungsschwerpunkt Eßstörung, worunter Freßsucht auch fällt. Das ist mir Alles zu pauschal.
LG (und das meine ich auch so)pacole1

Es kommt ja nicht von ungefähr was diese korpulenten Herrschaften mit sich rumtragen. Das ist aber deren Problem, mach es nicht zu Deinem.
GrueneFee am 6. September 2008 21:28 Ich finde die "Feeder-Generation" ist ein Problem der Gesellschaft. Nochmals: ich meine keine gewöhnlich korpulenten Menschen, sondern diese, welche bewusst - und auch absichtlich Massen vertilgen. Die Menschen, die ich meine, reichen weit über die 200 Kilogrenze.
Es erschreckt mich, was ich hier lese. Also ich bin übergewichtig, arbeitslos,alleinstehend, hab wenig Geld. Wenn dann mein Geld vom Amt kommt, versuche ich gesunde Sachen einzukaufen. Aber das gesunde eingekaufte reicht halt nicht für den ganzen Monat. Und dann, an diesem Tag, gönne ich mir das, was ich mir sonst den restlichen Monat verkneifen muß. Auch ein dicker Mensch hat Hunger und manchmal ist diese "große" Mahlzeit das einzige Fette für den ganzen Tag.Aber Hunger sieht ja keiner.......