Frage von pkmncrafter, 39

Virtuelle Dienstleistungen weiterverkaufen, was gibt es zu beachten?

Ich habe einen Freund der anderen Leuten virtuelle dienstleistungen anbietet. Was wenn ich eine kleine homepage mache und dort quasi seine virtuelle Dienstleistung weiterverkaufe? Der Kunde bezahlt, einen teil nehme ich weg um meinen Kumpel bezahlen zu können, den anderen behalte ich für mich selbst. Ist quasi ein e shop für virtuelle Dienstleistungen. Was gibt es da zu beachten? Rechtlich gesehen ^^ Danke für die Antworten, es wird auch einer einen Stern bekommen :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BarbaraHo, 15

Also erst einmal wäre es interessant zu wissen, was du unter "virtuelle Dienstleistungen" verstehst. Ich gehe mal davon aus, dass diese legal sind.

Ansonsten wäre es gut, wenn du einen Businessplan hättest, dann könntest du sehen, ob dein Vorhaben sich lohnen kann.

Also du bräuchtest eine Website mit einer Art Online-Shop. Alle Produkte, die du einstellst, verkaufst du dann darüber. Aber die potentiellen Kunden sind nicht dumm, die vergleichen auch in der Regel diverse Angebote. Wenn sie dann beim ursprünglichen Anbieter einen günstigeren Preis vorfinden, dann werden sie natürlich dort kaufen, anstatt bei dir. Daher solltest du mit jedem Anbieter vorher reden. Viele bieten eh schon Affiliate-Programme an. Dann bleibt der ursprüngliche Preis erhalten, du erhälst aber für jede Vermittlung eine Provision. Vorteil für dich: du brauchst eigentlich keinen teuren Shop, sondern kannst auch mit einer normalen Website Geld verdienen.

Sobald du dich an die Umsetzung machst, liegt eine Gewinnerzielungsabsicht vor. Daher musst du dann auch ein Gewerbe anmelden. Das Finanzamt und die IHK werden sich bei dir melden und auch eine Berufsgenossenschaft. Du bist dann zur Buchhaltung verpflichtet, und natürlich zur Abgabe von Steuererklärungen (Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer).

Kommentar von pkmncrafter ,

Danke für die ausführliche Antwort. Wieso sollten sie nicht legal sein? das ist sowas wie youtube views verkaufen ^^

Kommentar von BarbaraHo ,

Also ich bezahle jemanden, damit er sich meine Youtube-Videos anschaut? Warum sollte ich das machen?

Kommentar von pkmncrafter ,

Nein, du bezahlt jemanden, der dir YouTube views beschafft. Gründe: mehr Aufmerksamkeit auf sein Kanal, mehr glaubwürdigkeit usw. Wir reden nicht von einem view sondern von mehreren tausend

Kommentar von BarbaraHo ,

Ah, ok. Also sowas wie Werbung. Ich bezahle sozusagen dafür, dass für mein Video "Werbung" (via Facebook-Posts, Twitter, Blog, sonstige Empfehlung,...) gemacht wird, damit dann eine vereinbarte Anzahl an Leuten (sind es wirklich verschiedene Leute?) auf mein Video aufmerksam werden und es sich anschauen. Und vielleicht sogar zu Follower werden.
Habe ich das so richtig verstanden?

Antwort
von Schnoofy, 16

Das Adjektiv „virtuell“ bedeutet soviel wie „der Wirkung oder dem
Anschein nach vorhanden“ oder „effektiv“.
Das Bild eines Objektes in einem Spiegel ist zum Beispiel in Bezug auf
seine optischen Eigenschaften ein virtuelles Objekt, da es optisch in
der Regel nicht von einem realen Objekt unterschieden werden kann. Das
Gegenteil von „virtuell“ ist „vollkommen real“ – daher ist die
Kombination „virtuelle Realität“ eigentlich ein ziemlicher Unfug. Allerdings gibt es auch die Ansicht, dass ein virtuelles Objekt ja durchaus reale Eigenschaften haben kann und dies daher kein Widerspruch in sich ist.

Eine virtuelle Dienstleistung wäre als real  gar nicht existent. Wenn Du eine solche als verkaufst könnte das denn Straftatbestand des Betruges erfüllen.

Ich wäre an Deiner Stelle ziemlich vorsichtig.


Kommentar von pkmncrafter ,

Zum Beispiel YouTube views.

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