Frage von SirFire, 100

Vielfarbige Haare?

Also, es gibt ja Tiere die verschiedene Haarfarben haben können. z.b. Hunde, Meerschweinchen und Kaninchen. Auch bei Menschen ist das ja so. Aber warum? Der Hase von dem das Kaninchen abstammt, oder der Wolf von dem der Hunde abstammt kommt ja immer mit der gleichen Farbe zu Welt. Warum hat sich das im Laufe der Evolution geändert?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 28

Witzig ist, das wenn man auf eine bestimmte Charaktereigenschaft hin die Tiere weiterzüchtet z.B. sehr Menschenfreundlich sich andere unterdrückte Gene einen Weg bahnen können - hier z.B. die Haarfarbe.

Bei einem Experiment eines Forschers, der Füchse auf Charaktereigenschaften hin weiter gezüchtet hat, kamen plötzlich schwarz weise Füchse dabei heraus.

Wölfe gibt es aber schon von Natur in den verschiedensten Farben. Polarwölfe sind weis, andere sind Schwarz, Schwarzbraun, Braun und wieder andere sind Grau (alle Farben).

Je nach Lebensraum selektiert sich eine Art nach den besten Lebensbedingungen und dazu gehört auch die Farbe.

Zebra, Giraffe, Elefant z.b. sind ganz verschieden gefärbt und wenn man ihre Lebensräume ansieht, dann weis man auch warum.

Antwort
von agrabin, 40

Eine Antwort darauf liefert ein Experiment in der SU (ursprünglich von Beljajew)  zur Züchtung zahmer Füchse. Es wird immer noch fortgeführt.

Die Selektion auf Zahmheit brachte als Nebeneffekt auch verschiedene Farben und andere Merkmale, wie Knickohren hervor.

Hier wird erklärt, warum das so ist:

http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Warum_viele_Haustiere_Schlappohren_ha...

Expertenantwort
von Sesshomarux33, Community-Experte für Kaninchen, 56

Hallo, 

das hat was mit Rasse-Züchtungen zu tun, das hat der Mensch selbst verändert. Tiere die langsam eine andere Farbe angenommen haben, wurden weiter vermehrt und gekreuzt. 

Das Kaninchen stammt übrigens nicht vom Hasen ab, sondern vom Wildkaninchen. Hase und Kaninchen sind zwei völlig verschiedene Tiere, die nur miteinander verwandt sind. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Kommentar von friesennarr ,

Nicht nur durch menschliche Zucht entstehen verschiedene Farben.

Wildhasen und Wildkaninchen haben je nach dem wo sie leben ein anderes Haarkleid.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Schon mal einen schwarzen Hasen gesehen? Oder ein schwarzes Wildkaninchen? 

Sie behalten immer ihre Wildfarben, die können klar individuell strukturiert sein. Aber es bleibt eine typische Wildfarbe, zwecks Tarnung. Bei Kaninchen kann es durchaus mal zu Albinismus kommen. 

Es etwas anders als bei Pferden, die nehmen tatsächlich so gut wie jede Fellfarbe an. 

Kommentar von ponyfliege ,

aber schwarze eichhörnchen ;-))

bei kaninchen ist das farbgen schwarz scheinbar grundsätzlich rezessiv. wenn es kein gen für schwarz gäbe, liessen sich keine schwarzen hauskaninchen züchten.

in der natur hätte ein schwarzes wildkaninchen vermutlich ein recht kurzes leben. allenfalls auf einer kohlehalde hätte es vorteile... ;-))

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Jap. Gibt auch graue Eichhörnchen. Da sie auch inzwischen immer mehr in die Heimtierhaltung geraten, sogar Gefleckte. 

Es gibt bei Wildkaninchen klar schwarze Haaransätze im Fell. Es gibt nur keine rein schwarzen Kaninchen in freier Wildbahn. Man züchtet wie gesagt die einzelnen Farben heraus, das Kaninchen was mehr von dem Farbton hat wird weiter vermehrt irgendwann kommt dann auch mal ein ganz Schwarzes und dann werden dessen Genen weiter gegeben usw. 

Kommentar von ponyfliege ,

genau so isses!

Antwort
von ponyfliege, 12

genetik ist schuld.

ich gebe dir hier mal ein beispiel aus meinem "fachgebiet".

http://www.pferdefarben.eu/genetik.html

beim pferd ist übrigens das "echte" wildfarbgen, das sogenannte "echte falbgen" ausgestorben. selbst die przewalski pferde verfügen darüber nicht mehr.

inwieweit ein pferd "wildpferd" ist, das wird mittlerweile genetisch unterschieden - und zwar mittels vergleich der gensequenzen, die "wildfaktoren" aufweisen.

das echte falbgen kam wahrscheinlich von kreuzungen von tarpanen mit anderen wildpferdrassen. es liegt nahe, dass mit der falbgesnsequenz auch bestimmte vom menschen unerwünschte eigenschaften zusammenhangen. wenn mit pferden dieser eigenschaften nicht gezüchtet wird, stirbt diese eigenschaft - aber auch das farbgen, was dazu gehört, irgendwann aus. beim tarpan - nun ja... der tarpan liess sich nicht domestizieren, war also als arbeitstier nicht brauchbar. scheinbar lag das echte wildtierverhalten auf derselben gensequenz.

das arabische pferd und das kaspische pferd haben zwei rückenwirbel weniger, als alle anderen pferde. daraus hat man die verwandtschaft begründet - im moment ist man noch bei der "beweisführung",aber es geht dahin, dass der araber tatsächlich aus dem kaspischen pferd gezüchtet wurde (übrigens auch der achal tekkiner, die älteste rein gezüchtete pferderasse überhaupt). beim achal tekkiner scheinen reste der falbgensequenz vorhanden zu sein. darauf schliessen lässt, dass der achal-tekkiner in der regel ein "ein-mann-pferd" ist und sein fell in allen farben einen goldschimmer aufweist.

ein "echtes" wildpferd ist auch optisch durchaus erkennbar. es besitzt hohles deckhaar. dadurch, dass das haar innen nur luft enthält, wird das licht gebrochen. im sonnenschein hat das fell seine eigentliche grundfarbe, schimmert aber daüber in in "fünkchen" in den regenbogenfarben.

im ursprung gibt es ausser dem falbgen nur zwei weitere, die farbe bestimmende gene: eines für rot und eines für schwarz. daraus entstehen alle pferdefarben.

schimmel haben ebenfalls die entsprechenden farbgene. das "ausschimmeln" ist ebenfalls genetisch bedingt. lapidar könnte man das als "vorzeitige haaralterung" bezeichnen. daneben gibt es dann noch das sogenannte cremellogen.

die wildfarben beim pferd sind also tatsächlich rappe, brauner, fuchs, schimmel, cremello (cremello untereinander bringen kein lebensfähiges fohlen, also ist es eigentlich ein gendefekt). 

bemerkenswert ist ausserdem, dass es keine gescheckten "echten" wildpferde gibt.

Antwort
von Cherry565, 1

Weil sie so gezüchtet wurden! Kaninchen stammen übrigens nicht von hasen ab.

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