Frage von weltnabel, 52

Vodafon mauert bei Kündigung. Was tun?

Hallo,

eine bekannte hat ihren Vodafone Vertrag per Einschreiben (fristgereicht mit Einhaltung der 3 Monate, waren sogar 4 1/2) gekündigt.

Jetzt wird plötzlich trotzdem weiter abgebucht, sie hat schon wo anders einen neuen Vertrag (Handy) und jetzt soll es sogar teuerer werden als in den ersten 24 Monaten - sie soll also 50€ für weitere 12 Monate zahlen. Bisher hat sie das Geld von der Bank zurückbuchen lassen, Vodafone zieht natürlich immer wieder und hat jetzt eine Mahnung geschickt.

Leider hat Sie als Beleg der Kündigung nur die Quittung des Einschreibens (leider kein Rückantworteinschreiben). Klar, sie war insofern nachlässig, dass sie sich nicht gewundert hat, keine schriftliche Bestätigung der Kündigung erhalten zu haben.

Vodafone mauert nun aber leider und schreibt ganz frech und unverschämt, dass die Einschreibenquittung kein Nachweis der Kündigung sei, sie es sehr bedauern würden, dass man kündigen will und ob man es sich nicht nochmals anders überlegen wolle? Steht aber auch klar drin, dass man erst in 12 Moanten kündigen kann - also nicht zum eigentlichen Kündigungszeitpunkt.

Was tun? Wird ja rechtlich eher schwierig. 600€ für nichts sind für jemanden der studiert halt auch gemein.

Vielen Dank

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Rechtsfrage. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von peterobm, 29

Einwurfeinschreiben reicht aus, den Beleg und die Kopie hat Sie noch zu Hause. Beides nochmals Vodafone zugänglich machen. 

Ein Vertrag kann niemals teurer werden; es sei, man ändert den Vertrag. Das sollte aber bei einer Verlängerung nicht der Fall sein; 

Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung. Das muss auch nicht bestätigt werden; der Vertrag läuft aus. 

Antwort
von Apolon, 11

 und jetzt soll es sogar teuerer werden als in den ersten 24 Monaten - sie soll also 50€ für weitere 12 Monate zahlen.

Bei einigen Unternehmen, sollte man grundsätzlich Kündigungen nur mit Rückschein tätigen, und da gehört Vodafon auch dazu.

Aber völlig unabhängig davon, ob eine Kündigung bestätigt wurde oder nicht, kann kein Vertrag einseitig geändert werden - also ist eine Beitragserhöhung nicht möglich.

Außerdem sollte man nie einen neuen Vertrag abschließen, bevor man nicht die Kündigungsbestätigung des alten Vertrages erhalten hat.

Deine Bekannte sollte einfach mal Vodafon anschreiben und sich erkundigen auf Grund welcher Rechtslage sie den Beitrag erhöht hat.  Mit Hinweis in dieser Angelegenheit einen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Gruß N.U.            

Antwort
von franneck1989, 8

Leider hat Sie als Beleg der Kündigung nur die Quittung des Einschreibens (leider kein Rückantworteinschreiben).

Ein Einwurf-Einschreiben reicht auch vollkommen aus. Was sagt die Sendungsverfolgung? Ist die Zustellung erfolgreich gewesen?

In dem Fall ist die Sache gelaufen.

Wenn Vodafone weiter nervt kann man auch eine negative Feststellungsklage erwägen.

Antwort
von diroda, 10

Gemein interessiert im Geschäftsleben niemanden.

Es ist ihre Pflicht nach zu weisen das ihre Kündigung Vodafone rechtzeitig erreicht hat. ZB durch eine Kündigungsbestätigung von Vodafone. Kann sie das nicht muß sie weiter bezahlen.

Nach Ärger mit Vodafone, kündige ich immer auf 3 Wegen, E-Mail, Einschreiben mit Rückschein und Fax, und bestehe auf eine Kündigungsbestätigung. Man kann ja ruhig 9 Monate vor Vertragsende kündigen. Mit der Begründung, um eine automatische Vertragsverlängerung zu vermeiden. Kurz vor Vertragsende kann man immer noch günstige Bedingungen verhandeln wenn man da bleiben will.

Antwort
von qugart, 31

Vodafone hat da erst mal Recht. Die Quittung eines Einschreibens ist erstmal kein Nachweis, dass das Schreiben auch eingegangen ist und schon gar kein Nachweis darüber, was eigentlich verschickt wurde.

Daher eben immer auf eine Kündigungsbestätigung bestehen.

Natürlich könnte man da jetzt auf dem Klageweg oder eben mit dem Anwalt was versuchen. Aber da kommt's dann auch auf die Beweislage drauf an.

Im Moment sollte erst mal die geforderten Rechnungsbeträge bezhalt werden. Aber am besten unter Vorbehalt. Wenn Rechtsschutz besteht, würde ich einen Anwalt hinzuziehen. Vorher aber drüber reden, was alles verscihert ist und wieviel Selbtsbehalt besteht.

Kommentar von weltnabel ,

Recht schon - aber man wird wohl keine Blumen per Einschreiben an den Telefonanbieter schicken. Einschreiben ist ja bewiesen dass es angekommen ist, müssten die ja zumindest sagen können, was da bei Ihnen angekommen ist. Klar werden sie auch wieder nicht daz uverpflichetet sein - ein seriöser Anbieter würde hier wohl auf Kullanz gehen (wenn er denn wirklich nichts erhalten hat). Das Handy/Sim wurde ja nie über die Vertragslaufzeit hinaus benutzt, sogar vorher still gelegt.

Kommentar von qugart ,

Du kaufst ja bei den Anbietern nicht die Nutzung selber, sondern die Bereitstellung zur Nutzung. Wenn das dann nicht genutzt wird ist das deine Sache. Als Nachweis dient das auch nicht.

Kommentar von franneck1989 ,

Die Quittung eines Einschreibens ist erstmal kein Nachweis, dass das Schreiben auch eingegangen ist

Aber die Sendungsverfolgung gibt darüber Auskunft

und schon gar kein Nachweis darüber, was eigentlich verschickt wurde.

Da gilt der Anscheinsbeweis, dass es sich um eine Kündigung handelt. Wenn Vodafone das bestreitet, müssten sie schon belegen was sich denn stattdessen in dem Umschlag befunden haben soll

Kommentar von qugart ,

Wie gesagt, es kommt auf die Beweislage drauf an.

Antwort
von tiny3x, 18

Ich hatte so ein ähnliches Problem

Ich hab da so oft angerufen und genervt bis die mir die Bestätigung geschickt haben.

Ansonsten Anwalt zuziehen....

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten